Im Interview: Die Macher von WeatherPro und MeteoEarth

Gestern haben wir euch eine ausführliche Hintergrundgeschichte zu Tangled FX geliefert, jetzt folgt ein Interview mit der MeteoGroup.

Die MeteoGroup Deutschland ist für die Apps WeatherPro (iPhone/iPad) und MeteoEarth (iPhone/iPad) verantwortlich. Wie sicherlich viele von euch wissen, sind wir absolute Fans von den im App Store verfügbaren Wetter-Apps. Genau aus diesem Grund haben wir den Entwicklern ein paar Fragen gestellt, das ausführliche Interview findet ihr nachfolgend.


Warum habt ihr euch entschieden „MeteoEarth“ auch für das iPhone anzubieten? Gab es hier aufgrund der Displaygröße Probleme in der Entwicklung?
MeteoEarth basiert auf einer Broadcast-Software, die von MeteoGroup entwickelt wurde und schon seit Jahren europaweit in verschiedenen Fernsehstationen eingesetzt wird, in Deutschland beispielsweise bei RTL. Irgendwann kam uns die Idee, auch Privatanwendern die Möglichkeit zu geben, diese völlig andere Art der Wettervorhersage kennenzulernen. In einer ersten Version haben wir die App ja schon Ende vergangenen Jahres für das iPad herausgebracht – und waren über das positive Feedback und den großen Zuspruch unserer User überrascht und natürlich erfreut.

Klar, dass wir auch die iPhone-User mit ins Boot holen wollten, aber natürlich war die Größe des Displays bei der Entwicklung nicht ganz unproblematisch. Wir haben eine Weile tüfteln müssen, immer wieder neue Ideen gehabt aber auch wieder verwerfen müssen. Letztendlich ist es uns aber doch gelungen, die Animationen so umzugestalten, dass sie auf dem deutlich kleineren Display des iPhone gut funktionieren und ansprechend dargestellt werden. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, haben wir auf bestimmte, speziell auf das iPad abgestimmte Funktionen verzichtet. So ist das Abspeichern von Szenen vorerst nur auf dem großen Bildschirm möglich. Auf der anderen Seite wird es aber auch immer wieder spezielle Funktionen geben, die nur für die iPhone-Version verfügbar sind.

Seid ihr mit den aktuellen Downloadzahlen und dem Feedback der Nutzer zufrieden?
Auf jeden Fall! Der große Zuspruch der iPad-User hat uns ja schon hoffen lassen und wir waren gespannt, ob wir auch den iPhone-Nutzern ein für sie perfektes und ansprechendes Produkt liefern können. Seit Ende März ist die neue App im Store erhältlich und wir erhalten sehr viel positives Feedback, nicht nur in den Reviews des App Stores, sondern auch als Rückmeldung an unseren Support. Auch MeteoEarth for Android kommt sehr gut an. Das macht uns als Entwickler natürlich stolz und froh – und es spornt an, auch diese App ständig weiter zu entwickeln und zu optimieren.

Wie genau gelangen bei MeteoEarth die Wetterdaten in die App? Welche Quelle benutzt ihr?
Ähnlich wie auch im Fall von WeatherPro, nutzen wir in MeteoEarth ein selbst entwickeltes Vorhersagemodell, welches auf Daten des ECMWF – des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts – basiert. Die mittels unseres Modells errechneten Daten werden mehrmals täglich aktualisiert, wandern automatisch zum Server und werden dadurch für unsere Nutzer zum Download bereitgestellt. Das ist ja das Besondere an MeteoEarth: Alle Daten werden immer direkt innerhalb der App auf dem jeweiligen Gerät verarbeitet – so ist man dem Wettermann im Fernsehen immer eine Nasenlänge voraus!

Sind derzeit neue Funktionen für WeatherPro geplant? Wenn ja, worauf können wir uns freuen?
Na klar, wir sind ständig am überlegen, wie wir unsere Apps noch besser machen können bzw. welche neuen Funktionen interessant für unsere Nutzer sein könnten. So tüfteln wir momentan beispielsweise an einer Möglichkeit für ambitioniertere Wetterfreunde, die eigene, private Wetterstation in WeatherPro einzubinden. Außerdem arbeiten wir bereits an der Realisierung von Push-Notifications für unsere Warnungen, was aber noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird. Schon relativ bald werden wir die beiden iPhone-Versionen von WeatherPro und MeteoEarth miteinander verknüpfen – um es auch den iPhone-Nutzern noch leichter zu machen, sich seine Wettervorhersage nach eigenen Wünschen zu gestalten.

WeatherPro und MeteoEarth sind ja miteinander „verbunden“. Wie wurde diese Schnittstelle umgesetzt?
Kommt hier die iCloud zum Einsatz? Wir verwenden die iCloud tatsächlich, allerdings nur im Fall der Favoriten. Dadurch können sich die Nutzer jederzeit sicher sein, dass in WeatherPro neu erstellte Favoriten automatisch auch innerhalb von MeteoEarth ergänzt werden.
Die Verknüpfung beider Apps hingegen, erfolgt basierend auf einer standardmäßigen Verlinkung und wird innerhalb der App(s) realisiert.

Wird die MeteoGroup noch weitere Apps veröffentlichen? Gibt es neue Ideen oder schon gestartet Projekte?
Ideen gibt es natürlich ohne Ende. Wir sitzen regelmäßig zusammen und haben immer wieder Einfälle zu neuen Funktionen für MeteoEarth und WeatherPro – und natürlich auch für komplett neue Applikationen. Leider darf ich zu tatsächlich gestarteten Projekten oder deren Fortschritt nichts Genaues sagen. Aber jeder appgefahren-Leser kann sich sicher sein: Wenn es was Neues von MeteoGroup gibt, hier gibt’s die Infos dazu.

Dem können wir so nur zustimmen. Vielen Dank an Judith Mahro für die ausführlichen Antworten. Am Ende möchten wir noch eine kleine Diskussion anstoßen. Welches ist eure favorisierte Wetter-App? Setzt ihr auch auf WeatherPro beziehungsweise MeteoErath? Oder gibt es noch unentdeckte Apps, die auch wir uns mal genauer ansehen sollten?

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Kommentare 7 Antworten

    1. Wetter.info hat ein rottiges Interface, aber kostenloses Regenradar und damit kann man Regen – zumindest im Raum Hi viel genauer vorhersagen, als mit weather pro.
      Im Alltag nutze ich auch weather pro, weil schicker und Temperaturlinien, aber wenn ichs quasi minutengenau brauche (grillen), kommt das kostenfreie Regenradar von wetter.info zum Zuge.
      Generell: So ganz 100% überzeugt mich die Vorhersagequalität von weather pro nicht, ich habe immer den Eindruck, die Mehrtagesvorhersage ändert sich oft drastisch von Tag zu Tag. Hätte schonmal fast einen Urlaub verschoben, weil 1 Woche Regen angesagt war und es gab dann 1 Woche Sonnenschein 🙂
      Ist halt nur ne Vorhersage.

  1. WeatherPro hat die besten Wetterdaten. Punkt.

    Aber seit dem letzten Update (v3?) leider auch die schlechteste und unübersichtlichste Oberfläche.

    Auf dem iPad geht’s noch. Am iPhone ist sie aber ein klarer Rückschritt.
    Ich würde mir eine übersichtlichere Startseite wünschen.

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