Amazon Echo 2: Schönes Design, gute Spracherkennung, schlechter Sound

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Freddy 15. November 2017, 18:48 Uhr

Heute möchte ich meine Erfahrungen mit dem Amazon Echo 2 mit euch teilen.

amazon echo 2 test

Der Amazon Echo 2 (App Store-Link) ist seit Ende Oktober auf dem Markt. Nachdem ich den Vorgänger aufgrund des wirklich frustrierenden Klangs wieder an Amazon retourniert habe, lag die Hoffnung auf dem Amazon Echo 2. Wie sich der neue Echo schlägt, was alles neu ist und was mir nicht gefällt, lest ihr im folgenden Artikel.

An der grundlegenden Funktionalität hat sich nichts geändert. Es handelt sich um einen smarten Lautsprecher, der per Sprachzuruf Befehle entgegennimmt und ausführt. Natürlich muss auch der Echo der zweiten Generation in das eigene WLAN eingebunden werden, die Einrichtung erfolgt dabei bequem über die Alexa-App (App Store-Link). Hier kann man wirklich nichts falsch machen.

Amazon Alexa
Entwickler: AMZN Mobile LLC
Preis: Kostenlos

Der Echo 2 sieht gut aus

Der Amazon Echo 2 hat sich hübsch gemacht und ist in vielen neuen Designs verfügbar. Ich habe mich für die Variante mit Stoff in der Farbe Anthrazit entschieden - eine schöne Wahl. Zusätzlich stehen noch Sandstein Stoff, Hellgrau Stoff, Eiche Optik, Nuss Optik und Silber Optik zur Auswahl bereit. Ebenso ist der Echo 2 jetzt kleiner und kompakter und misst nur noch 148 x 88 x 88 Millimeter, das Gewicht liegt bei 821 Gramm.

Lobenswert ist auf jeden Fall die Fernfeld-Spracherkennung der zweiten Generation, wobei die erste Generation schon sehr gut funktionierte. Die Sprachbefehle werden tadellos entgegengenommen, da das Aktivierungswort noch besser erkannt wird. Zusätzlich verfügt die neue Version über einen zusätzlichen Klinkenausgang, über den man externe Boxen anschließen kann. Wer den Echo 2 auch zum Abspielen von Musik verwendet, sollte davon auf jeden Fall Gebrauch machen.

amazon echo 2

Der größte Kritikpunkt des Vorgängers war die Soundqualität - und hier ist der Echo 2 leider kein Stückchen besser. Ich verstehe nicht, warum Amazon keine vernünftige Lautsprecher integriert, damit der Speaker sich auch zum Abspielen von Musik eignet. Der Klang ist leicht blechernd, nicht voluminös und klingt einfach nicht schön. Für das Ausführen von Befehlen oder Berieselung im Hintergrund ist der Sound ausreichend - alles darüber hinaus macht keinen Spaß.

Der Klang kann einfach nicht überzeugen

Positiv ist auf jeden Fall weiterhin die Anzahl der vielen Skills und Funktionen. Sei es die Abfrage der Wettervorhersage und der neuesten Nachrichten oder die Integration in das eigene Smart Home. Der Echo verbindet sich mit vorhandenen Systemen und kann beispielsweise das Licht steuern, den Fernseher umschalten oder die Heizung wärmer stellen. Philips Hue, Logitech Harmony, Osram Lightify, Tado, Netatmo, Innogy und viele weitere Hersteller werden unterstützt. Passend dazu werden wir in Kürze noch den Echo Plus genauer vorstellen.

Der Test hinterlässt gemischt Gefühle. Das äußere Erscheinungsbild weiß zu überzeugen, die kompakten Maße ebenfalls. Die Funktionen sind weitreichend, es kommen immer mehr hinzu. Doch der Klang des Echo 2 ist wirklich schlecht. Außen hui, innen pfui (nur bezogen auf den Klang). Schade.

Im Gegensatz zum alten Echo, der 179 Euro kostet, muss man für den Echo 2 nur noch 99 Euro bezahlen. Ich werde weiterhin nur den kleinen Echo Dot einsetzen. Meine Musik spiele ich weiterhin über Aktiv-Boxen von Teufel ab.

Das neue Amazon Echo (2. Generation), Anthrazit...
  • Amazon Echo verbindet sich mit dem cloudbasierten Alexa Voice Service, um Musik abzuspielen, Anrufe zu tätigen, Wecker und Timer zu stellen, den Kalender, das Wetter, die Verkehrslage und...
  • Fragen Sie einfach nach einem Song, Künstler oder Genre von Amazon Music, Spotify, TuneIn und weiteren. Mit Multiroom Musik können Sie Musik auf Ihren Echo-Geräten in verschiedenen Räumen...

