Apple informiert Kunden: So wird die Mehrwertsteuer für Abos rückerstattet

Automatische Rückzahlung über aktuelle Zahlungsmethode

Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 gilt in Deutschland ein gesenkter Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent. Dieser gilt natürlich auch für Apple und wurde beispielsweise im Apple Online Store pünktlich umgesetzt, wodurch sich ziemlich krumme Preise ergeben haben. Etwas anders sieht es bei digitalen Abonnements aus, etwa für die iCloud.

So kostet beispielsweise ein iCloud-Speicherplan mit 2 TB Speicherplatz weiterhin 9,99 Euro, obwohl statt 19 Prozent aktuell nur 16 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen werden. Apple hat einfach den Netto-Betrag um ein paar Cent erhöht und sich so zunächst etwas mehr Geld in die eigene Tasche gesteckt.


Schon in den vergangenen Wochen hatte man angekündigt, den betroffenen Kunden eine nachträgliche Rückerstattung anzubieten. Wie genau das funktioniert, schreibt Apple heute in einer Support-Mail:

Die Bundesregierung hat die Mehrwertsteuer mit Wirkung vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 vorübergehend gesenkt. Apple gewährt freiwillig eine teilweise Rückerstattung deiner sich automatisch verlängernden Abonnements, die seit dem 1. Juli 2020 in Rechnung gestellt wurden.

Die Rückerstattung erfolgt monatlich während des Zeitraums, in dem die Mehrwertsteuersenkung wirksam ist und spiegelt die Summe des finanziellen Vorteils wider, der durch die Senkung für deine in Deutschland erworbenen qualifizierten Abonnements beabsichtigt ist.

Apple gewährt für deine qualifizierten Abonnements, die während des Monats Juli berechnet wurden, eine Rückerstattung in Höhe von 0,25 €. Es kann bis zu 30 Tage dauern, bis diese Mittel deiner aktuellen Zahlungsmethode gutgeschrieben werden.

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Kommentare 24 Antworten

      1. Das wiederum stimmt natürlich… aber dann dürfen sie trotzdem nur 16% MWSt. nehmen und müssen das Produkt an sich teurer machen. Und das auch transparent machen…

        1. Das haben sie doch gemacht.
          Die Nettopreise wurden angehoben.
          Steht auch im Artikel:

          „So kostet beispielsweise ein iCloud-Speicherplan mit 2 TB Speicherplatz weiterhin 9,99 Euro, obwohl statt 19 Prozent aktuell nur 16 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen werden. Apple hat einfach den Netto-Betrag um ein paar Cent erhöht und sich so zunächst etwas mehr Geld in die eigene Tasche gesteckt.“

  1. Es ist und bleibt die mit Abstand dämlichste Entscheidung mit dem größtmöglichen Bürokratiewahnsinn der letzten 100 Jahre! Wer sich so etwas hat einfallen lassen sollte direkt sein Mandat zurückgeben!

    1. Wenn Umsatzsteuer aufgeschlagen wird, muss sie auch in dem Land abgeführt werden.

      „Die Mehrwert- oder Umsatzsteuer – beide Begriffe werden im deutschen Sprachgebrauch mit Ausnahme der Schweiz synonym gebraucht – wird in Irland als Value Added Tax, kurz VAT, bezeichnet. Sie ist eine indirekte Steuer, die nicht von den Unternehmen, sondern vom Verbraucher getragen wird. Der Unternehmer kassiert lediglich die Mehrwertsteuer für das Finanzamt, zahlt Sie aber nicht selbst.“
      Quelle: https://www.easy-ireland.ie/infothek/irische-mehrwertsteuer-value-added-tax-vat

  2. „Wer den Pfennig nicht ehrt ist de Talers nicht wert“

    Ich freue mich trotzdem über die Rückerstattung.
    Verstehe eigentlich generell die ganze Kritik an der MwSt-Senkung nicht.
    Wir die Steuer erhöht passt’s nicht, wir die Steuer gesenkt passt’s auch nicht , weil zu wenig, usw…

    1. Das Problem hierbei ist der bürokratische Aufwand, der die Wirtschaft mehr kostet als sie den Endverbraucher bringt. Da wären andere Modelle sinnvoller gewesen

    1. Na, mal am Beispiel Gastronomie: der Gastronom ermittelt mit dem Steuerberater oder der Bank einen Bedarf von 20.000€, bekommt dieses Geld dann von seiner Bank um seinen Betrieb nebst Nettolöhnen einzufrieren um dann wenn es wieder los geht mit seinen nie in Schieflage geratenen Mitarbeitern zu starten. Der Gastronom bekommt dann 5% auf seine Umsatzsteuer, welche direkt als Tilgung und Zinszahlung an die Bank geht bis das Geld abbezahlt wurde. Das ließe sich auf alle Bereiche ausdehnen. Was aber bringt eine MwSt. Senkung für Menschen, welche in Kurzarbeit stecken oder Unternehmen die in Schieflage stecken? Denn eines ist mal sicher: wenn ich nicht essen gehe, dann esse ich auch in drei Monaten nicht das doppelte oder gehe zweimal ins gleiche Konzert.

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