Ich bekomme eine Wallbox und EnBW startet AutoCharge-Funktion

Elektromobilität daheim und unterwegs

Mittlerweile fahre ich meinen Skoda Octavia Plugin-Hybrid seit mehr als einem halben Jahr und bin bis auf ein paar Tücken bei der Software des Entertainment-Systems sehr zufrieden. Und auch hier in der Community wurde ja schon über mein Auto diskutiert. Nachdem ich mittlerweile zu 85-90 Prozent elektrisch durch die Gegend fahre, bin ich mir sehr sicher, dass es beim nächsten Auto dann auch 100 Prozent werden.

Die Vorkehrungen dafür werden bereits jetzt getroffen. Denn das schwedische Unternehmen Charge Amps hat mich dazu eingeladen, die Wallbox Halo auszuprobieren. Nun kann man so eine eigene Ladestation für ein Elektrofahrzeug nicht mal eben selbst an die Garagenwand schrauben und in die Steckdose stecken. Vor allem dann nicht, wenn man in einem Reihenhaus wohnt, die Garage nicht direkt neben dem Haus steht und noch dazu nicht ausreichend mit Strom versorgt wird.


Aber genau hier wird es interessant, denn ich bin der Überzeugung, dass dieses Szenario nicht nur auf mich zutrifft, sondern es unter den Leserinnen und Lesern dieses Blogs durchaus ähnliche Fälle gibt. Vielleicht nicht gerade in diesem Moment, aber sehr wahrscheinlich in den kommenden Jahren. Und so möchte ich euch mit Charge Amps zusammen mit auf dieses kleine Abenteuer nehmen, dessen Vorbereitungen aktuell in vollem Gange sind.

Bis ihr wieder davon lest, dürfte allerdings etwas Zeit vergehen – die Umsetzung ist für Anfang Februar 2021 geplant. Falls ihr Fragen, Hinweise, Anregungen oder Erfahrungen rund um die Installation einer Wallbox habt, könnt ihr euch aber schon gerne jetzt in den Kommentaren austoben.

‎Charge Amps
‎Charge Amps
Entwickler: Charge-Amps AB
Preis: Kostenlos

EnBW bietet AutoCharge an eigenen Schnellladepunkten an

Abschließend möchte ich euch noch kurz auf eine aktuelle Meldung rund um das Thema Elektromobilität aufmerksam machen. Die EnBW hat die Funktion AutoCharge eingeführt. Anders als beim klassischen Ladevorgang entfällt das Starten über App oder Ladekarte: Das Fahrzeug wird einfach an die Ladesäule angeschlossen – das Laden startet automatisch, im gewählten EnBW-Ladetarif und ohne Zusatzkosten.

Unterstützt wird die neue Funktion an bundesweit über 1.400 Schnellladepunkten von EnBW und kann von euch auf Wunsch direkt in der mobility+ App aktiviert werden. Die App zeigt bei der Standortsuche direkt an, ob ein Ladepunkt mit AutoCharge kompatibel ist. Für den Überblick, welche Standorte die Funktion anbieten, gibt es zudem einen Filter. Wichtig: AutoCharge ist für alle E-Autos verfügbar mit Ausnahme von Fahrzeugen der Marken Volkswagen, Skoda und Seat, bei denen die Funktion aktuell herstellerseitig nicht freigeschaltet ist.

Das heißt in diesem Fall für mich leider: Ich kann das neue Feature mit meinem Octavia nicht ausprobieren. Aber vielleicht wird der Ladevorgang für euch beim nächsten Mal ja noch etwas einfacher.

‎EnBW mobility+
‎EnBW mobility+
Foto: EnBW.

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Kommentare 24 Antworten

        1. Soweit mir bekannt ist, gibt es Strafgebühren wenn man eine Ladesäule blockiert, wenn das Auto voll ist. Man hat also einen guten Grund da zeitig wieder wegzufahren.

          1. Nein, nicht nur wenn es voll ist. So sollte man z.B. bei Maingau nach 1h (bei DC Ladung) abstecken. Sonst kommen pro Minute 10 Cent oben drauf.

          2. Das ist mir schon klar. Aber schnell laden heisst ja nicht, dass man seinen (nicht schnellladefähigen) Hybrid 3,5h an einer Ladesäule parkt, bis der Akku voll ist. Bei ca. 50km max Reichweite also 42min laden für 10km Reichweite. Wenn man eh unterwegs ist, würde ich lieber den Tank voll machen, als mich mit einem Hybrid irgendwo für einige Stunden hinzustellen.
            Soll jetzt hier keine Grundsatzdiskussion sein, aber dann reicht auch eine Säule beim Edeka oder Lidl auf dem Parkplatz die 11kw schaffen, wenn man eh einkaufen ist oder was erledigen muss.
            DaSeb meinte wahrscheinlich mit seiner Argumentation, dass in den 3,5h, gleich mehrere reine e-Autos aufladen könnten.

          3. Also ich mag mich ja auch irren, aber die Hypercharger von EnBW haben doch eh nur CCS-Anschlüsse und Dein Hybrid ja wohl nur einen Type-2-DC-Anschluss, von daher kannst Du doch sowieso nicht an denen laden. Höchstens an älteren Triple-Chargern, falls EnBW solche überhaupt hat, aber das AutoCharge-Feature bezieht sich ja explizit auf die Schnellladepunkte.

