Dyson V15 ausprobiert: Erschreckend beeindruckende Technik in einem Staubsauger

Warum liegt hier überall Staub?

Nachdem ich vor eineinhalb Wochen aus dem Urlaub zurück nach Hause gekommen bin, hat mich bereits ein Paket erwartet: Der Dyson V15 Detect. Die neueste Generation des Akku-Staubsaugers von Dyson bringt vor allem zwei große Neuerungen: Einen Laser, der Staub sichtbar machen soll, und einen Sensor, der die aufgesaugten Staubpartikel zählt. Ich sag es einfach mal: So ein Zeug ist genau mein Ding.

Daher will ich mich in diesem Artikel auch explizit rund um die Erfahrungen mit diesen beiden Neuheiten kümmern, bevor es danach dann noch ein paar allgemeine Infos rund um den Staubsauger gibt. Kaufen könnt ihr den Dyson V15 Detect beispielsweise direkt beim Hersteller, der Preis liegt bei 699 Euro für die normale Variante und 829 Euro für die Complete-Edition mit Zusatz-Akku, Ladestation und Verlängerungsschlauch.


So erschreckend beeindruckend arbeitet der Laser-Sensor

Ihr kennt das Phänomen ja vielleicht: Ihr habt gesaugt, kurze Zeit später scheint die tief stehende Sonne durchs Fenster und zeigt euch, dass ihr doch nicht ganz so ordentlich wart. Ganz ähnlich kann man sich den integrierten Laser in der neuen Bodendüse vorstellen. Dyson beschreibt die Technik wie folgt:

Die Dyson-Ingenieure integrierten eine grüne Laserdiode in die Slim Fluffy Bodendüse und positionierten sie präzise in einem Winkel von 1,5 Grad, 7,3 mm über dem Boden. Das ermöglicht, dass versteckter Staub auf der Bodenoberfläche, der sonst mit dem bloßen Auge nicht sichtbar wäre, erkannt und entfernt werden kann.

In einem Haushalt mit Katze und Kleinkind und dunklem Laminatboden kann ich nur sagen: Dieser neue Laser fördert erschreckendes zu Tage. Spätestens wenn er in Ecken strahlt, in denen man zuvor nicht unbedingt immer so ordentlich gesaugt hat, sorgt er für ein Mischung aus Verwunderung und Erschrecken.

Die Reichweite des Lasers liegt je nach Helligkeit der Umgebung zwischen 10 und 30 Zentimetern. Er erkennt dank dieser neuen Technik also nicht, dass ihr am anderen Ende des Raums noch nicht ordentlich gesaugt habt. Viel mehr hilft er dabei, gerade in Ecken oder unter Möbeln zu zeigen, dass man gegebenenfalls noch mal etwas gründlicher arbeiten muss.

Sicherlich kann man auch ohne Dyson V15 Detect ordentlich saugen und auch solche Stellen sauber halten. Mit dem Laser-Sensor klappt das aber vielleicht doch noch etwas besser. 

Die Sache mit der Anzahl der Staubpartikel

Eine weitere Neuerung steckt im Inneren des Dyson V15 Detect. „Ein piezoelektrischer Sensor berechnet kontinuierlich die Anzahl und Größe der aufgesaugten Staubpartikel“, heißt es auf der Website von Dyson. 15.000 Mal pro Sekunde werden die Partikel gezählt, wobei akustische Schwingungen in ein elektrisches Signal umgewandelt werden. Auf dem Display des Saugers könnt ihr dann sehen, wie viele Millionen Partikel welcher Größe schon aufgesaugt wurden.

Auf eine Bestenliste mit Online-Ranking müssen wir zwar noch verzichten, tatsächlich erfüllt der Sensor aber auch einen praktischen Zweck: Sobald er eine größere Staubmenge erkennt, wird die Saugleistung erhöht. Das klappt tatsächlich sehr gut – etwa wenn man nach ein paar Tagen mal wieder unter dem Sofa saugt. Praktisch war die Anpassung der Saugleistung bei uns auch, wenn rund um das Katzenklo gesaugt wurde. Man muss hier nicht mehr manuell die Saugleistung erhöhen, der Dyson V15 erledigt das von ganz alleine.

