Struwwelpeter auf iPhone & iPad: Böse Lausbubengeschichten

Den Daumenlutscher, den Suppenkasper, den Zappel-Philipp und andere boshafte Kinder kennt wohl so gut wie jeder.

Die unter heutigen Gesichtspunkten sicherlich nicht mehr hundertprozentig pädagogisch wertvollen Geschichten erfreuen sich dank ihres Kultfaktors trotzdem noch sehr großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Geschrieben wurden die neun Kapitel des Struwwelpeters bereits 1845 vom Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann.


Nun kann man diese Geschichten auch in einem interaktiven Buch auf dem iPad, iPhone und iPod Touch erleben. Für 1,59 Euro bekommt der Käufer eine 157 MB große Universal-App (App Store-Link), die komplett in deutscher Sprache verfügbar ist.

Im interaktiven Struwwelpeter-Buch finden sich die einzelnen Kurzgeschichten in einem übersichtlichen Hauptmenü wieder, die entweder einzeln, oder direkt hintereinander weg gelesen werden können. Für Kinder, die noch nicht selbst lesen können, ist in der App auch eine männliche Vorleser-Stimme vorhanden. Zusatzfeatures beinhalten eine Pausen-Option während des Vorlesens sowie eine Fortsetzungs-Möglichkeit. Nach Beendigung der App kann man so wieder zur jeweiligen Seite der Geschichte zurückzukehren, bei der man zuvor aufgehört hat.

Selbstverständlich dürfen auch die von Heinrich Hoffmann angefertigten Original-Illustrationen nicht fehlen. Auf jeder Seite finden sich diese bunten Zeichnungen, die teils mittlerweile schon Berühmtheit erlangt haben. Oder wer kennt die Darstellung des Struwwelpeters aus dem App-Icon etwa nicht?

Über den Inhalt der Geschichten und ihre Notwendigkeit in der heutigen Welt darf sicherlich diskutiert werden. Durch die drastischen Folgen für die beteiligten aufmüpfigen Kinder, die vom Verbrennen und Daumen abschneiden bis zum Verhungern reichen, kann zartbesaiteter Nachwuchs heutzutage schon Angst bekommen. Die drastischen Bestrafungen oder Folgen sind mit aktuellen Erziehungsmethoden sicher nicht mehr kompatibel – waren aber zu seiner Zeit sicher ein probates Mittel zur Vermittlung von moralischen Werten.

Trotz alledem zählen die Struwwelpeter-Geschichten auch heute noch zu den beliebtesten Kinderbüchern, und wurden schon in viele Sprachen übersetzt. Auch in meinem Haushalt findet sich ein Exemplar dieses Buches. Abschließend bleibt also nur noch der Hinweis, dass sich Besitzer eines iPads der neusten Generation auf optimierte Grafiken für das Retina-Display freuen können.

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Kommentare 11 Antworten

  1. Oh man der Struwwelpeter, da erinnere ich mich doch gleich an die Geschichte mit den Daumenlutscher, als kleines Kind hatte ich damals darum Angst vor den Buch. xD

  2. Oh Mann, es gibt echt Dinge, die gehören in die Mottenkiste der Geschichte…
    Ich dachte, den Struwwelpeter hätten wir hinter uns.

    1. Wieso? Ist doch schön, wenn man dafür eine App hat! Und die, die sich nicht dafür interessieren, müssen die App ja auch nicht laden 🙂 Es muss ja nicht immer etwas neues sein…

  3. Ich hab das Buch geliebt!:) Allerdings hab ich die Geschichte mit dem Daumenlutscher immer bewusst übersprungen. Hab selbst als Kind am Daumen gelutscht…
    Also mir hats nicht geschadet. Die Geschichten sind zwar wirklich zum Teil ziemlich brutal… aber was solls? Kinder können doch heute im Internet weitaus schlimmeres finden und anstellen;)

  4. Die heutige Erziehung ist sehr verweichlicht, da kommen solche Geschichten umso unheimlicher vor. Besonders die Geschichte mit dem Daumenlutscher war angsteinflösend, obwohl ich selber selten am Daumen gelutscht habe. xD

  5. Sogar das Rotkäppchen das wir kennen ist schon ne zensierte Version. Im Original zerstückelt der Wolf die Großmutter und macht n roten Saft draus, den das Rotkäppchen dann ahnungslos trinkt…
    Da ist der Struwwelpeter wirklich nicht schlimm;)

    1. Gehört ja eigentlich nicht hier her aber von wo weisst du das? Soll das heißen, dass ich seit 31 Jahren nur die zensierte Version von Rotkäppchen kenne? 😉 bin gespannt auf die unzensierte Version….

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