Stiftung Warentest: Video-Streaming-Dienste können nicht überzeugen

Die Stiftung Warentest hat fünf verschiedene Video-Streaming-Dienste aus dem Netz unter die Lupe genommen. Wir verraten euch, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Watchever

Filme und TV-Serien im Internet zu schauen, ist schon seit einiger Zeit möglich. Gerade im letzten Jahr hat sich auf dem Markt der Video-Streaming-Anbieter allerdings einiges getan, vor allem durch den Start von Watchever und Amazon Prime Video. Die Stiftung Warentest hat die fünf bekanntesten Streaming-Anbieter unter die Lupe genommen und ein für uns nicht unbedingt überraschendes Urteil gefällt.

Wie sich mittlerweile herumgesprochen haben dürfte, sind auf den einzelnen Portalen oft nicht die neusten TV-Serien oder Filme zu finden. Stiftung Warentest hat jeweils nach 100 Titeln gesucht und bei keinem der Anbieter eine Trefferquote von mehr als 25 Prozent erzielt. Mit 42 von 200 Titeln gab es bei Amazon Prime Video die meisten Treffer, Maxdome kam gerade mal auf 26 Treffer. Zum Vergleich: In iTunes wurden 71 der 100 Filme gefunden – natürlich gegen entsprechende Einzelzahlung.

Positive Eindrücke gewann das Team von Stiftung Warentest vor allem bei der Bildqualität: “ Den besten Eindruck im Test machten iTunes und Netflix. Sie erreichen fast die Qualität von Blu-ray-Disks. Auch Amazons Abopaket, der Einzel­abruf von Maxdome, Microsoft und Sony sowie das Watchever-Abo haben eine sehr gute Bild­qualität.“

Amazon und Maxdome holen Testsiege

Einen besonderen Rüffel hat sich Watchever verdient. Das Datensendungsverhalten wurde von den Testern als „sehr kritisch“ eingestuft, weil sensible Daten wie Nutzername oder Passwort umverschlüsselt übertragen werden. Deutliche Mängel in den Geschäftsbedingungen wurden bei Amazon und Netflix festgestellt, in beiden Fällen gibt es unzulässige Klauseln, die den Kunden benachteiligen. „Netflix erlaubt sich etwa, Nutzer ohne Vorankündigung in Tests zur Produktverbesserung einzubeziehen“, heißt es im Bericht.

Den letztlich etwas schmeichelhaften Testsieg mit der Note Befriedigend (3,5) hat sich Amazon Prime Video gesichert, knapp vor Snap by Sky (3,6) Maxdome (3,8). Netflix und Watchever landeten mit der Note 4,0 auf den letzten beiden Plätzen. Den Bericht der Stiftung Warentest könnt ihr ohne Bezahlung hier in Auszügen nachlesen. Getestet wurden dort übrigens auch Online-Videotheken zum Einzelabruf von Filmen und TV-Serien, hier landet Maxdome (2,8) vor iTunes (3,1) und Telekom Videoload (3,1) auf dem ersten Platz.

Etwas überrascht hat uns die Tatsache, dass Amazon Prima Video in der Stiftung Warentest mit einem monatlichen Preis von 7,99 Euro angegeben wird. Der Hintergrund: Stiftung Warentest hat monatlich kündbare Streaming-Optionen verglichen. Wer dagegen die jährliche Prime-Gebühr in Höhe von 49 Euro zahlt, fährt mit umgerechnet nur rund 4 Euro pro Monat deutlich günstiger als bei allen anderen Anbietern und profitiert zusätzlich von Premium-Versand im Amazon-Shop. Daher bietet Prime das aus unserer Sicht mit Abstand beste Gesamtpaket und wir können den kostenlosen Probemonat uneingeschränkt empfehlen.

Kommentare 30 Antworten

  1. Hi, mir fällt auf, das Sie in letzter Zeit Amazon mehr oder weniger in den Blickpunkt rücken. Sind Sie ein Tochterunternehmen von Amazon oder werden Sie intern gesponsert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang

      1. Du zahlst hier ja auch nichts für diesen Artikel.. von irgendwas muss sich Appgefahren ja finanzieren.. und somit finde ich den einen oder anderen Link absolut in Ordnung.. nutze ich ihn oder nicht, ist mir ja überlassen

      1. Naja, aber die Autokorrektur macht aus Prime eventuell Prima.
        Auf iPad geht’s aber wie ich gerade probiert habe.

