Parkschein per App: Habt ihr diese Technik schon ausprobiert?

Gebühren und etliche Anbieter als Hindernis

Vor ein paar Monaten habe ich meinen Parkschein im Sommerurlaub in Büsum per App bezahlt und ab sofort gibt es auch hier bei uns in Bochum die Möglichkeit des Parkscheins per App. Eine wirklich tolle Technik, die allerdings mindestens zwei Haken hat.

Kommen wir zunächst einmal zur Ausgangssituation: Man parkt sein Auto und muss einen Parkschein ziehen. Den bekommt man im Normalfall am Parkscheinautomaten. Hier wiederum muss meistens Bargeld eingeworfen werden, Wechselgeld gibt es in vielen Fällen nicht. Ausgedruckt wird ein kleines Zettelchen, das man dann gut sichtbar ins Auto legt. Wirklich praktisch ist das nicht.


Und genau hier kommen nun die passenden Apps ins Spiel. Nach der Registrierung und Angabe des Kennzeichens kann man einfach einen digitalen Parkschein lösen und im Anschluss per PayPal, Kreditkarte oder Lastschrift bezahlen.

Bei den verschiedenen Anbietern gibt es zudem weitere Extras. Bei Park Now (App Store-Link) wird nach einer Mindestparkzeit minutengenau berechnet und die angesammelten Parkgebühren werden am Ende des Monats auf einen Schlag abgebucht. Bei PayByPhone (App Store-Link) zahlt ihr jeden einzelnen Parkvorgang einzeln, könnt euren digitalen Parkschein aber auch per App verlängern – wenn es beispielsweise beim Arzt oder Einkaufen länger dauert als geplant.

Für jeden Parkvorgang wird eine Service-Gebühr fällig

Eigentlich ist der digitale Parkschein per App eine Sache, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Wenn da nicht zwei Haken wären: Zunächst einmal werden bei quasi allen Anbietern zusätzlichen zu den Parkgebühren auch zusätzliche Service-Gebühren fällig. Ich finde: Diese Service-Gebühr sollte in den Parkgebühren enthalten sein bzw. von der Stadt übernommen werden. Schließlich profitiert die am Ende des Tages auch davon, dass beispielsweise weniger Kleingeld aus den Automaten eingesammelt werden muss.

Der zweite Punkt: Es gibt etliche Anbieter. Park Now und PayByPhone habe ich schon genannt, bei einer kleinen Suche im App Store habe ich zudem HandyParken München, EasyPark, We Park, Park and Joy und einige andere Anbieter entdeckt. Für mich als Nutzer in einer fremden Stadt heißt das: Ich muss erst einmal herausfinden, mit welcher App ich denn überhaupt bezahlen kann, mir diese im Zweifel noch herunterladen und mich dann auch noch registrieren. Ich kann absolut verstehen, dass genau das eine Hemmschwelle für viele interessierte Nutzer ist.

Daher abschließend auch die Frage an euch: Habt ihr schon einen digitalen Parkschein per App gelöst? Wie findet ihr diese Technik? Was würdet ihr verbessern, was klappt bereits gut?

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Kommentare 43 Antworten

  1. Ich nutze seit Monaten ParkNow und bin sehr zufrieden damit. Klar, es gibt die Service Gebühr aber gerade wenn ich mal länger parke habe ich selten genug Kleingeld dabei. Ich bin sehr zufrieden damit.

  2. Ich benutze das in München. Passiert nicht oft, aber da hat man in München echt mal was richtig gemacht: feste Parkzeit einstellbar oder flexibel mit Start/stop, keine Servicegebühren sondern gleiche Preise wie am Automaten. Ich mach das eigentlich nur noch so.
    Aber klar, bundesweit wie immer Flickenteppich wie auch beim ÖPNV-Drama.

    1. Immer das gemeckere wegen eines Flickenteppichs. Die ÖPNVs sind unterschiedliche Firmen! Ich erwarte ja auch nicht, dass Aldi, Lidl und Rewe denselben online Lieferservice haben…

      1. @schlupp: Aber die vielen Einzelhändler nutzen einige wenige Zahlungsdienstleister. Es geht also doch. Warum sollte das nicht auch bei Park-Apps funktionieren?

