Tolino Vision 6 ausprobiert: Neuer eBook-Reader kann ab sofort vorbestellt werden

Viele kleine Verbesserungen sorgen für Freude

Seit ein paar Tagen kann man den neuen Tolino Vision 6 vorbestellen, beispielsweise bei Thalia.de für einen Preis von 169 Euro. Ausgeliefert werden soll der neue eBook-Reader ab dem 27. Oktober, also in genau einer Woche. Ich durfte das neue Modell bereits ausprobieren und möchte euch von meinen ersten Erfahrungen schildern. Denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, hat sich beim neuen Tolino Vision 6 doch einiges getan.

Das merkt man bereits vor dem ersten Einschalten. An der rechten Seite des Tolino Vision 6 ist nämlich kein Micro-USB-Anschluss per verbaut, sondern ein USB-C-Port. Gerade für modern lebende Menschen ist das eine wirkliche Erleichterung im Alltag. Im Lieferumfang ist zudem ein USB-A auf USB-C-Kabel enthalten, es sollte also jeder dazu in der Lage sein, den Tolino Vision 6 problemlos aufzuladen.


Ansonsten ist das Design nahezu unverändert, es gibt weiterhin eine Griff an der Seite mit zwei Blättertasten. Dies können übrigens auch mit einem langen Tastendruck zusätzlichen Funktionen ausführen und es spielt keine Rolle, wie herum ihr den eBook-Reader haltet – die Inhalte können einfach gedreht werden. Eine kleine Veränderungen gibt es dann aber doch: Am Rand gibt es eine kleine Kante, dank der man den Tolino Vision 6 noch ein wenig einfacher sicher festhalten kann.

Das Display des Tolino Vision 6 ist deutlich verbessert

Ansonsten gibt es die größten Neuerungen unter der Haube. Neben einem Quad-Core-Prozessor wurde ein optimiertes Display verbaut, das nicht nur eine um 20 Prozent kürzere Reaktionszeit bietet, sondern auch verbesserte Kontraste. Und insbesondere diese Kontraste machen das Lese-Erlebnis deutlich angenehmer: Die Schrift ist dunkler und wirkt dadurch schärfer. Dieser Effekt verstärkt sich bei eingeschalteter Beleuchtung noch einmal deutlich.

Die verbesserte und schärfere Darstellung ist wirklich erstaunlich, denn an der Pixeldichte selbst hat sich beim Tolino Vision 6 nichts getan. Er verfügt weiterhin über eine Pixeldichte von 300ppi.

Neben einer frei einstellbaren Helligkeit bietet der wasserdichte Tolino Vision 6 übrigens auch unterschiedliche Weißtöne. Je nach Tageszeit kann so zwischen kaltweiß und warmweiß gewechselt werden, auf Wunsch auch automatisch. In allen Einstellungen ist die Ausleuchtung des Displays dabei wirklich sehr homogen, es sind keine einzelnen LED-Punkte zu erkennen.

Auch wenn mittlerweile ein Android-Betriebssystem zum Einsatz kommt, hat sich an der Benutzeroberfläche nichts verändert. Wer bereits einen Tolino genutzt hat, wird sich also schnell zurechtfinden. Für alle anderen gibt es während der Installation und auch während der Nutzung hilfreiche Hinweise, dank der alle wesentlichen Funktionen vorgestellt werden.

Noch ein paar Daten und Fakten: Der Tolino Vision 6 unterstützt die eBook-Formate EPUB, PDF, TXT und ist kompatibel mit eBooks öffentlicher Bibliotheken. Er kann sich drahtlos mit einem WLAN verbinden, nach der Anmeldung bei einem Online-Buchhändler sogar über HotSpots der Telekom. Auf dem Reader selbst stehen 12 GB Platz zur Verfügung, das soll laut Hersteller-Angaben für mehr als 12.000 digitale Bücher reichen. Darüber hinaus gibt es Extras wie die Installation von einen Schriften oder ein integriertes Wörterbuch, diese Funktionen habe ich bisher aber nicht wirklich genutzt.