        Aber Prima passt auch, bin mit Prime auch sehr zufrieden 🙂

    1. Hm, jetzt ist also Appgefahren Schuld, dass Amazon Prime bei Stift. Warentest am Besten abschneidet und es ist „Werbung“ wenn man die korrekten Kosten anführt? Und Nr. 1 im Test zu sein + günstigster Anbieter im Test UND weitere Prime Vorteile sind halt ein berücksichtigenswürdiges Argument, und nein, ich bin auch kein Tochterunternehmen o. gesponsert, nur sehr zufrieden 😉

    2. So krass finde ich die Werbung für Amazon hier gar nicht. Amazon ist halt auch, wenn man Preise vergleicht und die Dinge objektiv betrachtet, fast immer der günstigste und komfortabelste Anbieter.

      1. Darum geht es ja nicht, sondern darum, hier transparent darzustellen, dass Appgefahren Geld von Amazon bekommt. Ist ja auch nicht verwerflich, aber es sollte nicht verschwiegen werden.

        1. Macht doch keiner?
          Die Jungs von Appgefahren sind die ersten die auch immer wieder darauf hinweisen das Sie es gut finden wenn wir Ihre Links nutzen,
          Und warum auch nicht, wenn ich mich im Laden beraten lasse dann kaufe ich da.
          Wenn ich hier was interessantes finde dann nutze ich auch den Link.

    3. Dass das daß

      Warum bekomme ich diese Nachricht?

      ▪ Weil dich eine Person deines Bekanntenkreises, dezent aber deutlich, darauf hinweisen möchte, dass es langsam mal Zeit wird, die Wörter „das“, „dass“ und „daß“ unterscheiden zu können.

      Stell dir vor…

      ▪ du schreibst deine nächste Bewerbung, beispielsweise als Verkäufer bei einem Tante-Emma-Laden. Nun hat der Chef aber diese Internetseite vor dir entdeckt, und auch, wenn er vorher selbst keine Ahnung von „das“ hatte, wird er dich nun für deine Fehler auslachen. Er wird voller Stolz und Schadenfreude auf deine Fehler herab blicken und deine Bewerbung genüsslich entsorgen.

      Besserung

      Ein paar einfache Regeln

      ▪ Es gibt ein paar einfache Regeln, mit denen du entscheiden kannst, welches Wort du benutzen musst. Du wirst diese Regeln nicht auswendig lernen müssen, lies sie einmal und du wirst sie nicht mehr vergessen.

      1. daß?

      ▪ Daß (alte Rechtschreibung) wurde vollständig durch dass (neue Rechtschreibung) ersetzt.

      daß

      ▪ Das böse sz-Wort, das mit da anfängt und auf aß endet, ist verboten! Immer. Überall.

      2. dass oder das?

      Nun zum interessanten Teil: „dass“ oder „das“. Ist auch nicht wirklich schwer.

      ▪ Regel Nummer 1: „das“ lässt sich im Gedanken immer durch dieses, welches oder jenes ersetzen, ohne dass der Satz seinen Sinn verliert.

      Das Kind ist glücklich.
      Dieses Kind ist glücklich.

      Wenn das nicht funktioniert, verwendet man „dass“

      Ich weiß, dass sie schwimmen kann.
      Ich weiß, dieses sie schwimmen kann.
      Ich weiß, jenes sie schwimmen kann.
      Ich weiß, welches sie schwimmen kann.

      ▪ Regel Nummer 2: Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer „dass“ steht!

      Ich fülle das Wasserglas, das halb leer ist.
      Ich fülle das Wasserglas, welches halb leer ist.

      Grammatische Unterscheidung

      das

      dass

      ▪ Artikel oder Pronomen

      ▪ Konjunktion
      ▪ leitet einen Nebensatz ein

      (a) bestimmter Artikel

      Das Kind ist glücklich.

