Wer kennt das nicht: Man möchte schnell einen Radiosender aus einem anderen Land hören, scheitert aber an komplizierten Apps oder versteckten Stream-Links. Vivaldi Radio aus der Feder des gleichnamigen Browser-Unternehmens macht damit Schluss. Die neue Plattform verspricht, was der Name schon ahnen lässt, nämlich einen globalen, unkomplizierten Zugang zu Radiostationen jeder Couleur.
Vivaldi Radio setzt vor allen Dingen auf Simplizität: Man verzichtet auf einen Login, User benötigen keine Kreditkarte, und es gibt keine Werbe-Pop-ups, die den Spaß am Entdecken trüben. Nutzer und Nutzerinnen können direkt in den Stream einsteigen und zwischen unzähligen Sendern aus aller Welt wechseln. Wer mag, kann sich aber auch anmelden, um ein persönliches Radio-Archiv anzulegen und Lieblingssender speichern zu können. Bei Mastodon berichtet das Vivaldi-Team dazu auch:
„Wir arbeiten schon seit einiger Zeit an einem kleinen, spannenden Projekt und würden uns sehr freuen, wenn ihr einen ersten Blick darauf werfen würdet: […] Vivaldi Radio ist ein kostenloser Radio-Streaming-Dienst, bei dem ihr Radiosender aus aller Welt entdecken könnt, ohne dass ihr getrackt werdet – genau wie früher beim Radio. Keine Pop-ups, keine Werbung, keine Empfehlungen. Nur ihr und die Musik.“
Von Klassik über Jazz bis hin zu Nischenformaten wie experimenteller Elektronik oder lokalen Talkshows bietet Vivaldi Radio bereits zum Start des Dienstes eine beeindruckende Bandbreite. Besonders spannend sind die oft versteckten Perlen aus Ländern, die im klassischen Radioangebot hierzulande kaum vorkommen.
Kein Abo, keine Grenzen

In einer Zeit, in der fast jeder Dienst ein Abo oder zumindest eine kostenpflichtige Premium-Version anbietet, setzt Vivaldi Radio zudem auf ein radikales Konzept: Alles ist kostenlos. Es gibt keinerlei versteckte Kosten und keine Limitierungen beim Anhören der Inhalte. Die gesamte Welt des Radios steht damit jeder Person offen, die einen Internetanschluss hat. So positioniert sich das Unternehmen gleichzeitig auch gegen die zunehmende Kommerzialisierung digitaler Inhalte.
Die Oberfläche von Vivaldi Radio ist dabei so simpel wie effektiv. Wer schon mal eine Streaming-Plattform genutzt hat, fühlt sich sofort zu Hause. Die Suche nach Sendern ist selbsterklärend, und die Wiedergabe startet mit einem Klick. Besonders praktisch ist die Tatsache, dass die Plattform im Browser läuft, so dass eine zusätzliche App nicht zwingend nötig ist. So wird gleichzeitig auch das Webradio hören plattformübergreifend ermöglicht und inkludiert auch Personen, die kein Smartphone oder Tablet besitzen. Auf Mobilgeräten lässt sich bei Bedarf ein Lesezeichen für die Vivaldi Radio-Seite auf den Homescreen legen.
Vivaldi Radio erinnert mich zugleich auch daran, wie schön es ist, einfach mal in Musikinhalte reinzuhören, und das ohne Algorithmen, die einem vorschreiben, was als Nächstes kommt, oder ein lästiges Tracking meiner Härgewohnheiten. Wer Vivaldi Radio selbst ausprobieren möchte, findet den neuen Webradio-Dienst auf der Website des Unternehmens. Noch ist das Angebot der deutschen Radiosender überschaubar, allerdings nimmt das Vivaldi-Team jederzeit auch Sendervorschläge entgegen.
