Pavo: Mediatheken- und Streaming-App kommt auch auf iPad & Apple TV

In unserem Test hat Pavo sehr gut abgeschnitten. Im Gespräch mit den Entwicklern haben wir weitere Details rund um die App für euch herausgefunden.

Pavo

Von uns hat die kostenlos nutzbare und komplett werbefreie App Pavo (App Store-Link) im März 9,3 von 10 möglichen Sternen erhalten. Und auch euer Feedback unter dem Artikel war durchweg positiv, ähnlich gestaltet es sich im App Store: Dort bekommt die iPhone-App volle fünf Sterne. Und damit wären wir auch bei einem der wenigen Kritikpunkte angelangt – wobei wir hier viel lieber von Wünschen sprechen: Bisher ist Pavo eben nur für das iPhone verfügbar, nicht dagegen für das iPad oder gar das Apple TV. Eine Baustelle, die sich die Entwickler bereits notiert haben.

„Die meisten Feedback-Meldungen enthielten tatsächlich die Bitte nach einer iPad-Version. Apple TV wurde auch sehr viel angefragt. Wir werden beides in späteren Versionen berücksichtigen, es gibt aber noch keinen Zeitplan. Bis dahin empfehlen wir allen Nutzern, einfach über AirPlay oder Chromecast zu streamen, um so die Sendungen auf größeren Bildschirmen genießen zu können“, lässt uns Martin Reichl aus dem Entwickler-Team wissen.

Im Mittelpunkt der App stehen insgesamt 21 öffentlich-rechtliche Sender, neben ARD und ZDF sind das beispielsweise WDR, Arte, KiKa oder der Bayrische Rundfunk. Über das jeweilige Senderlogo lässt sich die entsprechende Mediathek öffnen, wo man die einzelne Sendungen und Ausstrahlungen findet und wiedergeben kann. Zudem findet man auf der Sender-Seite ganz oben einen Live-Stream, den man auf dem iPhone 6s dank 3D Touch noch schneller aufrufen kann: Einfach in der Übersicht feste auf ein Senderlogo tippen und schon öffnet sich eine kleine Vorschau. Das macht beinahe noch mehr Spaß als das altbekannte Zappen.

Entwickler verdienen ihr Geld mit anderen Projekten 

Aber wie finanziert sich dieses Angebot? Pavo beinhaltet lediglich eine Spenden-Funktion, mit dem man dem Entwickler-Team einen kleinen Betrag übermitteln kann. „Die Spende ist wirklich nur eine Spende, um unsere Arbeit zu unterstützen. Als App-Agentur finanzieren wir uns hauptsächlich durch Kundenprojekte, die Eigenentwicklungen dienen meist als Showcase für neue Technologien oder Ansätze“, sagt Reichl, der aber auch die privaten Interessen seines Teams nicht unterschlagen möchte. „Viele im Team sind selbst rege Nutzer der Mediatheken und wir waren uns einig, dass eine übergreifende App mit reduziertem Design und nützlichen Funktionen einfach gefehlt hat.“

Über das Ergebnis der Entwicklung freuen wir uns umso mehr. Schade nur, dass die großen Privaten-Sender sich nicht auf kleine Entwickler einlassen und ihre Mediatheken im App Store zum Teil sogar hinter einer Bezahlschranke verschließen.

Kommentare 10 Antworten

  1. Das was die Privatsender größtenteils an Eigenproduktionen auf die Beine stellen, ist qualitativ sowas wie „Schmähgedicht light“.
    Es ist eine kluge Entscheidung, diese Sachen in Mediatheken mit Bezahlschranken zu verbannen. Die Verblödung Deutschlands wird da wenigstens mit dem Argument Geiz ausgebremst!

    1. Interessante Argumentation ? doch wie alle anderen „ungesunden“ Hobbies wird das niemand davon abhalten, der genau das will. Dann verzichtet man lieber auf anderes Vernünftiges, womöglich teureres Essen/etc..

  2. Das nenne ich mal „programmieren mit Herzblut“. Tolle Sache! Ich nutze derzeit dennoch die App auf dem iPad. Das Bild/Interface ist natürlich nicht optimal aber immerhin. Umso mehr freue ich mich über eine native iPad App. Weiterhin kommt das AppleTV endlich auch immer mehr zum Einsatz. Danke für die Info. 🙂

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