Diskussionen um Tim Cook: Bleibt er als Apple-CEO oder sollte er seinen Hut nehmen?

Diskussionen um Tim Cook: Bleibt er als Apple-CEO oder sollte er seinen Hut nehmen?

Neue Informationen von Bloomberg

Fassade mit weißem Apple-Logo

Nachdem Apple-CEO Steve Jobs unheilbar an Krebs erkrankt war, übernahm seit 2011 Tim Cook immer mehr Führungsverantwortung bei Apple und wurde schlussendlich zum Geschäftsführer ernannt. Seitdem ist einige Zeit ins Land gegangen, und immer wieder wird die Frage gestellt, „Wie lange bleibt Tim Cook noch CEO bei Apple?“

Im neuen Power On-Newsletter von Mark Gurman bei Bloomberg ist zu lesen, dass ein größerer Führungswechsel bei Apple wohl noch sehr weit entfernt in der Zukunft liegt. Zwar gab Apple in der vergangenen Woche an, dass der langjährige COO Jeff Williams das Unternehmen verlassen und durch Sabih Khan ersetzt werde, allerdings scheint CEO Tim Cook weiter fest im Sattel zu sitzen. Gurman schreibt bei Bloomberg:




„Trotz der größten Apple-Krise seit Jahren – dem Debakel mit der künstlichen Intelligenz – hat sich Cook einen ähnlichen langen Atem wie andere Industriekapitäne erworben. Man denke an Bob Iger, den 74-jährigen CEO von Walt Disney Co. oder Jamie Dimon, den 69-jährigen Chef von JPMorgan Chase & Co. Obwohl Cook im November 65 Jahre alt wird, ist es wahrscheinlich, dass er noch mindestens ein halbes Jahrzehnt an der Spitze des iPhone-Herstellers stehen wird.

Jeff Williams, Cooks langjährige Nummer 2, hat gerade angekündigt, dass er im Laufe dieses Jahres in den Ruhestand gehen wird. Das bedeutet, dass es keinen unmittelbaren Nachfolger gibt, der das Ruder übernehmen könnte. Es gab auch keine internen Anzeichen dafür, dass Cook bereit ist, das Unternehmen zu verlassen oder mit der Suche nach einem Nachfolger zu beginnen.“

In einem großen Konzern wie Apple dürfte es erwartungsgemäß mehrere Jahre dauern, um einen CEO-Wechsel vorzubereiten. Es müsste also schon jetzt einige Anzeichen bei Apple geben, wenn sich Tim Cook entscheiden würde, in absehbarer Zeit in den Ruhestand zu gehen – was derzeit allerdings nicht der Fall ist.

„Apple läuft Gefahr, Opfer zu werden“

Von einer anderen Seiten jedoch kommt Kritik am Festhalten Cooks als Apple-CEO. Das Marktforschungsunternehmen LightShed Partners ist der Auffassung, dass Apple die Ablösung von Tim Cook als CEO in Betracht ziehen sollte. In einem weiteren Artikel bei Bloomberg geben die Analysten Walter Piecyk und Joe Galone an, dass „Apple jetzt einen produktorientierten CEO braucht, nicht einen, der sich auf die Logistik konzentriert“.

Bloomberg stellt darüber hinaus auch fest, dass die Apple-Aktie in diesem Jahr hinter Konkurrenten wie Microsoft und Meta „stark zurückgeblieben“ sei, nachdem sie im Rennen um überzeugende KI-Funktionen an Boden verloren hat. Die Apple-Aktie ist im Jahr 2025 um 16 Prozent gefallen, während Meta um 25 Prozent und Microsoft um 19 Prozent zugelegt haben. In einer Notiz, die LightShed Partners der eigenen Kundschaft zur Verfügung stellte, heißt es:

„Ein Versäumnis im Bereich der künstlichen Intelligenz könnte den langfristigen Kurs des Unternehmens und seine Fähigkeit, überhaupt zu wachsen, grundlegend verändern. KI wird die gesamte Weltwirtschaft umgestalten, und Apple läuft Gefahr, eines der Opfer zu werden.“

Es gilt gleichzeitig aber auch zu bedenken, dass der aktuelle Einbruch der Apple-Aktie in einem Gesamtbild dargestellt werden muss. Seit dem Antritt von Tim Cook als Apple-CEO hat die Apple-Aktie über 1.400 Prozent zugelegt, verglichen mit 430 Prozent für den S&P 500-Aktienindex.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 5 Antworten

  1. Tim Cook is mehr Verkäufer als Visionär. Für mich ist diese Politik sämtliche Marktsegmente bedienen zu wollen falsch,siehe diese teure Brille, viele iPhone/iPad Modelle und bald auch noch dieser Fold Aktionismus… Es wird Zuviel auf andere Hersteller geschaut, anstatt Vorreiter zu sein. Bei einigen Sachen ist es sicher notwendig (KI und Sprach Assistent z.b.) aber da versagt Apple gründlich bis jetzt. Ich bin einfach der Meinung, das Steve es besser gemacht hätte.

  2. Aus meiner Erfahrung braucht jedes Unternehmen für seine jeweilige Entwicklungsphase einen entsprechenden CEO. Deshalb sollte man zuerst klären, in welcher Phase sich denn das Unternehmen befindet und was das Unternehmen gerade braucht. Entwicklung/Innovation, Produktion und Skalierbare Mengen oder aber Kostendruck etc. Für jede dieser Phasen braucht es in der Regel einen eigenen Chef, der sich mit der jeweiligen Phase gut auskennt. Heisst, ein super Innovator muss sich nicht zwangsläufig auch mit dem Thema Kostenoptimierung auskennen. Nur leider glauben viele CEO´s, dass sie alles können und viele Unternehmen wissen ein Lied davon zu singen. Gewechselt wird dann meist, wenn es schon zu spät ist.

  3. So sehr ich Fan von Steve Jobs bin, so sehr bin ich ich davon überzeugt, dass er heute der falsche CEO für Apple wäre. Seine Art ein Unternehmen zu führen, ist aus meiner Sicht ein Anachronismus.

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