Buchpreisbindung: Neuigkeiten vom Abmahnanwalt

Am vergangenen Dienstag haben wir über die Apples Abmahnung in Sachen iTunes-Karten berichtet. Heute wollen wir euch auf den neuesten Stand bringen.

Erst am Samstag gab es reduzierte iTunes-Karten, am Montag geht es wie berichtet bei Rewe und Kaufpark in die nächste Rabatt-Runde. Mittlerweile hat Apple auch auf die Abmahnung reduziert, die das Unternehmen aus Kalifornien in der vergangenen Woche erhalten hat. Preisbindungstreuhänder hatten Apple vorgeworfen, dass man mit reduzierten iTunes-Karten gegen die Preisbindung von Büchern (in diesem Fall eBooks) verstößt. Einen ausführlichen Artikel zum Thema findet ihr hier.

„Apple hat sich nach Zugang der Abmahnung wieder mit uns in Verbindung gesetzt“, wird der abmahnende Anwalt Christian Russ von buchreport.de zitiert. „Offenbar gilt es vor allem, technische Probleme zu lösen, da man den iTunes-Karten nicht ansieht, zu welchen Preisen sie erworben wurden.“

Technisch dürfte es kein großes Problem sein, den Verkaufspreis einer iTunes-Karte auf den Apple-Servern zu vermerken. Beim Kauf wird die Karte ohnehin erst durch einen doppelten Scan an der Kasse über eine Internetverbindung scharf geschaltet. Damit dürfte alles darauf hinauslaufen, dass man bald keine Bücher mehr mit reduziertem Guthaben kaufen kann. Apps, Musik und Filme dürften davon aber nicht betroffen sein.

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Kommentar: Beenden Buchhändler die iTunes-Rabatte?

Buchhändler, die reduzierte iTunes-Karten verbieten? Was kurios klingt, könnte schon bald Realität werden.

Bereits vor einigen Wochen wurden wir von einigen Lesern auf entsprechende Berichte auf dem Branchenportal buchreport.de aufmerksam gemacht. Damals wollten wir die Sache nicht ohne Grund breit treten, mittlerweile hat Apple aber sogar eine Abmahnung kassiert und einige andere Blogs haben das Thema aufgegriffen. Grund genug für mich, meinen Senf zur Sache abzugeben.

Alles dreht sich um die zahlreichen Rabatt-Aktionen der iTunes-Karten, die ja bei euch nicht ohne Grund besonders beliebt sind. Den Preisbindungstreuhändern, allen voran vertreten durch die Kanzlei Fuhrmann-Wallenfeld (im Auftrag des Deutschen Buchhandels) ist das allerdings ein Dorn im Auge.

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