      „das“ kann hier zur Probe durch „dieses“ ersetzt werden.

      (b) Relativpronomen

      Ein Kind, das glücklich ist, geht ins Schwimmbad.

      „das“ kann hier zur Probe durch „welches“ ersetzt werden.

      An dieser Stelle treten die meisten Verwechselungen mit „dass“ auf.

      (c) Demonstrativpronomen

      Das glaube ich nicht.

      „das“ kann hier zur Probe durch „dies“ oder „jenes“ ersetzt werden.

      (a) Leitet Objektsatz ein

      Ich weiß, dass sie schwimmen kann.

      Der Nebensatz „dass sie schwimmen kann“ ist ein Objekt des Hauptsatzes. Kontrollfrage: Was weiß ich?

      Hier wird oft ein s vergessen.

      (b) Leitet Subjektsatz ein

      Dass sie schwimmen kann, freut mich.

      Der gesamte Nebensatz „Dass sie schwimmen kann“ ist das Subjekt des Hauptsatzes. Kontrollfrage: Wer oder was freut mich?

      (c) Leitet Attributsatz ein

      Die Entscheidung, dass wir unserem Kind Schwimmen beibringen, war gut.

      Der Nebensatz „dass wir unserem Kind Schwimmen beibringen“ beschreibt „Entscheidung“ näher und ist daher ein Attribut von „Entscheidung“.

      Ein paar Beispiele

      dass

      Ich bin mir sicher, dass halb leere Wassergläser schlechter sind als halb volle.

      Es deprimiert mich schon lange, dass meine Wassergläser immer halb leer sind.

      Dass meine Wassergläser immer halb leer sind, deprimiert mich schon lange.

      das

      Ich sehe ein Wasserglas, das schon halb leer ist.

      Das Glas, das heute morgen noch halb voll war, ist jetzt halb leer.

      dass das

      Ich bedauere, dass das Wasserglas bereits halb leer ist.

      1. Klugscheißerei ist hier doch völlig unangebracht. Das Team macht gute Arbeit und die Motivation wird durch so zwanghafte Besserwisser beeinträchtigt. Regel X Thomas : schleich Di …

  2. Welcher Streamingdienst ist ja letztendlich Geschmacksache und kommt auch auf persönliche Vorlieben an. Ich nutze auch Prime und bin zufrieden.
    Besser als das mit Werbung zugemüllte Abendprogramm oder permanente Volksmusik- Musikantenstadl-Schlagerzeugs was ja zudem noch teurer ist als Videostreaming. Die Stiftung Warentest sollte mal das Programm der öffentlich rechtlichen zensieren.

    1. Ja, wobei das Abendprogramm aber nur bei den Privaten „mit Werbung zugemüllt“ ist, und dann darf man teilweise noch nicht mal vorspulen. Auch angesichts des grottigen Niveaus bei RTL und Co sind mir da die Öffentlich Rechtlichen deutlich lieber.

  3. Als Student im ersten Jahr 15€ und im zweiten Jahr 26€. Da lohnt es sich wirklich. Ich bin ansonsten nicht so sehr zufrieden, aber wenn man Geduld hat, dann kommen irgendwann immer mal wieder gute Filme.

  4. Ich nutze Amazon und Netflix und bin froh damit eine Alternative zu den Öffentlich-rechtlichen und Privaten zu haben.
    Und die Zwangsabgabe für die ÖR geht mir schon lange auf den Keks?
    Die sollten verschlüsselt werden und wer dann noch schauen möchte soll zahlen.

    1. Wenn die sich auf ihren gesetzlich verankerten Bildungsauftrag halten würden und die Ausgaben auf solche Sendungen beschränken würden kämen sie mit einem Bruchteil des Personals und Budgets aus. Das würde uns allen helfen und der Volksverdummung entgegenzuwirken ?