Das hat sich beim Dyson V15 Detect sonst noch getan

Eine kleine, aber durchaus bemerkbare Änderung ist die Größe der Bodendüse mit Laser. Diese ist deutlich kompakter als die bisherige Bodendüse und das macht sich in der Praxis tatsächlich positiv bemerkbar. Das Handling ist einfacher und ich komme ohne Wechsel der Düse an ein paar Stellen, die zuvor nicht oder nur schlecht erreichbar waren.

Ebenfalls neu ist die Mini-Elektrobürste, die sich prima zum Absaugen von Sofa oder Matratze eignet. Vor allem in Haushalten mit langen Haaren dürfte sich die neue Form der Bürste positiv bemerkbar machen. So wird verhindert, dass sich etwas in der Düse verheddert. Und auch hier muss man den Hut vor Dyson ziehen: Es funktioniert wirklich. Testweise habe ich ein über zwei Meter langes Band einsaugen können, ohne dass etwas hängen geblieben ist.

Zudem hat Dyson die Saugleistung im Vergleich zum Vorgänger noch einmal erhöhen können, wobei man hier ganz klar sagen muss, dass insbesondere die motorisierten Bürsten einen Großteil zum sehr guten Saugergebnis beitragen.

Nur eine Sache verstehe ich weiterhin nicht: Es gibt immer noch keinen Knopf, um den Dyson V15 Detect dauerhaft einzuschalten – es muss also weiterhin der „Abzug“ manuell gedrückt werden. Umso unverständlicher ist, dass das kommende „Low-Budget“-Modell V12 einen solchen Button erhalten wird – dafür aber der Trigger wegfällt. Warum geht nicht beides?

Gewöhnen muss man sich nach wie vor an das relative hohe Gewicht, das der Hersteller mit rund 3 Kilogramm angibt. Mittlerweile fällt mir das aber wirklich nicht mehr auf. Insgesamt sehe ich im V15 eine sehr gute Weiterentwicklung, so dass sich der Kauf für Einsteiger oder der Umstieg von Modellen vor dem V10 definitiv lohnt.

Dyson V15 Detect

Ein Laser macht unsichtbaren Staub auf Hartböden sichtbar. Ein piezoelektrischer Sensor berechnet kontinuierlich die Anzahl und Größe der aufgesaugten Staubpartikel – und erhöht die Saugkraft bei Bedarf automatisch. Das LCD zeigt in Echtzeit die Menge und Größe der aufgesaugten Staubpartikel an.

699 EUR

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Kommentare 29 Antworten

  1. Wahrscheinlich ist die Saugleistung beim V15 so hoch, dass Dyson Angst davor hat, dass Personen bei eingeschaltetem Staubsauger auf die Toilette gehen und hinterher eine leere Wohnung vorfinden. Daher Betrieb nur mit Trigger. 😉

  2. Das einzig erschreckende bei einem dermaßen teuren Teil ist für mich die mangelhafte Ersatzteilversorgung. Es wird bei aller Euphorie immer wieder vergessen, dass der Wert Akku-betriebener Geräte mit Haltbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen steht und fällt.

    Und ein kurzer Check bestätigt meine Skepsis. Da soll man vielen Hundert Euro für einen Staubsauger zahlen der bei einem Akku-Defekt Schrottware ist? Wenn man „Dyson V15 Detect“ googelt, landet man gleich bei Amazon. Und dann? Dann kann man sich zig Akkus für den V6 kaufen, aber keinen für den D15. Fehlanzeige!! Also auf die Herstellerseite… wer, wenn nicht der Hersteller wird für so ein tolles (nachhaltiges?) Gerät einen Ersatzakku haben?

    Treffer! Wenn man bei Dyson nach dem Akku für den V15 sucht, dann kommt das Auswahl-Bildchen mit Link!! Na also….geht doch….oder??

    ENTTÄUSCHEND! Statt des V 15 Akkus (wohlgemerkt, nach Klick auf den V15 Link) wird einer für den V 11 angezeigt?
    Vielleicht passt der auch? Nase voll… von der Sucherei. Bei einer derartig mangelhaften Produktunterstützung ist jetzt jegliches Interesse abgestorben.

