360 S6: Staub- und Wischroboter mit App im ausführlichen Test

Ein kleiner Helfer mit großer Wirkung.

360 s6

Der Markt der Staubsaugerroboter ist groß. Nach dem Umzug in eine neue Wohnung habe ich den 360 S6 einsatzbereit gemacht. Heute möchte ich einen Testbericht präsentieren – und ich kann schon vorweg nehmen: Tolles Produkt!

  • 360 S6 bei Gearbest für aktuell 259,65 Euro kaufen (zum Online-Shop)
  • aktuell kleiner Rabatt im Warenkorb

Der 360 S6 kann nicht nur Staubsaugen, sondern auch wischen. Dazu aber gleich mehr. Der Roboter verfügt über eine CE-Kennzeichnung, was bei einigen China-Produkten nicht immer der Fall ist. Im Lieferumfang enthalten ist der Roboter selbst, eine 0,4 Liter große Staubkammer, ein 150 Millimeter großer Wassertank mit Wischmopp, die Ladestation mit EU-Stecker, ein kleines Reinigungswerkzeug sowie eine englische Bedienungsanleitung.

Optisch unterscheidet sich der Sauger nur kaum von seinen Konkurrenten. Allerdings sollte man beim 360 beachten, dass der Lasermesser auf der Oberseite herausragt, die Höhe beträgt insgesamt 10 Zentimeter. Das stört mich persönlich wenig, da er bei mir unter die Heizung und unten offene Schränke passt. Der Durchmesser beträgt 35 Zentimeter.

360 s6 lieferumfang

Die Verarbeitung ist makellos. Auf der Oberseite befinden sich zwei beleuchtete Knöpfe: Ihr könnt den Roboter AN oder AUS schalten, der Knopf mit dem Stecker-Symbol lässt den 360 S6 automatisch zur Ladestation zurückfahren.

360 s6 ladestation

Die Ladestation selbst ist 19 Zentimeter breit und sollte an einem festen Ort aufgestellt werden, damit der Roboter diese stets findet. Auf der Unterseite gibt es kleine Gummimatten, die ein Verrutschen verhindern. Beachten solltet ihr auch, dass neben der Station jeweils 40 Zentimeter Platz sein sollten, damit der 360 S6 ausreichend Spielraum hat. Einen Clou gibt es noch: Auf der Unterseite könnt ihr eine Klappe öffnen und dort das möglicherweise zu lange Kabel aufrollen. Das Stromkabel könnt ihr dann entweder rechts oder links aus der Station herausführen. Praktisch.

Die Einrichtung erfolgt per Smartphone-App

Bevor der Roboter arbeiten kann, muss er per App eingerichtet werden. Die 360smart-App (App Store-Link) kann kostenlos installiert werden, leider haben es die Hersteller nicht geschafft eine englische App Store-Beschreibung anzubieten. Daraus resultiert leider auch, dass Updates immer nur in chinesischer Sprache ablesbar sind. Das ist nicht so toll gelöst, immerhin möchte man ja wissen welche Funktionen neu hinzugekommen sind.

360smart app iphone

Aber gut: Die App selbst ist in englischer Sprache verfügbar und setzt eine Registrierung mit Name, E-Mail und Telefonnummer voraus. Warum man unbedingt seine Handynummer angeben muss, weiß ich nicht. Zur Not nutzt man eine temporäre Nummer.

Die Installation an sich ist sehr einfach, da man in der App schrittweise angeleitet wird. Ihr könnt einen Namen vergeben, müsst den 360 S6 mit euerem WiFi bekannt machen und könnt dann starten. Es werden sowohl 2,4 als auch 5GHz Netzwerke unterstützt.

360智能
360智能
Preis: Kostenlos

Die App selbst ist einfach aufgebaut und gut zu bedienen. Beim ersten Start wird der 360 S6 mit seinem Laser die Räume vermessen. Das dauert seine Zeit und ist natürlich auch von der Raumgröße abhängig. Die Erstellung der Karte ist super, der Roboter erkennt alle Hindernisse und markiert diese auf der Map. Danach ermittelt der Roboter die effektivste Reinigungsroute.

360smart app

Der Vorteil hier: Ihr könnt mehrere Karten anlegen und speichern. So könnt ihr verschiedene Räume scannen und speichern oder auch mehrere Etagen hinterlegen. Des Weiteren könnt ihr auf der Karte Bereiche markieren, die der Roboter meiden soll, umgekehrt lassen sich Bereiche auch für die mehrfache Reinigung anlegen. Das ist zum Beispiel für den Essbereich oder die Küche sinnvoll, da hier oftmals mehr Dreck anfällt.

