Storyo: Datenkraken-App erstellt Video-Stories anhand von Foto-Metadaten

Mal eben schnell eine Slideshow bzw. ein kleines Video aus Fotos des letzten Urlaubes an Freunde verschicken? Diese Aufgabe erledigt Storyo.

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Storyo (App Store-Link) ist eine reine iPhone-App, die kostenlos aus dem deutschen App Store bezogen werden kann. Für die Nutzung der englischsprachigen Foto- und Video-Anwendung wird 37,5 MB an freiem Speicherplatz auf dem iDevice benötigt, zudem ist iOS 7.0 oder neuer als kleinste Voraussetzung Pflicht.

Storyo hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus der eigenen Fotosammlung kleine Videoclips anhand der vorhandenen Metadaten zu zaubern. So kann beispielsweise eine Reihe von Fotos, die an einem bestimmten Ort oder während einer bestimmten Zeitspanne entstanden sind, ausgewählt werden, um daraus dann ein kleines, ansehnliches Video mit Orts- und Zeitangaben zu erstellen. Storyo bietet diesbezüglich auch eine Möglichkeit, das Video mit vier vorgefertigten Instrumental-Tracks zu unterlegen oder eigene Songs aus der iTunes-Mediathek zu diesem Zweck zu nutzen.

Videos sind mit Storyo einfach und schnell erstellt

Um entsprechende Videoclips aus den vorhandenen Bildern zu erstellen, wählt man anhand der Metadaten einen Zeitraum aus, bzw. legt ein Start- und ein Schlussbild fest. Die darin enthaltenen Fotos werden zu einer Video-Collage zusammengesetzt und können mit vier verschiedenen Überblendungs-Effekten versehen werden. Auch die Dauer des Videos ist wählbar zwischen 15, 30 und 60 Sekunden. Auf diese Weise eignen sich die Clips auch zum Versand in Messengern – Threema beispielsweise erlaubt nur Videos mit maximaler Länge von 60 Sekunden.

Zusätzlich kann ausgewählt werden, ob eventuell vorhandene Standortdaten, optional auch mit einer Karten-Ansicht, in den Videos angezeigt werden sollen. Ist man mit dem automatisch von der App festgelegten Videotitel und den Einblendungen nicht zufrieden, können diese nachträglich vom User noch geändert werden. Die fertigen Videoclips von maximal 60 Sekunden Länge werden im 1:1-Format in Storyo gespeichert, können aber auch in der Camera Roll gesichert, per Mail und iMessage verschickt, und auch in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Die Entwickler geben Nutzerdaten an Dritt und Partner weiter

Bei einer Gratis-App wie Storyo, die zudem keinerlei Werbung oder In-App-Käufe für weitere Inhalte zur Monetarisierung bereit stellt, keimt allerdings der Verdacht auf, dass hier persönliche Daten als Preis für die Nutzung abgegriffen werden. Gerade bei einer App, die Metadaten der Bilder verwendet, um Videos zu erstellen, stellt die Verwendung ein nicht unbedeutendes Risiko dar. Blättert man sich also durch die endlos langen AGBs und Datenschutzrichtlinien innerhalb von Storyo, bemerkt man im unteren Drittel die eindeutigen Hinweise zur Weitergabe der Nutzerdaten an Dritte („II. Sharing personal information with third parties“).

Dort finden sich bei der Verwendung der Nutzerdaten Sätze wie „…our business partners who offer a service to you jointly with us, for example, when running a co-sponsored contest or promotion…“ oder „…third parties who we think may offer you products or services you may enjoy“. Auch wenn die Entwickler von Storymatik Software in Portugal und damit in Europa ansässig sind – deutlicher kann man seinen Nutzern nicht mitteilen, dass man Daten einsammelt und sie an Dritte weitergibt.

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