Im Januar dieses Jahres hat die bekannte Audio-Tochter von Anker, Soundcore, den neuen Soundcore AeroFit 2 Pro vorgestellt. Das Modell verbindet auf innovative Art und Weise eine offene mit einer geschlossenen Tragemöglichkeit. Denn: Wer aktuell einen True Wireless-Kopfhörer kauft, muss sich im Normalfall zwischen einem abschließenden In-Ear-, oder einem umgebungstransparenten Open-Ear-Design entscheiden. Die Neuerscheinung will das Beste aus beiden Welten beides miteinander verbinden und bietet daher zwei verschiedene Tragemodi an.
Die Soundcore AeroFit 2 Pro wurden erstmals auf der CES 2026 in Las Vegas vorgestellt, sind aber bereits seit Ende Januar im Handel erhältlich. Der Hersteller beschreibt die Neuerscheinung als „eine echte Kopfhörerinnovation, die neue Maßstäbe im Open-Ear-Segment“ setzen soll. Als weltweit erste Dual-Form-Earbuds kombinieren sie ein Open-Ear-Design mit aktiver Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling, kurz: ANC) in einem einzigen System.
Die flexibel anpassbaren Ohrbügel sorgen mit ihren fünf Einstellungsstufen für einen nahtlosen Wechsel zwischen offenem Open Ear-Hören und fokussiertem In-Ear-Klang. Im Inneren arbeitet ein auf Wunsch optional einstellbarer, adaptiver ANC-Algorithmus, der die Umgebung bis zu 380.000 Mal pro Sekunde analysiert. „Das Ergebnis ist ein neues Hörerlebnis, das sich dynamisch an den Alltag, die Arbeit oder das Training anpasst, ohne zwischen zwei Kopfhörerarten wechseln zu müssen“, berichtet Soundcore dazu.
Bis zu sieben Stunden Musikgenuss mit einer Ladung

Zu den weiteren Kernfeatures des AeroFit 2 Pro gehört ein integrierter Akku, der sieben Stunden pro Ladung und kombinierte 34 Stunden mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladecase durchhält. Darüber hinaus verfügen die AeroFit 2 Pro über 11,8 Millimeter-Treiber, die ein ausgewogenes, detailreiches Klangbild „mit klaren Höhen, präziser Mitten und überraschendem Bass“ liefern wollen. Zudem gibt es einen adaptiven Equalizer, eine Unterstützung für LDAC für hochauflösende Details und Spatial Audio für ein bewegungsabhängiges Hörerlebnis. Für eine problemlose Nutzung beim Sport oder Outdoor-Aktivitäten wurde die Neuerscheinung auch mit einer Wasserdichtigkeit nach IP55 ausgestattet.
Auch bei Anrufen soll jederzeit für klaren Ton gesorgt werden: Durch 4 Mikrofone, ein 6-Sensoren-System und einen KI-Algorithmus der kabellosen Bluetooth 6.1-Kopfhörer soll die eigene Stimme präzise erfasst und Umgebungsgeräusche aktiv gefiltert werden. Durch das offene Design wird zudem ein direkter Kontakt mit dem Gehörgang vermieden, um Druck oder Juckreiz vorzubeugen. Vor allem Personen, die Druckgefühl- oder andere Trageprobleme bei der Nutzung von In-Ear-Kopfhörern haben, können von einem Design wie dem der AeroFit 2 Pro profitieren.
Erste eigene Eindrücke zur Neuerscheinung

Nachdem die Soundcore AeroFit 2 Pro nun mittlerweile seit einigen Wochen im Handel erhältlich sind, haben auch wir in der Zwischenzeit ein Testexemplar in der schwarzen Farbvariante erhalten. Zusätzlich sind noch die Farben Weiß und Purple, ein helles Lila, verfügbar, falls man sich mit der klassischen schwarzen Option nicht anfreunden kann oder möchte. Nach einigem Ausprobieren der AeroFit 2 Pro kann ich jetzt auch meine ersten Eindrücke zum ungewöhnlichen True Wireless-Modell mitteilen.
Was bereits beim ersten Auspacken auffällt: Die AeroFit 2 Pro sind im Vergleich zu „klassischen“ In-Ears oder auch anderen Open-Ear-Modellen deutlich größer und wuchtiger gestaltet. Auch das Ladecase ist entsprechend ausladender und rund doppelt so groß wie das meiner AirPods Pro 3. Zu Beginn ist es aufgrund der Bauform der Ohrhörer ein kleines Puzzlespiel, beide richtig in die vorgegebenen Mulden im Ladecase einzulegen. Nach etwas Übung ist dies aber kein Problem mehr.
Im Lieferumfang enthalten sind neben den beiden Ohrhörern und dem Ladecase in passender Farbe auch eine Kurzanleitung sowie ein kurzes USB-A-auf-USB-C-Ladekabel. Warum man im Jahr 2026 immer noch auf ein Kabel mit USB-A-Anschluss setzen muss, wo doch die ganze Welt mittlerweile auf USB-C-auf-USB-C umgestellt hat, ist zumindest für mich unverständlich. Ein reines USB-C-Ladekabel hätte sicherlich keine größeren Kosten für den Hersteller verursacht.
Ohrhörer können in fünf Stufen angepasst werden