Die 360smart-App bietet noch viele weitere Einstellungen und Möglichkeiten. Hier die Zusammenfassung:

  • Select Map: Hier kann man die entsprechende Karte auswählen.
  • Reset Map: In diesem Bereich könnt ihr Karten löschen.
  • Schedule: Die Arbeit des 360 S6 kann geplant werden. Ihr könnt exakt angeben, wann und wo der Roboter reinigen soll. An bestimmten Wochentagen, nur am Wochenende, täglich und weitere Optionen stehen zur Verfügung.
  • History: Hier könnt ein paar Statistiken einsehen. Wie oft und wann wurde gereinigt, wie viel Quadratmeter hat der 360 S6 schon abgesaugt und mehr.
  • RC Mode: Möchte man nur eben schnell ein Unglück entfernen, kann man in diesem Modus den Roboter von Hand steuern. Funktioniert gut.
  • Update: Wenn Firmware-Updates zur Verfügung stehen, können sie hier eingespielt werden.
  • Positioning: Beim Klick ruft der Roboter „I’m here“. Hilfreich, falls er sich mal irgendwo verkantet hat und ihr ihn nicht findet.
  • Do Not Disturb: Der „Nicht Stören“-Modus deaktiviert die Audiostimme und es wird keine Reinigung gestartet. Kann zeitgenau geplant werden.
  • Maintance: Zeigt die Qualität der Filter, Bürsten und Sensoren an.
  • Settings: Hier könnt ihr den Namen ändern, die Lautstärke der Audiokommentare einstellen und allgemeine Infos abrufen.

Der Alltagseinsatz des 360 S6

Der 360 S6 leistet bei mir sehr gute Arbeit. Ich lasse ihn alle zwei Tage automatisch den Boden absaugen und bin oftmals überrascht, wie viel Staub und Dreck da zusammenkommt. Die Staubkammer, die übrigens mit einem Primärfilter, einem Schwammfilter und einem HEPA-Filter ausgestattet ist, ist doch recht schnell voll und sollte häufig geleert werden. Hier kommt es natürlich auf die Verschmutzung und Raumgröße an.

Das Herausnehmen der Staubkammer ist kinderleicht. Es genügt ein Klick auf den oberen Button und schon springt die Kammer raus. Diese könnt ihr dann über dem Mülleimer ausleeren – ihr müsst keine Angst haben, dass ihr den Dreck wieder in der Wohnung verteilt, denn es gibt es kleine Klappe, die genau das verhindert.

360 s6 staubkammer

Die Saugkraft des 360 S6 liegt bei 1800pa und ist vollkommen ausreichend um eine normale Verschmutzung zu entfernen. Die Lautstärke auf voller Stufe ist nicht zu laut, da ich den Roboter so programmiert habe, dass er immer vormittags reinigt, kriege ich davon eh nichts mit. Wenn man Zuhause ist, kann man aber auch einen „Silent Mode“ mit 800pa oder einen „Normal Mode“ mit 1300pa wählen. Die Arbeitszeit liegt bei zwei Stunden und bis zu 200 Quadratmeter, die Ladezeit beträgt bei leerem Akku drei Stunden. 

Praktisch: Der 360 S6 verfügt über einen Teppichmodus. Sobald er über Teppich rollt, wird die Saugkraft auf 1500pa runter geregelt und der entsprechende Modus aktiviert. Ebenfalls gut: Kleine Hindernisse kann der Saug- und Wischroboter überwinden. Sind diese nicht höher als 1,5 Zentimeter, kann der 360 drüber fahren. Denn auf der Unterseite befinden sich nicht nur die zwei außenseitigen und die mittige Bürste, sondern auch die Räder, die etwas ausgefahren werden können, um eben kleinere Anstiege und Hindernisse überwinden zu können.

360 s6 unten

Wischen ist eine Erleichterung, aber kein Ersatz

Während das Staubsaugen wirklich sehr praktisch ist, empfinde ich den Wischmodus nicht ganz so sinnvoll. Dafür müsst ihr den Roboter nämlich umrüsten und den Wassertank füllen. Der Wischmopp ist nur leicht feucht, Wasserpfützen hinterlässt der Roboter keine. Natürlich sollte man beachten, dass der Druck nicht so hoch ist und demnach auch nur leichte Verschmutzungen gelöst werden können. Für eine Art Vorbereitung ist das Wischen ganz nett, in der Praxis verzichte ich auf diese Funktion aber.