  3. Bisher nicht genutzt. Solange es zig verschiedene Apps gibt, und dann auch noch pro Stadt unterschiedlich, befasse ich mich damit nicht näher. Wenn es eine einheitliche App gibt, die überall funktioniert, schau ich mir das näher an. Am besten eine mit dem Bundesadler drauf 😉

  4. Also ich nutze EasyPark schon seit vielen Jahren und bin seit der Einführung dabei. Damals startete man den Parkvorgang noch per Anruf bzw. SMS. Ich finde es nach wie vor sehr praktisch, parke aber auch nur gelegentlich in Parkraumbewirtschafteten Zonen. Ich sehe für mich den größten Vorteil, dass man seine Parkzeit individuell angibt und sie bei Bedarf auch spontan verkürzen oder verlängern kann, ohne zurück zum Auto zu müssen. Das macht dann die Extragebühr wieder wett.

  5. Ich benutze alle drei in dem Artikel erwähnten Apps; häufiger jedoch WePark. Bis vor Kurzem haben Vattenfall-Kunden monatlich einen Gutschein-Code über 5€ für WePark geschenkt bekommen (jetzt leider nicht mehr). Aber auch so nutze ich die App sehr gerne.
    Wenn ich in der Innenstadt draussen im Cafe sitze und mein Auto im Blickfeld habe, kann ich sogar blitzschnell das entgeltliche Parken einschalten (wenn Ordnungsamt wieder unterwegs ist).
    Finde ich besonders praktisch..🤭

  6. Ich wollte vor Kurzem EasyPark nutzen, doch beim buchen kam der Hinweis ein Schild „bezahlt mit EasyPark“ in die Windschutzscheibe zu legen. Wo sollte ich das so spontan hernehmen? Fand ich total daneben.

  7. Nutze ParkNow und bin zufrieden. Konnte bis jetzt in allen Städten, in denen ich war bezahlen. Besonders gut von den Features finde ich die Erinnerung aufs Handy, dass die Parkzeit abläuft.

  8. Die Parkraumbewirtschaftung sollte in kommunaler Verantwortung bleiben. Mit Reklame übersäte Parkautomaten verschandeln das Stadtbild. Die Flut an Anbieter lässt einen verzweifeln und die Kosten fürs Parken steigen eklatant. Nutznießer sind die Parken-Start Ups.

    1. Das bleibt es doch auch. Die Apps sind nur ein Zusatz, zu den man nicht gezwungen wird. Gelder kommen so oder so in die Kasse der Kommune. Nur die Zusatzgebühren behält der Anbieter. Ich finde es gut, wenn einem mehrer Wege angeboten werden.
      Und auf steigende Kosten, dafür kann nur deine Kommune etwas, vielleicht nächstens eine andere Partei wählen, die nich gegen Autofahrer ist.

  9. So wie ich…
    Disney+, Netflix & PrimeVideo,
    Whatsapp, SMS, Threema & Telegram,
    Voi, Tier, Lime & Circ,
    Xing & LinkedIn,
    Numbers, Excel & GoogleTabellen nutze,
    nutze ich auch HandyParken München und PayByPhone.

    Wo haben wir denn die EINE App die den EINEN Service für uns vollumfänglich abdeckt?

      1. Natürlich sind es unterschiedliche Tabellen 😀
        – Bei Numbers finde die Formularfunktion gut (je nach Use-Case)
        – Excel ist der Klassiker und
        – Google für alles was Arbeiten mit Anderen an derselben Tabelle erfordert

  10. Ich habe letztens den Parkschein per Applepay bezahlt, das finde ich dann noch am bequemsten! Hab ich aber leider auch das erste mal gesehen, war oben an der Ostsee.

  11. In Österreich bzw. Wien ist das eigentlich seit Jahren ganz normal über App. Keine Zusatzkosten, Aufladung über Kreditkarte und die Kontrolleure checken das über das Kennzeichen. Parkautomaten gibt es in Wien gar nicht!

  12. Das Problem ist doch nicht die App – wir haben doch hunderte Apps auf dem Phone und brauchen noch mehr. Das Problem ist, dass man für jede dämliche Park-App ein Schild ins Fenster legen muss. Ok, wie sonst soll man sich für die Knolle schützen Ergo: Muss sein. Tipp: vergesst die Park-App und legt einfach das Schild ins Fenster. Solange es klappt wird gespart.

    Und ihr Heilsusen: Wenn ihr nicht wisst welche App wo funktioniert, dann fragt Alexa, Siri oder eure Mudda. Eure Hilflosigkeit ist echt erbärmlich. Schiebt hier ne Welle mit euren fetten Phone und wisst nicht damit umzugehen. Also echt mal.

