Prêt à Pousser Nano Garden ausprobiert: Kleiner Kräutertopf mit Lampe und Nährstoffen

Tolle und leckere Ergebnisse

Der Prêt à Pousser Nano Garden ist ein kleiner Indoor-Garten, in dem man leckere Kräuter oder auch schöne Blumen anpflanzen kann. Ich habe meinen Nano Garden Anfang Februar mit einer Basilikum-Bio-Kapsel in Betrieb genommen. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit euch teilen.

Zum Start muss ich sagen: Der ganze Spaß ist nicht günstig und mit etwas Interesse am Thema kann man deutlich günstiger Blumen oder Kräuter züchten. Wer es aber besonders einfach und dann auch noch smart möchte, ist beim Nano Garden an der richtige Adresse.


Der Nano Garden besteht aus einem kleinen Topf, der wie der Schwimmer selbst aus Plastik ist. Einen hochwertigen Keramiktopf gibt es hier leider nicht. Mit dabei ist eine höhenverstellbare Leuchte mit zwölf LEDs, die stets für ideale Lichtverhältnisse für das Pflanzenwachstum sorgt. Ein entsprechendes USB-Netzteil liegt ebenfalls mit dabei.

Inbetriebnahme ist schnell erledigt

Sollten die Samen noch nicht in der Kapsel ausgesät sein, müsst ihr das händisch machen. Die Pflanzenkapsel selbst bietet nährstoffreiches Substrat und wird in den Schwimmer eingesetzt. Dieser wird anschließend in dem mit Wasser gefüllten Topf platziert, woraufhin die Pflanze ihre Wurzeln im Wasser ausbildet und so ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Der Topf kann 750 Milliliter Wasser fassen und das reicht anfangs für bis zu drei Wochen. Wenn die Pflanze größer ist, muss man deutlich häufiger nachfüllen.

Die Lampe ist an einem Stab justiert, den man mit der Basis verbinden muss. Der Topf steht sicher auf der Basis und die LED kann über eine kleine Stellschraube in der Höhe verstellt werden – je nachdem wie groß die Pflanze gerade ist. Bei mir war das Justieren der Höhe immer etwas hakelig, da die Klemme auch bei komplett aufgedrehtem Verschluss immer noch sehr eng am Stab saß. Aber mit etwas Hin-und-Her ging es dann.

LED per App einstellen

Für ein ideales Pflanzenwachstum benötigen Pflanzen viel Licht. Und das ist in den dunklen Monaten oftmals rar. In der Prêt à Pousser App könnt ihr einen Zeitplan festlegen und bestimmen, wann die LED automatisch an- und wieder ausgeschaltet wird. Entweder ihr nutzt vorgegebene Zeiten oder legt eigene an. So kann man die Lampe im Winter länger leuchten lassen als im Sommer. Der Stromverbrauch liegt bei 2,5 Watt.

In der App gibt es zudem ein Pflanzentagebuch und allgemeine Infos zur ausgewählten Kapseln. Gleichzeitig gibt es Rezeptideen sowie Zugriff auf Fragen-und-Antworten. Abgesehen von den Lampen-Einstellungen habe ich die App nicht weiter genutzt.

‎Prêt à Pousser
‎Prêt à Pousser
Entwickler: 3D-minded
Preis: Kostenlos

Jetzt heißt es warten

Der Vorteil hier: Es handelt sich um ein Hydrokultursystem, das die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen versorgt – unter anderem muss man auch einen kleinen Beutel mit Nähstoffen ins Wasser legen. Hat man alles aufgebaut und die Kapsel eingesetzt, heißt es jetzt warten. Je nach Pflanze dauert der Keimprozess länger oder kürzer, zudem kann sich auf dem Substrat Schimmel bilden. Das ist normal, im Keimprozess aber nicht so gut, da das Keimen unterbunden werden kann. Sollte die Kapsel gar nicht keimen, kann man eine Ersatz-Kapsel anfordern.

Von drei Samen haben bei mir zwei Samen gekeimt. Die ersten Blätter werden sichtbar und die Pflanze gedeiht. Bis man zum Beispiel Kräuter ernten kann, vergeht je nach Pflanze durchaus mehr als 30 Tage. Mein Basilikum habe ich zwischenzeitlich um ein paar Blätter beraubt, nach nun knapp drei Monaten habe ich ein kleinen Strauch an Basilikum, der weiterhin prächtig wächst. Jetzt wo die Pflanze sehr groß ist und die Sonne häufiger und länger scheint, hält das Wasserreservoir keine drei Wochen mehr. Hier kann man täglich sehen, wie der Schwimmer absackt und bis zu 50 Prozent des Wassers an warmen Tagen verbraucht wird.

Ich bin mit den Ergebnissen des Nano Gardens sehr zufrieden und kann im Vergleich zu einem einfachen Kräutertopf aus dem Supermarkt sagen, dass der Indoor-Garten einfach bessere Ergebnisse produziert, obwohl ich die Supermarkt-Kräuter auch mit Dünger versorgt habe.

Wenn man seinen Basilikum richtig erntet, verzweigen immer mehr Stängel und bilden neue Zweige. Irgendwann wird die Kapsel aber erschöpft sein, wann das der Fall ist, kann ich nicht sagen. Da es sich um ein geschlossen System handelt, ist man für weitere Kapseln auf den Anbieter angewiesen. Die meisten Kapsel kosten 6,95 Euro, eine Auswahl könnt ihr hier einsehen. Wer möchte, kann auch eine leere Kapsel kaufen und eigenes Saatgut verwenden, allerdings scheint es das „Neutrale Substart“ nur für die Modelle Lilo und Modulo zu geben.

Preis-Leistung und Fazit

Mit 79,99 Euro ist der Prêt à Pousser Nano Garden kein Schnäppchen. Bei diesem Preis hätte ich zumindest einen Topf aus Keramik erwartet, wobei der Plastiktopf auch seinen Zweck erfüllt. Die Lampe ist für das Pflanzenwachstum wirklich sehr hilfreich, die App für die Lichteinstellungen unumgänglich, aber sonst nicht zwingend notwendig. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, wer sich mit dem Thema nicht ausführlich auseinandersetzen möchte, bekommt hier fast eine Gelinggarantie.

Verfügbare Nano Garden

  • Brauner Topf mit Mittagsgold
  • Dunkelgrüner Topf mit Buntnessel
  • Mintgrüner Topf mit Mini-Paprika
  • Gelber Topf mit Basilikum
  • Rosa Topf mit Basilikum

Prêt à Pousser Nano Garden

Der Prêt à Pousser Nano ist der kleinste Indoor-Garten der Welt. Dank des patentierten Hydrokultursystems kann hier jeder, überall und ganzjährig Kräuter, Gemüse und Blumen anbauen und ernten. Die Variante in Celadon Green enthält eine Paprika-Samenkapsel, die aber nach Wunsch ausgetauscht werden kann.

79,99 EUR

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