    1. Hm, also das verstehe ich nicht so ganz. Im Text steht ja sogar, dass es ein Bundle mit Zusatz-Akku gibt. Bin aus Interesse, wie es auf der Seite aussieht, mal auf die Dyson-Webseite gegangen, habe oben in die Suche „Akku“ eingetippt und direkt alle Modelle angezeigt bekommen. Ja, der V15-Link führt zum V11-Akku und der ist ausverkauft – aber er passt. Wo ich dir Recht gebe, man kann die Darstellung und Verfügbarkeit verbessern. Schrottware hat man bei einem Akku-Defekt aber auf keinen Fall.

  3. Mich würde interessieren, wie der Laser sich auf unebenen Böden schlägt. Gerade in Altbaus sind die nicht immer in Waage oder durch die Dielen etwas „hügelig“.

    1. Da musst du wohl auf die Version mit doppelgedämpftem Geländelaser mit elektrisch verstellbarer Fahrwerksverstellung und Allradantrieb warten. Die schafft dann aber nicht mehr so viele Minuten.

    2. Was soll da groß passieren wenn ne Bodenwelle nach oben geht, geht auch der Laser nach oben. Da bräuchte es schon ne automatische Justierung des Lasers.

    3. Ich glaube das ist nicht unbedingt ein Problem. Habe ihn gerade noch mal bei unseren Nachbarn über die Fliesen fahren lassen. Die sind sehr tiefporig/rau. Da sieht man dann deutlich weniger, weil man natürlich auch die ganzen Kanten der Fliesen anleuchtet.

      Wenn der Boden glatt ist, aber insgesamt etwas uneben, sollte letzteres nicht so ins Gewicht fallen.

  4. Ich warte noch auf den doppellaser mit integriertem und abschaltbaren analysereaktor. Denn auch einzelne laser machen schon mal fehler und übersehen schmutzpartikel, welche für das menschliche auge nicht sichtbar sind.

    Die selbstreinigungsfunktion sollte dann auch ausgereift sein. Der dann zu zahlende preis vonn 1200,-€ relativiert sich, wenn man bedenkt, dass man damit auch telefonieren kann, ohne dass man dauerhaft den trigger halten muss.

  5. Hi Fabian, danke für den tollen Bericht!!
    Habe mir den V15 auch bestellt, letzten Donnerstag erhalten und kann Deine Erlebnisse nur bestätigen.

    Problem ist nur, dass der Laser so cool ist, dass ich dauernd den Staubsauger hole und rumsauge 😀

    Ah und die Complete-Edition ist mir gar nicht aufgefallen…ärgerlich!

  6. „Problem ist nur, dass der Laser so cool ist, dass ich dauernd den Staubsauger hole und rumsauge ?“ist das geil da bist du den ganzen Tag in Bewegung und hast du eine saubere Wohnung was willst du denn mehr zum glücklich sein?

  7. Es wöäre schön, wenn auch eine Anzeige vorhanden wäre, wieviel von den angesaugten Partikeln wirklich im Staubauger verbleiben oder alternativ wieviel vom angesaugte Feinstaub wieder rausgepustet wird.

  8. Ich habe seit ca. neun Monaten den Dyson V11 Absolute Extra Pro (was für Variantenbezeichnung) im täglichen Einsatz. Das viele Zubehör (insbesonder der zweite Akku) zahlte sich aus und die Saugkraft ist so gut, dass meine Teppiche nur mit verringerter Leistung staubgesaugt werden können.

    Der Laser und die detailierteren Informationen ist eine nette Spielerei. Ich hätte mir vielmehr vernünftige LED’s an den Bodendüsen gewünscht. Billgmodelle haben diese seit Jahren.

    1. Also ich vermute, dass der Laserstrahl wesentlich besser die Partikel sichtbar macht, als LEDs. Du kannst natürlich recht haben (ich hab das mit LEDs noch nie gesehen), doch der Laser bringt dermaßen viele Partikel „ans LIcht“, da kann ich mir das nicht (noch) besser vorstellen.

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