    1. Hallo Äppile, danke für diesen konstruktiven Beitrag.

      Das Wort ‚konstruktiv‘ kannst du bei Bedarf googlen (oder deine Mudda fragen).

      Grüße, Heilsuse

    2. Toller Tonfall, den Du da für die „Heilsusen“ anschlägst. An Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbieten. Zum Thema: ich benutze seit Jahren Easypark – das funktioniert ganz gut (nachdem ich anfänglich noch ständig Straftickets bekam, weil die Hamburger Polizei offensichtlich nicht über neue Bezahlmethoden infomiert war…). ParkNow habe ich – aber noch nicht genutzt.

  13. bayreuth, easypark, hieß vorher anders und war bis auf die app günstiger, aber mit easypark läufts ganz gut und so oft park ich auch nicht und da ich nie kleingeld dabei hab geht das schon noch. ich stelle immer mehr ein und wenn ich früher zurück bin dann kann ich es jederzeit stoppen, find ich praktisch.

  14. Leider ist in den meisten Fällen eine zusätzliche Service-Gebühr fällig. Diese sollte eigentlich der Bewirtschafter des Parkraum tragen, da er derjenige ist, der dadurch spart. Es müssen z. B. keine Parktickets mehr gedruckt werden und das Geld muss auch nicht mehr abgeholt und und zur Bank gebracht werden, die wiederum u. U. auch noch Gebühren für die Geldbearbeitung in Rechnung stellt. Außerdem sollte aus Vereinfachungsgründen ein einheitliches System genutzt werden. Ich brauch ja schließlich nicht auch für jeden Geldautomaten oder jede Tankstelle eine extra Karte.

  15. Conti Parkkarte keine Servicegebühren beste Preise.
    Keinen Kontakt mit Menschen am Zahlschalter für mich in Köln perfekt, hat aber auch in Berlin gut geklappt.
    Habe kein Datenschutzproblem mit der Karte.

  16. Ich sehe es schon kommen, das wird wieder so ein Chaos wie bei den ganzen E-Scooter APPs.
    Ich habe 7 Apps für verschiedene Städte.
    Allein für Stuttgart muss ich drei (Lime-Tier-Voi) nutzen, um einen passenden Scooter in der Nähe zu finden.
    Das is mitunter manchmal echt lästig, wenn man es eilig hat.
    Ich stell mir das ganze jetzt mit den Park Tickets so ähnlich vor.

  17. In Duisburg kann man mittlerweile alle gängigen Anbieter nutzen.
    Ich selbst nutze seit Jahren EasyPark wo es geht. Einfach, nur eine Servicegebühr von 7ct pro Buchung (egal wie lange) und der Parkvorgang kann jederzeit kostenlos abgebrochen werden. Ich habe auch noch PayByPhone finde ich aber nicht gut weil man einen kostenpflichtigen Account benötigt um Parkvorgänge frühzeitig abzubrechen.

  18. Ich nutze seit Jahren EasyPark und seit vielleicht 3 Jahren PayByPhone bzw. wie das vorher hieß. Servicegebühr finde ich ok, denn netto spare ich durch die Start-Stopp-Möglichkeit, wie im Parkhaus. Außerdem habe ich nie passendes Kleingeld. Ich habe einen handgeschriebenen Zettel „Handyparken“ innen an die Scheibe gepappt, funktioniert in verschiedenen Städten und Ländern wunderbar.

  19. Ich benutze die ,EasyPark‘ App schon seit ca. 2 Jahren und bin bestens zufrieden. Minutengenaue Abrechnung, sehr übersichtlich u. Einfach gestaltet. In meinen Augen, absolut simpel zu bedienen! Für mich die aktuell beste App!!😌👌🏻

  20. Ich nutze EasyPark. Die scheinen mir die beste Abdeckung zu haben, hier, aber auch im Ausland nuztbar. Einfach genial. Auch wenn ich eine Servicegebühr zahlen muss, ist es nicht so wild. Da ich Verlängern und frühzeitig stoppen kann – ist schon oft passiert – ist es entweder günstiger aber mindestens genauso teuer wie am Automaten. Vorher habe ich in der Regel immer am Parkscheinautomaten zu viel bezahlt oder auch mal ein Knöllchen bekommen. Was will man mehr.
    In Hamburg und Berlin gibt es sogar die Funktion einen freien Parkplatz zu finden…woanders habe ich es nicht ausprobiert…aber das ist eine super Hilfe 🙂

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