Verbindung mit dem Mac wird zum Stolperstein

Wirklich negativ aufgefallen ist mir bisher nur ein nicht ganz unwichtiges Detail: Wenn man den Tolino Vision 6 mit dem Kabel an einen Computer anschließt, verbindet er sich nicht mehr als Laufwerk, auf das man einfach zugreifen kann. Stattdessen wird das Media Transfer Protocol verwendet, für das auf dem Mac aber die Installation von Drittanbieter-Software notwendig ist. Genau das wird so aber nirgends erklärt oder dokumentiert – und ist eine unnötige Hürde für alle Nutzerinnen und Nutzer, die bisher auf die USB-Verbindung zurückgegriffen haben.

Wer keine zusätzliche Software installieren möchte, kann seine eigenen eBooks nur über die Tolino-Weboberfläche im Browser auf seinen eBook-Reader laden. Wie die Situation auf Windows-Computern aussieht, kann ich euch mangels entsprechender Hardware leider nicht sagen.

Abgesehen von diesem Makel, der allerdings auch nicht jeden betreffen dürfte, bekommt man mit dem Tolino Vision 6 einen tollen eBook-Reader, bei dem vor allem das Display stark verbessert wurde. Wer viel liest und das Design mit den seitlichen Blättertasten mag, darf hier bedenkenlos zuschlagen.

Tolino Vision 6

Der Schnellste seiner Art – noch mehr Lesekomfort durch neuen Quad Core-Prozessor und verbessertes E Ink Display.

169 EUR

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Kommentare 14 Antworten

    1. Ja, das stimmt. Wobei man das auch in den Einstellungen ändern kann. Leider passiert das nicht automatisch, wie beispielsweise bei den Lautstärke-Tasten des iPad mini.

  1. Mit dem neuesten Sofware Update 14.2 unterstützen die tolino Geräte von Thalia Mayersche auch die Nutzung der Skoobe E-Book Flatrate.

    Wird das für den Vision 6 von auch der Fall sein? Ich vermute/hoffe sehr, dass dies der Fall ist.

    Insbesondere aufgrund der schnelleren Reaktionszeit ist das Gerät attraktiv. Aber eben nur, wenn Skoobe auch unterstützt ist.

  2. Ich warte seit Wochen darauf, ob auch ein neuer Tolino Epos 3 endlich herauskommt, weil ich von meinem Kindle weg will. Die Tolino-Cloud finde ich super. Aber wenn der neue Vision jetzt geluncht ist, schein’s wohl immer noch keinen neuen Epos zu geben.

  3. Ich nutze noch die 3er Version und bin sehr zufrieden. Mittels der Cloud sind eBooks auf dem Gerät sofort verfügbar und die Verwaltung der eBooks ist hervorragend gelöst. Ich bin damals von einem Kindle Paperwhite auf den Tolino Vision umgestiegen.

  4. Geschmacksfrage. Sie sind sehr ähnlich. Tolino ist durch epub flexibler und die Tolino Cloud ist super, um z.B. mal schnell auf einem anderen Gerät weiter zu lesen. Klar kann man mit Calibre DRM strippen, aber ich bin nach vielen Jahren Amazon/Kindle davon genervt. Denke Tolino macht einen sehr guten Job.

  5. Bisher (bis einschl. Firmware 14.2.0) war die Unterstützung des LCP/CARE DRM der Bibliotheken ja leider unter aller Kanone. Hat sich hier mit dem neuen Gerät (und entsprechend neuer Firmware) denn etwas verbessert?

  6. Kann mir jemand helfen, welche Drittanbieter-Software zur Verbindung mit dem MacBook verwendet werden soll? Im Artikel wird leider keine konkrete erwähnt und ich bin leider auch anderweitig nicht fündig geworden. Ich bin etwas verzweifelt, weil es fast keine brauchbaren Informationen zu dem Problem gibt.
    Vielen Dank für die Hilfe!

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