360 S6: Das Fazit

Ich bin froh, dass der 360 S6 bei mir eingezogen ist. Er verrichtet eine sehr gute Arbeit und ist eine echte Konkurrenz zum Xiaomi Roborock S50. Die Verarbeitung ist top, die App sehr intuitiv und einfach zu bedienen, die Sensorik zuverlässig und das Reinigungsergebnis super. Die Wischfunktion ist für mich persönlich nur ein netter Zusatz, der funktioniert, bei starke Verschmutzung aber nicht ausreicht.

Klar: Die Hersteller des 360 S6 haben sicherlich so ein paar Dinge beim Roborock abgeschaut, aber das ist nicht schlimm. Herausgekommen ist ein sehr gutes Produkt zu einem noch besseren Preis. Bei Gearbest gibt es den 360 S6 aktuell für 259,65 Euro aus einem EU-Lager (Fast-XX). Zum Vergleich: Der Roborock S50 kostet 100 Euro mehr, liefert etwas mehr Saugraft, eine größere Staubkammer und mehr Akku.

Ihr habt noch Fragen zum Produkt? In den Kommentaren werde ich diese gerne beantworten.

Kommentare 14 Antworten

  1. Welchen würdest du dir privat kaufen? Roborock oder den hier? Lohnen sich die 100 Euro Aufpreis?
    Ich zögere wegen krabbelkind noch etwas.. dem kann man noch nicht beibringen das es kein Spielzeug ist 😉

    1. Den Roborock habe ich nicht testen können. „Auf dem Papier“ ist der 360 zwar minimal schlechter, aber die 100 Euro Aufpreis würde ich mir persönlich sparen.

  2. Mir persönlich fehlt die Einbindung in Smart Home. Denn ich möchte dass der Roboter nur saugt wenn niemand da ist, und das scheint der nicht zu können?!

      1. Zeitpläne sind schön, ist aber nicht das was ich brauche. Mit Frau und zwei Kindern muss schon öfter mal gereinigt werden. Aufgrund zwei Kinder ist es mir am liebsten der Roboter reinigt wenn niemand zu Hause ist und das geht mit Zeitplänen nur bedingt.

    1. achjee, und dass der letzte die Taste drückt, bevor er das Haus verlässt, geht demnach auch nicht …
      aber stimmt schon, Geo-Fkt. ist einfach toll – die allen Servern mitteilt, dass das Haus leer steht ! ;o) ^^

      1. Wenn dann will ich eine Digitalisierung 4.0 und kein 3.8. Also demnach nein, das Auto nehme ich mit ABS nicht ohne.

        Aber stimmt schon, Handys sind einfach toll – die allen Servern mitteilen, dass und wo man unterwegs ist! ;c) ^^

    2. Wir haben zwei Kinder (bis 2 Jahre) daheim und den Roborock – wenn die Frau unterwegs ist und es vergessen hat, holt sie schnell das Handy raus und starten den Staubsauger per App. Machen wir auch so ?…

  3. Es bleibt mir ein Rätsel, wie man solchen Unsinn gut finden kann. Da sauge ich lieber selbst, komme in alle Ecken, kann Stühle mal kurz verrücken, die Couch kurz vorschieben etc. etc.

  4. Den S50 gibt es schon für 340€ mit Lieferung aus Deutschland bei AliExpress – sind dann nur 80€ mehr.
    Da würde ich immer zum S50 greifen, weil hier Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialversorgung sicher gestellt ist und man sich um die Weiterentwicklung der Software und den Bestand der Server keine Sorgen machen muss.
    Und grade wegen der Server sollte man dreimal überlegen, denn wenn die abgeschaltet werden, gehen fast alle Funktionen verloren.

    1. soso, und dieser “schnelle Ali” hilft mir dann auch, wenn nach ein paar Monaten der Sensor defekt ist ?! Klar, er hat ja aus dem Hamburger Hafen verschickt – also hab ich Garantieanspruch ! ^^

  5. Wie sehr hängt der an Servern? Ich möchte gerne vermeiden das mein Gerät nach 2 Jahren unbrauchbar wird. Gibt es da Konkurrenz die das besser macht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2018 appgefahren.de