Philips LatteGo Vollautomat: Auch ohne App ziemlich smart

Innovative Technik ausprobiert

Ich muss mich an dieser Stelle einfach mal direkt outen: Ich trinke keinen Kaffee. Und trotzdem erlaube ich es mir, einen Erfahrungsbericht über einen Vollautomat zu schreiben. Denn hier vertraue ich voll auf das Urteil meiner Frau, die ich im Januar mit dem Philips EP5447/90 beglückt habe. Und sie sagt: Der Kaffee schmeckt. Fertig.

Natürlich könnte ich euch jetzt noch erzählen, dass die Philips 5400 Serie stolze „zwölf unterschiedliche Kaffeespezialitäten“ zubereitet, wobei der Hersteller dazu auch heißes Wasser und Milchschaum zählt. Und ich könnte euch die besonders wertvolle Information mitteilen, dass „das Aroma Extract System für die optimale Aromaentfaltung“ sorgt.


Machen wir es kurz: Als Nicht-Kaffee-Trinker bin ich tatsächlich die falsche Person, um die Qualität der Kaffeemaschine insbesondere im Bezug zu anderen Geräten einschätzen zu können. Dafür gibt es im Internet genügend Quellen, wie etwa das folgende YouTube-Video:

Ein Blick auf das innovative Milchsystem

Mir geht es bei dieser Vorstellung um eine ganz andere Sache, nämlich das LatteGo-Milchsystem. Dieses kommt komplett ohne Schläuche aus und ist aus meiner Sicht genau deswegen besonders smart. Ich erinnere mich jedenfalls ungern an eine Nespresso-Maschine und einen Qbo-Automaten zurück, die mit Schläuchen gearbeitet und die Milch zum Teil sogar durch die Maschine gejagt haben. Da kann man spülen und putzen wie man will, nach einer Weile wird die Geschichte einfach ziemlich unhygienisch.

Und genau in dieser Hinsicht finde ich das System, das Philips entwickelt hat, wirklich bemerkenswert. Mit der Wasserdüse erzeugt die LatteGo-Maschine heißen Wasserdampf und damit einen Unterdruck in der „Rinne“, die in die Milchbehälter führt. Mit diesem Saugeffekt wird die Milch in die Aufschäumkammer gesaugt und dort mit dem Wasserdampf unter hoher Geschwindigkeit zu einem cremigen Schaum verwandelt.

Das Resultat finde ich wirklich klasse, denn tatsächlich nutze ich diese Funktion immer mal wieder, um meinen Kakao mit einer Portion Milchschaum zu verfeinern. Wie genau die Technik funktioniert, könnt ihr in einem kleinen Video sehen, das ich für euch aufgenommen habe:

Einfache Menüführung, die aber noch Potenzial hat

Die LatteGo-Technik hat mich wirklich beeindruckt, zumal die Einzelteile sehr einfach zu reinigen sind und es eben keine Stellen gibt, die man nicht sauber bekommt. Ebenfalls punkten kann Philips aus meiner Sicht mit der Menüführung, die wirklich sehr einfach und verständlich ist, selbst für Gäste.

In zwei Punkten sehe ich hier aber tatsächlich noch Luft für Verbesserungen. So lässt sich beispielsweise die Menge des Milchschaums bei Getränken wie einem Latte Macchiato sehr einfach einstellen, allerdings sind die Stufen einfach viel zu groß. So muss man sich etwa zwischen 200 und 270 Millimeter Milchschaum entscheiden – was ziemlich doof ist, wenn 270 Millimeter gerade so nicht ins Glas passen. Aktuell können wir einen Teil unserer Gläser also nur zu zwei Dritteln füllen, was mit einer etwas feineren Abstufung der Milchmenge nicht passieren würde.

Ein weiterer kleinerer Wunsch dreht sich um die Benutzerprofile. Vier Stück bietet die 5400er-Serie der LatteGo-Maschine und sie sind wirklich praktisch, um Getränke-Favoriten zu speichern. Die Profile werden farblich markiert, noch schöner wäre es allerdings, wenn man im Menü jeder Farbe einen Namen zuweisen könnte. Mit dem Touch-Screen und den Auswahl-Tasten sollte das eigentlich nur ein Fall für den Software-Entwickler sein.

Für mich ist das LatteGo-System eine Empfehlung

Abschließend kann ich sagen: Es gibt da draußen sicherlich noch bessere Kaffeevollautomaten, preislich geht es da ja auch locker mal in den vierstelligen Bereich. Mich persönlich hat das LatteGo-System aber wirklich überzeugen können, denn es ist einfach zu bedienen und trotzdem sehr leicht zu reinigen.

Aktuell ist das von mir gewählte Modell, die Philips EP5447/90, leider nicht überall zu bekommen. Das kann sich aber schnell ändern, ich habe beispielsweise bei Saturn spontan für 649 Euro bestellen können. Es gibt auch noch einige andere Modelle, die über die gleiche LatteGo-Technik verfügen, aber zum Teil ein paar Kaffeespezialitäten weniger zaubern können. Klickt einfach auf den Shop-Button in der folgenden Box, um zur Übersicht der Modelle bei Saturn zu gelangen.