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Kommentare14 Antworten

  1. fearomoon sagt:

    Schon etwas überholt, Amazon hat bereits 2 mal nachgebessert… mit der aktuellen Firmware 720 hört er sich zwar nicht an wie ein BOSE System, aber schon um Welten besser als bei Auslieferung. Kann man mit leben. Werde ihn behalten.

  2. Ronny39 sagt:

    Also ich kann deine Kritik absolut nicht nachvollziehen. Keine Ahnung, was hier der Anspruch deinerseits ist.

    • Benno sagt:

      Wenn man mal den 1. Echo für 179€ nimmt und den Sonos One für 229€ dagegen stellt, ist es, als würde der Echo ein Kofferradio von 1980 sein. Ich muss auch sagen, das der Sound für die Größe, zwar besser als beim Dot ist, aber um längen zu schlecht, was man sonst so bekommt in dem Preissegment.

  3. Shiriki sagt:

    Wenn man mit den verlinkten Boxen vergleicht, ist es ja kein Wunder, dass der Echo abschmiert…….

  4. KaM! sagt:

    Na für 100€ kann man auch keinen guten Sound erwarten

  5. elimes sagt:

    Mir reicht der Sound. Viel wichtiger finde ich die Intelligenz hinter Alexa. Und die ist derzeit führend unter den Assistenten.

  6. Benno sagt:

    Ich finde die „OK“ von ihr sind schon Voluminös aus dem Echo 1. Gen.
    Aber wenn man Musik an macht, fragt man sich, wo ist das hin?

  7. nec sagt:

    Schade. Ich hatte wirklich die Hoffnung, dass die Kiste klingt. Für 99€ hätte ich dann auch Raum für Raum ausgestattet. Mehr würde ich nicht bezahlen wollen, was Sonos für seine Produkte verlangt, finde ich echt frech 😠

    • Martin Z sagt:

      Merkste selber?!
      Der Klang für 100€ ist dir zu schlecht. 200€ ist Dir für guten Klang zu teuer… Für gutes Zeug muss man halt „einen Tod sterben“…

  8. Frank sagt:

    Wenn der Sonos One Alexa drin hat, ist er dann vom Funktionsumfang vergleichbar mit dem Echo oder kann ein Echo funktionell mehr?

    • Simon Hoffacker sagt:

      Hi Frank!
      Den Sonos One kannst du dir leider nicht wie einen Play 1 vorstellen, in den einfach Alexa „reingesteckt“ wurde. Der Funktionsumfang von Alexa ist hier (im Moment jedenfalls) eingeschränkt. Ob Alexa im Sonos One jemals so umfänglich ausgestattet sein wird, wie Sie es in einem Echo-Gerät ist kann ich dir leider nicht sagen.
      Viele Grüße
      Simon

  9. suutsch sagt:

    Ein Gerät, das u.a. Lautsprecher verbaut hat, sehr kompakt ist und 100€ kostet zu vergleichen mit einem Gerät, das ausschließlich als Lautsprecher zu gebrauchen ist, 800€ kostet und ein entsprechendes Volumen* mitbringt, ist… naja, also der Vergleich von Äpfel zu Birnen ist da sinnvoller.
    Ich ärgere mich auch immer, dass ich mit dem Smart kein Formel 1-Rennen gewinnen kann. Dann merke ich, dass ich ja einfach nur ein Stadtauto brauche und nur einen Bruchteil eines Rennwagens bezahlt habe…

    Zum Sonos One:
    Es gibt Funktionen, die Amazon ausschließlich den eigenen Echo-Geräten vorbehält wie z.B. Drop-Ins. Und dann ist Sonos aktuell wohl noch nicht so weit, dass alle anderen Alexa-Funktionen aktuell schon zur Verfügung stehen – es beschränkt sich hauptsächlich auf das Musik hören und einige „offizielle“ Amazon-Skills und das sind nicht viele. Generell ist die Firmware beim One offiziell noch im Beta-Status. Die Empfindlichkeit der Mikrofone dürfte dabei ein großer Brocken sein, der verbessert wird. Man kann immer wieder lesen, dass alle Echos im Haus gleichzeitig reagieren, aber der One nicht – scheint eher ein Produkt für Choleriker zu sein (bei der aktuellen Firmware).
    Selbst der Vergleich vom One (Lautsprecher eines Soundspezialisten, rudimentäre Sprachassistentintegration zum Premium-Preis) zum Echo 2nd. (ausgereifter Sprachassistent mit hervorragendem Mikrofon-Array und integriertem Lautsprecher bei nicht einmal 45% des Preises des Gegenüber) hinkt…

    *Die Physik spielt eben in der Akustik eine entscheidende Rolle. Jeder Lautsprecher hat mit seinem Volumen endliche Möglichkeiten, die er zu leisten im Stande ist – individuelle Vorlieben mal außen vor gelassen. Höher, schneller, weiter geht immer – solange das Budget entsprechend üppig ist.

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