            Generell bin ich zwar auch der Meinung, dass man mit einem Plugin-Hybrid bitte primär zuhause laden möge, denn für die immer mehr werdenden Voll-E-Autos, die nicht noch ein ‚Benzin-Backup‘ haben, ist das Angebot an öffentlichen Ladestationen auch so schon problematisch genug, aber wie gesagt, die meisten neuen Ladestationen, die gebaut werden, sind eh alle CCS und daher für Plugin-Hybride nicht geeignet, und die kleineren Type-2-Ladesäulen stehen dann oft daneben und haben eigene Parkplätze, sodass man sich nicht unnötig in die Haare kommen muss. 🙂

      1. Du darfst gerne an einer normalen 11kW AC Ladesäule laden.

        Aber blockiere keinen Schnellader, welcher >100kW DC liefern könnte mit deinem ein-Phasen AC 3,6kW Hybrid-Auto.

      2. Lieber Freddy, leider habe ich keine Mitteilung zu deinem Kommentar bekommen, weshalb ich erst jetzt antworte. Die wichtigen Argumente wurden hier aber schon genannt.
        Ein Hybrid hat einen sehr kleinen Akku, folglich verträgt er nur sehr geringe Ladeleistungen. Einen Schnelllader, der per Definition ab 50kW beginnt, zu blockieren, um mit 3,5kW zu laden, die ein durchschnittlicher Hybrid schafft, wäre also Perlen vor die Säue.
        Glücklicherweise haben aber die wenigsten Hybride die zum Schnelllader passenden CCS Buchsen verbaut. Aber ja, es gibt auch Hybride mit CCS Anschluss – ich wollte es selbst nicht glauben…
        Von daher meine Bitte an alle Hybrid Fahrer: Denkt an die Leute, die bereits den nächsten Schritt gegangen sind und rein elektrisch fahren und überlasst diesen die Schnelllader.

  1. Das ist ja spannend, ich habe seit 3 Monaten bereits eine eigene Wallbox. Haben wir über die Stadtwerke Leipzig gemacht, da wir in einer WEG wohnen und wir das natürlich mit allen abstimmen müssen und jetzt ein dynamisches Lastenmanagement haben.
    Wir fahren einen Smart. Können also die Funktion von der EnBW nutzen. Wie kann ich das aktivieren? In der App selbst wird nur NFC und QR-Code als automatischer Ladestart beschrieben.

  2. Da ich bereits seit Mai Vollelektrisch fahre, habe ich über den ADAC die EnBW Mobility+-Karte gebucht. Damit habe ich keine Grundgebühr, ansonsten müsste ich die Karte wieder zurückgeben, denn ich benötige sie derzeit nicht. Wir sind am Anfang mal nach Hilden gefahren, um den Ladepark dort zu sehen.

    Ansonsten habe ich seit dem für weniger als 15€ bei knapp 5.000km fürs Laden bezahlt. Bei uns gibt es einen Aldi mit Schnelllader, den wir gerne nutzen, wenn wir da sowieso einkaufen sind. Allerdings sind die Plätze seit August/September immer häufiger belegt. Das freut mich natürlich, denn ich bin von der Elektromobilität voll überzeugt. Insbesondere dann, wenn einer auf der Autobahn meint, er müsste drängeln. BANG – habe ich die Schallmauer gebrochen. (Ist ein Filmzitat aus BANG! BOOM! BANG!, deshalb verzeiht mir den Satzbau.) Und ja, in der Endgeschwindigkeit habe ich mit knapp 180 km/h oft verloren.

    Glücklicherweise haben wir aus dem letzten Topf noch 900€ für die Wallbox bekommen, sodass wir jetzt eine in der Garage hängen haben. Im Zusammenspiel mit unserer PV-Anlage pfeifen wir ein lustiges Liedchen, denn heute hat unser Stromanbieter (Naturstrom) den Preis für Strom um über 10% ab 01.01.2022 angehoben.

    Wir fahren neben den Stromer noch einen Verbrenner in der Garage, der kaum noch bewegt wird. Liegt aber auch am Wetter. Convertible sind als Elektro leider noch sehr selten.

  3. Ist doch recht einfach, wer zu erst
    kommt kann laden. Lädt der Plugin Fahrer wird gemeckert und zwar ohne Ende. Stellt Er sich an den AC Ladesäule wird gemeckert Er blockiert die Säule, nein tut Er
    nicht Er lädt.
    Lade nur an Öffentlichen Ladesäulen und stelle mir den Wecker damit die Kiste pünktlich abgeholt wird und wenn ich weiß es ist knapp mit Säulen liegt eine grüne Parkscheibe drin mit der Ladedauer und einer Telefonnummer für den BEV Fahrer. Wenn Alle sich nicht so wichtig nehmen klappt das auch mit dem laden.

    1. So sehr deine Meinung korrekt ist, so sehr ist sie an der Laderealität komplett vorbei. Die Probleme beginnen an den mangelnden Ladestationen. Menschen werden sich keinen Elektrowagen kaufen, wenn es bei dem Problemen bleibt.

      Weg davon sagt mir meine Apple Watch wenn der Ladevorgang beendet ist und ich sehe auf dem iPhone, wie lange es dauert, bis das Ladeziel erreicht ist.

  4. Da ist erst in ein paar Wochen elektrisch fahre und meine Wallone erst mit der PV Anlage im Frühjahr montiert wird, würde ich mich dafür interessieren ob du dich auch mit smarten Funktionen der wallbox auseinandergesetzt hast? Ich würde gerne wallbox Sharing machen und habe dazu noch kaum was brauchbares gefunden. Wahrscheinlich wird meine wallbox eine von fronius, da die restliche PV auch darauf abgestimmt ist.

  5. Ganz ehrlich: selbst als Übergangstechnologie ist ein PHEV ein Scherz. Das bringt uns keinen Schritt weiter. Und hätten die Lobbyisten der OEMs nicht so lange geflennt, bis dieser Treppenwitz der Technikgeschichte absurd gefördert wurde, die Bedeutung wäre stets bei ca. 0,0 geblieben (siehe andere Märkte).

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