Nach dem problemlosen Koppeln der Kopfhörer geht es dann an die Gewöhnung der beiden Ohrhörer, die sich über ein bewegliches Element in fünf Stufen bzw. um bis zu 56 Grad verstellen lassen. Auf diese Weise kann zwischen einem offenen Transparenzmodus und einem halbgeschlossenen Modus mit aktiver Geräuschunterdrückung, je nach Situation und Umgebung, gewechselt werden.
Ich habe mich mit meinen relativ kleinen Ohrmuscheln vor allem am Anfang mit dem offenen Modus der Kopfhörer sehr schwer getan. Während es für mich im semi-geschlossenen Tragemodus, bei dem der Ohrhörer ein wenig in den Gehörgang eingesetzt wird, schnell und bequem zuging, konnte ich mich mit dem offenen Modus nicht richtig anfreunden. Zumindest in meinen Ohren fühlte sich der offene Tragemodus immer etwas locker und „falsch“ an, und auch der Sound ließ hier deutlich an Qualität vermissen. Der Kopfhörer erkennt anhand des eingestellten Winkels übrigens automatisch, in welchem Tragemodus man sich befindet, und passt die Wiedergabe und Klangoptimierung entsprechend an.
Meine Ohren vs AeroFit 2 Pro

Auch hier konnte ich große Unterschiede feststellen: Im semi-geschlossenen Modus, bei dem der Ohrhörer direkt am bzw. leicht im Gehörgang sitzt, war der Sound voller, wärmer, kraftvoller. Im offenen Modus hingegen war ich mit der Klangqualität nicht ganz zufrieden, es fehlte der Bass, die Lautstärke und einige Details. Möglich ist, dass meine Ohr-Anatomie nicht ganz passend ist für den offenen Modus und so kein optimaler Klang erreicht werden konnte.
Nach mehrmaligem Probieren, selbst mit einem Spiegel zum bestmöglichen Anpassen des Ohrhörers in meiner Ohrmuschel, habe ich diesen Tragemodus für mich persönlich abgehakt und mich auf den halbgeschlossenen Modus konzentriert. Auch der Hersteller selbst gibt an, dass der Semi-Open-Ear-Modus einen besseren Sound liefern soll. „Drehe einfach die Ohrbügel und wechsle mühelos zwischen offener Open-Ear-Wahrnehmung für deine Umgebung und der Semi-Open-Ear Geräuschreduzierung für noch bessere Klangqualität“, heißt es auf der Produktseite bei Soundcore.
Weitere Einstellungen können dann auch noch über die hauseigene Soundcore-App vorgenommen werden, beispielsweise das Aktualisieren der Firmware, die Anpassung der Gesten zum Steuern von Musik und Anrufen, das Abrufen der Akkustände der beiden Ohrhörer und des Ladecases, das Ein- und Ausschalten der Geräuschunterdrückung. Die Anwendung ist kostenlos und für das iPhone im deutschen App Store erhältlich.
Fazit und Preise
Schlussendlich bleibt beim Soundcore AeroFit 2 Pro ein gemischtes Gefühl, zumindest für mich, zurück. Die Ohrhörer sind deutlich größer als meine AirPods Pro 3, an dieses Tragegefühl am und im Ohr muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Idee, zwei Tragemodi mit einem Kopfhörer anzubieten, ist grundsätzlich innovativ, aber zumindest mit meinen relativ kleinen Ohren nicht besonders kompatibel. Hier heißt es wohl, nach dem Kauf das Modell gründlich auszuprobieren, ob es für die eigenen Ohren geeignet ist. Klanglich kann der semi-geschlossene Tragemodus durchaus überzeugen, und auch die Akkulaufzeit sowie die Option, den Kopfhörer kabellos über Wireless Charging aufladen zu können, ist ein Ladecase
Der neue Soundcore AeroFit 2 Pro kann aktuell zum Preis von 179,99 Euro auf der offiziellen Website des Herstellers in den drei Farben Schwarz, Weiß und Purple bestellt werden. Bei Amazon gibt es das neue Modell bereits reduziert für 149 Euro mit kostenlosem Versand.
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Warum heißt das Teil Aerofit? Dachte er ist für Windgeräusche optimiert. Das wäre mal ein Detail das ich feiern würde.