Philips Vollautomat mit LatteGo

Ver­fei­nern Sie je­de Tas­se Kaf­fee mit sam­tig-cre­mi­gem Milch­schaum. Das Lat­te­Go Milch­sys­tem mischt Milch und Luft un­ter ho­her Ge­schwin­dig­keit in der in­no­va­ti­ven Auf­schä­um­kam­mer. Der cre­mi­ge Milch­schaum flie­ßt im An­schluss mit ge­nau der rich­ti­gen Tem­pe­ra­tur in Ih­re Tas­se. Das Lat­te­Go Milch­sys­tem be­steht aus 2 Tei­len, kei­nen Schläu­chen und ist so­mit in Se­kun­den­schnel­le hy­gie­nisch rein.

ab 349 EUR

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Kommentare 13 Antworten

  1. Kann man bei den neunen Maschinen mittlerweile nicht mehr die Menge an Milch und Kaffee je Getränk separat einstellen?
    Wir haben die erste LatteGo seit mittlerweile drei Jahren. Anfänglich auch sehr begeistert überlege ich sie wieder raus zu hauen. Geschmack und Milchschaum sind gut, aber was mich (da der Kaffeekonsum auch gestiegen ist) wirklich stört:
    – kleiner Wassertank
    – kleiner Bohnenbehälter
    – Milchsystem reicht nur für eine Tasse (bei jedem Getränk muss Milch nachgegossen werden)
    Aber das schlimmste, nach spätestens 1,5 Jahren muss der Milchbehälter gewechselt werden. Beim ersten waren die Dichtungen undicht, der zweite ist gerissen und der dritte ist jetzt auch wieder durch. Hinzu kommt, dass einfaches Ausspülen nicht ausreicht, da sich sonst die kleinen Kanäle am Behälter mit der Zeit mit Milchfett zusetzen.
    Ansonsten tolle Maschine die bei uns schon ca. 7500 Tassen gebrüht hat.

    1. Es lassen sich alle Mengen bei den Getränken separat einstellen und speichern. Nur eben sind mir die Sprünge zwischen den einzelnen Stufen bei manchen Getränken halt zu groß. Bei Wassertank und Bohnenbehälter habe ich ehrlicherweise keinen Vergleich, daher kann ich dazu nichts sagen. Milch reicht auch bei Latte für zwei Portionen für uns. Was die Haltbarkeit des Milchbehälters angeht, kann ich nach so kurzer Zeit natürlich nichts zu sagen. Ab und zu wird der bei uns aber einfach in die Spülmaschine wandern.

      1. Bei den alten Modellen konntest du lange auf die Ausgabetaste drücken und dann kam genau die Menge Milch/Kaffee raus, wie du wolltest und dass konntest du speichern. Da gab es keine vorgegeben Mengen zwischen denen du auswählen kannst.
        Bzgl. der Spülmaschine, da wandert unser System auch min 1x die Woche rein. Ich denke, dass dadurch das Plaste auch so spröde wird. Trotzdem solltet ihr die Kanäle für die Milch öfters richtig säubern.
        Achso, sind die neuen Modelle beim Zubereiten des Milchschaums immer noch so laut wie ein startender Düsenjet?

        1. Okay, da muss ich ehrlicherweise noch mal ins Handbuch schauen.

          Bei der Lautstärke fehlt mir der Vergleich, aber in einem Video, ich meine sogar in dem hier aus dem Artikel, wurde gesagt, dass die neueren Modelle deutlich leiser geworden sind.

  2. Philips war doch bekannt für das extrem laute milchsystem ?! Haben die das inzwischen in den Griff gekriegt? Im Video hört es sich leise an.

    1. Ich habe wie gesagt keinen Vergleich, da ich de alte Maschine nicht kenne. Ich habe allerdings Meinungen gelesen/gehört, dass es wohl leiser geworden ist bei den neuen Modellen.

  3. Was kann ich Kaffee Kaufen mit dem gesparten Geld. Meine Bialetti und der Händische Milchaufschäumer sind , leise, gut zu reinigen, in der gewünschten Menge dosierbar, kosten keine 80€ und sind Kult seit 60 Jahren. Man kann das Leben einfach sein.

      1. Maximale Zustimmung!
        Die „Kaffeeszene“ und vor allem der Genuss, sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Kaffeebecher aus Plastik, mit Deckel und ToGo sind eine echte Schande. Ich kann Automaten absolut nichts abgewinnen. Zum Glück gibt es wieder kleine, lokale und kreative Anbieter von Kaffee und Zubehör, die wissen den Spaß an dem Getränk zu erhalten.

    1. Ist dann aber natürlich echte Geschmacksache – im Sinne von „Geschmack“. Die gute Bialetti macht ja keinen typischen (Brüh-)Kaffee aber eben auch keinen echten Espresso, sondern einen Mokka.
      Ich hatte die auch mal, will aber als reiner Espressotrinker meine Maschine heute nicht mehr missen.

      1. Aber du trinkst den dann ja nicht aus dem Vollautomaten, sondern Siebträger. Was anderes käme da dann nicht in Frage für mich. Den Arbeitsalltag bestreite ich ja auch mit einer Filterkaffee-Maschine. Schlimmer geht immer.

  4. Was wirklich in kaum einen Test erwähnt wird ist der Reinigungsaufwand und die Nebenkosten (Reinugungstabletten, Entkalket, Filter, usw).
    Teilweise kann man nicht die Brühgruppe zum reinigen entfernen.
    Das fehlt hier komplett

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