Aerofly FS 2021: Flugschülerin Mel meldet sich im Cockpit

Neuer Flugsimulator ausprobiert

Ja, ich muss es leider zugeben: Flugsimulatoren gehörten bisher noch nicht zu meinem favorisierten Spiele-Genres, genau wie alle weiteren Simulationen von Verkehrsmitteln oder landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Wenn aber die Chefs eine nähergehende Betrachtung des neuen Aerofly FS 2021 Flugsimulators einfordern, schwinge auch ich mich zur Abwechslung mal ins Cockpit und versuche mich am Steuern der fliegenden Maschinen.

Schon die Vorbereitung auf meine erste Flugstunde nimmt einiges an Zeit in Anspruch: Das 10,99 Euro teure Aerofly FS 2021 (App Store-Link) nimmt auf meinem iPad Pro 11″ mehr als 4 GB an freiem Speicherplatz in Anspruch. Möchte man die im Hauptmenü kostenlos angebotenen vier zusätzlichen Gratis-Optionen und -Regionen (Florida, Utah und Colorado, England sowie hochauflösende Luftaufnahmen) herunterladen, fallen pro weiterem Download nochmals weitere 2 bis 4 GB an. Es lohnt sich vor der Installation des ab iOS 13.6 kompatiblen Simulators also durchaus, den internen Speicher freizumachen. Anders als in der App-Beschreibung angegeben, stellt der Aerofly FS 2021 Flugsimulator in den Einstellungen auch eine deutsche Lokalisierung zur Verfügung.


Umfassendes 22-teiliges Tutorial für Flugschüler

Nach dem ersten Start der App wird zumindest eine blutige Flugschülerin wie ich mit allerhand möglichen Einstellungen überhäuft. Ich kann so unter anderem justieren, wie hoch der Bewölkungsgrad von dichten oder hohen Cumulus- bzw. Cirruswolken ist, ob ich das Seitenruder manuell, assistiert oder automatisch steuern möchte, wie hoch der internationale und lokale Flugzeugverkehr in der Luft sein soll, ob ich Landmarken ein- oder ausgeblendet haben möchte und ob ich aktive, keine, oder alle Anflughilfen nutzen möchte. Als Newbie fühlt man sich bei all diesen Einstellungen noch demütiger als sowieso schon.

Zum Glück gibt es im Aerofly FS 2021 Flugsimulator gleich im Hauptmenü auch die Option „Flugschule“ – genau das richtige für mich. Im Hauptmenü können außerdem auch die zur Verfügung stehenden Flugzeuge, von kleinen Cessnas bis hin zu Doppeldeckern, großen Airbus A380, Helikoptern und Kampfflugzeugen eingesehen und ausgewählt werden. Auch der Start-Flughafen, die Navigation und die Wetterbedingungen lassen sich hier einsehen.

In der Flugschule selbst wartet dann ein aus 22 Teilen bestehendes Tutorial, in dem man sich mit der grundlegenden Steuerung und ersten Übungen in der Luft mit dem Flugzeug vertraut macht – um so vielleicht in späteren Schritten auf den Luftverkehr losgelassen zu werden. Erfreulicherweise gibt es hier auch eine in deutscher Sprache geführte Navigation während der Flugübungen durch eine weibliche Stimme. So lernt man nach und nach das Höhen- und Querruder zu bedienen, Kurven zu fliegen und vieles mehr.

Lob und Tadel in Wort- und Sternform

Die Fluglehrerin lässt einer Flugschülerin wie mir dabei nicht alles durchgehen und verteilt im Anschluss an jede Lektion maximal drei Sterne – je nachdem, wie akkurat man die jeweiligen Übungen durchgeführt hat. Und auch an Lob und Tadel lässt Frau Lehrerin nichts vermissen: Von „Perfekt“ bis hin zu „Das kannst du besser“ bekommt man entsprechende verbale Bewertungen der eigenen Flugkünste.


Hat man dann alle Lektionen bestanden oder sich alternativ in einer Vorführung angesehen, kann man sich im wahren Flugverkehr unter Beweis stellen. Dazu stehen dem neuen Piloten insgesamt 23 Flugzeuge, über 200 Flughäfen auf der ganzen Welt sowie mehr als 700.000 Quadratkilometer an hochauflösenden Luftbildern geboten. Wer noch eine Karte und Flughäfen aus der Schweiz nutzen möchte, kann diese per In-App-Kauf in Höhe von 2,29 Euro in Aerofly FS 2021 erwerben. Nach meinen ersten persönlichen Flugstunden konnte ich mich zumindest etwas mit dem Genre der Flugsimulatoren anfreunden. Mal schauen, ob ich demnächst einen kleinen Rundflug über Großbritannien starten werde – wirkliche Reisen sind ja aufgrund der aktuellen Lage derzeit keine Option.

‎Aerofly FS 2021
‎Aerofly FS 2021
Entwickler: IPACS
Preis: 10,99 €+

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Kommentare 4 Antworten

  1. dieser Flugsimulator ist anspruchsvoll und lässt einen die Lage realistisch einschätzen wenn man vorher geglaubt hat, dass Fliegen wie Traktorfahren wäre. Da reicht es einem nicht, die paar besonderen „Knöpfe“ auswendig zu lernen und dann löpp datt. Von dem her ist der Flugsimulator eine richtig feine Sache für Leute mit Köpfchen und Geduld. Da ich von anderen Simulatoren die Bedienung und die Feinmotorik kenne, ohne Anspruch auf echtes fliegerisches Können, finde ich diese Simulation echt gelungen.
    Der Fluglehrer ist tatsächlich eher zu streng als zu lasch mit dem Schüler aber das weckt eher den Ehrgeiz es noch besser zu machen als gelangweilt zu sagen, kann ich auch schon… pah !babykram!

    Danke an Mel für den tollen Bericht!
    Frohes Fest und guten Rutsch!

  2. Naja ich finde schon das das der beste Simulator ist im App Store aber das sieht alles genauso aus wie die Vorgänger. So richtig viel Mühe geben Sie sich nicht. Wer allerdings noch nie einen Flugsimulator auf dem iOS geflogen ist dem empfehle ich diesen aufjedenfall.

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