  5. Mir fehlt bei diesem Test immer, wo kann man Filme in sehr guter Qualität auch mit schlechter Internetverbindung so zum Beispiel Telekomglasfaser, wo bei mir immer nur 6 MB drin sind, sehen .
    Also offline laden und dann ansehen. (Zum Beispiel der mit am schlechtesten bewertete Kandidat)
    Wo gibt es die meisten nicht US Serien und nicht US Spielfilme.
    Wie ist der Ton, in welchem Format?
    Ich habe netfix einen Monat gehabt und keinen Film gefunden den ich nicht kannte und ansehen wollte.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich Sky habe und das Angebot nur ein Neuaufguss der sky gesendeten Filme ist.
    Wo sind die anderen Europäischen, asiatischen. Afrikanischen Filme und Serien?

    Ch.

  6. Bleibe immer noch bei Netflix! Mich Überzeugt einfach die Serienauswahl, die Filme sind zwar ein wenig veraltet. Aber was will man auch für 7,99€ erwarten? Wer ganz aktuelle Sachen haben will, muss auch dafür den entsprechenden Preis zahlen – deshalb bleibt auch Sky definitiv noch an meiner Satellitenanlage angeschlossen 🙂

  7. Also ich bin von netflix und amazon prime instant sehr enttäuscht. Bei Serien ist amazon prima sogar sehr mies aufgestellt, hier soll man oft für vorletzte Staffeln noch bezahlen. Wer Serien mag ist also bei netflix gut aufgehoben. Die Film Auswahl finde ich bei netflix und amazon prime instant ziemlich beschissen.

    Fazit: ich bleibe bei amazon instant aber nur weil es ja bei prime dabei ist. Für 49€ im Jahr kann man da echt nicht meckern, wenn man ab uns zu mal einen zweitklassigen Film aus deren Auswahl gucken will^^

  8. Ich sehe mir 1-3 mal im Monat einen Film an und dafür nutze ich das Apple TV mit dem iTunes Angebot. Für mich die beste Lösung, da ich so fast alles schauen kann, was ich möchte und das in Top Qualität ohne Ruckler oder irgendwas. Und unterm Strich ist es sogar nicht einmal teurer, als bei Netflix und Co 🙂 mit iTunes Rabatt Karten sogar jedes Mal quasi 20% billiger 😀

    Für Leute die allerdings öfter Filme schauen, ist das aber wirklich nicht die lohnenswerteste Alternative…

    1. Die ganzen pay-per-view Angebote, ob nun vom Kabelanbieter, iTunes oder sonstwem sind meiner Meinung nach grundsätzlich vollkommen überteuert. Als es noch Videotheken gab bekam man für den Preis eines Films, den man heutzutage streamt, mindestens 3. Zum Ende hin sogar als BluRay. Und jetzt soll ich für einen Film 5 oder mehr Euro zahlen?! Nie im Leben. Dafür hab ich schon die eine oder andere Steelbook Edition bekommen… Viel zu teuer, aber es scheint ja genug Leute zu geben, die das ok finden.

  9. Wieder mal typisch Stiftung Warentest. Deren beide Verlierer sind meine Favoriten. Wenn Stiftung Warentest Staubsauger oder Mixer testet, mag das in Ordnung gehen. Von vielem haben die aber keine Ahnung und setzen falsche Bewertungskriterien an.

  10. Netflix bietet für mich persönlich das beste Gesamtpaket: HD auf mobilen Endgeräten für zwei User, unkompliziertes Umstellen auf O-Ton und ggf. Zuschalten von Untertiteln, außerdem eine sehr gute Benutzeroberfläche. Gar keine Erwähnung finden ausgezeichnete und exklusive Netflix-Serien wie ‚House of Cards‘ (ok, in Deutschland zuerst bei Sky) , ‚Orange is the new Black‘ oder ‚The Killing‘.

    Amazon Prime nehme ich gerne mit, weil ich dort z. B. 3D-Filme ausleihe und schon seit vielen Jahren dabei bin – aber die App ist unterirdisch, das Angebot zweitklasssig.

    Zusammengenommen sparen mir beide Anbieter aber eine ganze Menge Geld.

  11. Der Test ist für mich nahezu nutzlos. Ich möchte Filme & Serien lieber im Originalton (in der Regel auf Englisch) anschauen, zumal bei der Übersetzung oft Witze verloren gehen.

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