Anker hat heute seinen ersten eigenen KI-Chip „Thus“ vorgestellt. Dessen Funktionsweise ist inspiriert von der des menschlichen Gehirns: Das Speichern und Verarbeiten von Daten finden am selben Ort statt. Verbaut werden soll der Thus-Chip zuerst in Kopfhörern und damit für verbessertes Noise Cancelling sorgen. Auch interessant: Hergestellt wird Thus übrigens in Deutschland.
Thus ist mit NOR-Flash-Speicherzellen ausgestattet, die die Verarbeitung und den Transfer von Daten energieeffizienter machen sollen. Denn die Daten müssen nicht mehr zwischen physisch getrennten Speicherzellen hin und her transportiert werden, sondern können direkt in diesen Speicherzellen verarbeitet werden. Da die NOR-Flash-Speicherzellen auch deutlich weniger Platz benötigten als statische RAM-Alternativen, eignen sich die Chips besonders für den Einsatz in kleinen Produkten.
So überrascht es nicht, dass Anker den Thus-Chip zunächst in Kopfhörern verbauen will. Zum Einsatz kommen soll die KI hier vor allem im Bereich Noise Cancelling. So soll der Chip bis zu 150-mal mehr KI-Computing-Leistung liefern als die bisherigen Highend-Kopfhörer der Anker-Marke soundcore. Das soll für eine deutlich verbesserte Geräuschunterdrückung sorgen.
Anker: Clear Calls wird eine der ersten Funktionen von Thus
Die Funktion „Clear Calls“ wird einer der ersten Funktionen sein, über die künftige Anker-Kopfhörer mit Thus-Chip verfügen werden. Diese soll die Sprachqualität von Anrufen besonders in lauten Umgebungen signifikant anheben. Clear Calls setzt dabei auf ein großes, lokal arbeitendes neuronales Netz, acht MEMS-Mikrofonen und zwei Knochenschallsensoren. Diese Kombination soll die Stimme des Sprechers zuverlässig isolieren und damit für klare Gespräche sorgen können.
Die passenden Produkte stellt Anker im Mai in New York City offiziell vor.
