Fitbit Aria: Waage mit WLAN-Anbindung im Test

Von der Firma Fitbit haben wir bereits den Tracker (zum Testbericht) unter die Lupe genommen. Nun wollen wir einen Blick auf die Aria-Waage werfen.

Auf dem Weg zur Bikini-Figur kann es nicht schaden, seinen Gewichtsverlauf zu verfolgen. Klar, man kann sich auf eine handelsübliche Waage stellen, sich die Werte merken oder protokollieren. Aber sind wir mal ehrlich: Macht ihr das oder wisst ihr noch, wie viel ihr vor einer Woche oder einem Monat gewogen habt?

Vor einiger Zeit habe ich bereits die TargetScale von Medisana ausprobiert, fand es aber äußerst unpraktisch, dass hier die Daten per Bluetooth übertragen werden und man ständig die App öffnen musste, wenn man auf die Waage stieg. Leichter soll es mit der Fitbit Personenwaage Aria gehen, hier werden die Daten nämlich per WLAN übertragen.

Die Einrichtung gestaltete sich dabei erstaunlich einfach, vor allem, da ich durch den Tracker ja schon einen Account auf der Fitbit-Webseite hatte. Aber auch Neulinge sollten sich selbst ohne große Computerkenntnisse schnell zurechtfinden, die Einrichtung funktioniert sogar mit dem Browser des iPhones oder iPads.

Hat man ein Profil erstellt, kann man direkt auf die Waage steigen. Die Aria misst nicht nur das Gewicht, sondern auch den Körperfettanteil – allerdings kam es bei mehreren aufeinander folgenden Messungen hier zu Abweichungen von bis zu 0,5 Prozent. Beim Gewicht konnte ich dagegen keine „Schwierigkeiten“ feststellen.

Nach der Messung werden die Daten automatisch auf den Fitbit-Server hochgeladen, den Fortschritt der Synchronisation bekommt man dabei auf dem Display der Waage angezeigt. Den Gewichtsverlauf kann man danach einfach über den Webbrowser oder die ebenfalls erhältliche iPhone-App verfolgen. Letztere benötigt übrigens noch etwas Pflege – wer hier einen Lebensmittelplan erstellt, muss mit englischen Bezeichnungen für die diversen Nahrungsmittel vorlieb nehmen.

Ein tolles Feature der Waage: Man kann Profile für bis zu acht Personen erstellen. Aufwändige Auswahl-Prozesse bleiben dabei aus – sofern nicht zwei Nutzer ungefähr gleich viel wiegen, ordnet die Aria Messungen automatisch der richtigen Person zu. Andernfalls muss man nach der Messung lediglich per Fußtipp zwischen den Infrage kommenden Kandidaten auswählen.

Auf Amazon gibt es derzeit vier Kundenbewertungen, drei Nutzer zeigten sich hier weniger zufrieden. In meinen Tagen mit der Fitbit Aria konnte ich allerdings keine Probleme bei der Einrichtung und der Synchronisation feststellen. In einem Punkt muss ich einigen der Rezensenten aber zustimmen: Der Fitbit-Support ist nicht unbedingt lobenswert. Auf meine Testanfrage schaffte man es innerhalb einer Woche nicht einmal zu antworten, das ist schwach.

Solange es nicht zu Problemen kommt, ist die Fitbit Aria aber auf jeden Fall ein Produkt, das durchdacht und gut ist. Auch das Design kann überzeugen, es ist sehr schlicht – zudem halt man die Wahl zwischen einer weißen und schwarzen Oberfläche. Der Preis von 119,99 Euro (Amazon-Link) orientiert sich am schon länger erhältlichen Konkurrenzprodukt von Withings, das sogar ein paar Euro mehr kostet.

Im Anschluss haben wir noch das offizielle Video (YouTube-Link) zur Waage, das einen guten Überblick über die verschiedenen Features aufzeigt.

Kommentare 12 Antworten

  1. Nee also mal ehrlich, wer abnehmen will, der weiß, was er vor einer Woche oder einem Monat gewogen hat, entweder weil er es im Kopf hat oder weil er/sie es sich aufschreibt.
    Und dass durchaus ggf. in einer „hochmodernen“ Excel-Tabelle…

      1. Was ist daran schwer?
        Es ist doch deutlich komplizierter das Ding auf dem Handy zu haben?
        Wozu brauche ich mein Gewicht auf dem Handy?

  2. Habe die Withings-Waage … finde ich hübscher und die WiFi – Übertragung klappt reibungslos … Nur das abnehmen gestaltet sich schwierig … ;-()

  3. Pffffff, wozu denn eine Waage?
    Ich habe keinerlei Probleme mit dem Abnehmen, ich nehme ständig was ab – dem Doenerstand, der Suesswarenabteilung usw. 🙂
    Im Ernst, wie schon zuvor geschrieben wurde, wer sein Gewicht verringern will, hat sowieso sein vorheriges im Gedächtnis.
    Und da reicht eine normale Waage allemal aus.

  4. Und schon wieder so einen Mist, wo die Daten auf einem Server im Internet gespeichert werden. Muß das sein?

    Warum kann man eigentlich nicht mal so eine Waage bauen, die keinerlei Möglichkeit hat, ins Internet zu kommen und man per WLan einfach die Daten per PC oder Smartphone lokal auslesen kann.

    Das ist echt eine Seuche mittlerweile.

    1. Das geht mit der angesprochenen Medisana Targetscale über Bluetooth und der passenden App. Allerdings muss man letztere zur Übertragung halt immer starten.

  5. Also wir haben die Withings Waage seit nem Jahr in Gebrauch und ich finde sie Super!
    Es ist mir egal ob mein Gewicht in irgendeinem Datenspeicher landet. Die werden wohl kaum meine Kontobewegungen anhand meines Gewichtes ableiten.

    Wer auf sein Gewicht wert legt, hat mit so nem Teil eine ganz tolle Übersicht.

  6. Ich hab auch die Withings Waage. Klar, man KÖNNTE sich das auch aufschreiben. Und man KÖNNTE das auch per Excel in eine schöne Grafik bekommen. Aber wer macht das? Wiegen tut man sich ständig. Daraufstellen und fertig. Ob man das braucht, muss jeder selber beurteilen. Ich hab, seit dem ich die Waage benutz, mein Gewicht besser im Blick. Und ne schöne Motivation ist’s auch, wenn man sieht, wie der Graph langsam nach unten geht 🙂
    Nur die Körperfettmessung ist sehr ungenau…

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