BeeWi Bluetooth Mini Cooper: Kleines Rennauto mit iPhone-Fernbedienung im Test

Derzeit gibt es bei Gravis ein kleines Spielzeug im Angebot, dass sich nicht nur für Kinder eignet.

Meine appgefahrenen Kollegen waren so nett und haben mir als großen Mini Cooper-Fan diesen kleinen Flitzer für die Wohnung zum Geburtstag geschenkt. Da das Bluetooth-Auto momentan bei Gravis (Produkt-Link) vergünstigt zum Preis von 24,99 Euro erhältlich ist (sonst 59,99 Euro), wollen wir euch einen kleinen Test natürlich nicht vorenthalten, und haben ein paar erste Runden mit dem roten Mini Cooper in den eigenen Wänden gedreht.


Verpackt in einem Karton mit Klarsichtfenster kommt der feuerrote Mini Cooper S (das Sportmodell des Herstellers) daher – aus dieser nicht gerade kundenfreundlichen Verpackung gilt es ihn zunächst einmal zu befreien. Als schwierig stellt sich insbesondere das Entfernen des Autos von seiner Bodenplatte aus Pappe heraus: Hier war sogar ein kleiner Schraubenzieher nötig, um eine Plastikscheibe zu lösen. Was sich die Menschen von BeeWi dabei gedacht haben, ist höchst fraglich.

Steht der rote Flitzer mit schwarzen Fensterscheiben und schwarzem Dach dann endlich vor einem, ist man von der Detailtreue des 17 x 8 x 7,5 cm großen Modells überrascht. Zwar besteht der Mini Cooper komplett aus Kunststoff, jedoch machen die Komponenten keinen extrem billigen Eindruck. Lediglich an den Alufelgen oder den Frontscheinwerfern lässt sich erahnen, dass man hier kein absolutes Premiumprodukt erstanden hat.

Bis es zu ersten Rennen in der Wohnung kommen kann, müssen zunächst noch einige weitere Schritte vorgenommen werden. Dazu zählt das Einlegen von drei Batterien des Typs AA mit 1,5 Volt, die in einem Fach auf der Unterseite des Autos verstaut werden, sowie der Download der entsprechenden App von BeeWi, mit der sich der Mini Cooper dann über das iPhone, den iPod Touch oder das iPad steuern lassen.

Einfaches Pairing

Zum Glück haben die Hersteller einen QR-Code auf der Verpackung angebracht: Nach dem Scan von diesem gelangt man direkt zum kostenlosen Control Pad (App Store-Link) von BeeWi im App Store. Der Rest ist denkbar einfach: Nach Starten der Bluetooth-Konnektivität auf dem Gerät muss nur noch auf der Unterseite des Autos ein Schalter auf „On“ gesetzt, und das Auto dann mit iPhone oder iPad verbunden werden. Zwar wird nach einem Code gefragt, aber mit „0000“ gehört dieser zur Standardkonfiguration eines Bluetooth-Gerätes.

Die Control-Pad-App kann auf zwei verschiedene Art und Weise verwendet werden: Entweder per Touch auf entsprechende Buttons auf dem Screen des iDevices, oder aber über den Bewegungssensor. Insgesamt sind vier Richtungen möglich: Links und Rechts, sowie Vorwärts- und Rückwärtsgang. Über eine Spur-Einstellung auf der Unterseite des Fahrzeugs lassen sich vorweg auch noch kleine Anpassungen vornehmen.

Nach einigen Testfahrten auf Teppich- und PVC-Boden habe ich schnell gemerkt, dass es sich mit der Sensor-basierten Steuerung letztendlich leichter fährt als über das Antippen der Buttons auf dem Screen. Letztere trifft man nicht immer, und das Auto kracht dementsprechend gegen Wände oder Möbel, weil man den Blick auf das Display richten muss. A propos Crash: Trotz der Kunststoff-Konstruktion ist der Mini Cooper erstaunlich robust. Nach einigen Frontalzusammenstößen mit meinem Mobiliar ging ich schon von einem Totalschaden aus – der Mini Cooper zeigte aber bis auf kleine Schrammen am Radkasten oder der Front kaum ernsthafte Beschädigungen.

Nicht für alle Böden empfehlenswert

Auch über die Geschwindigkeit des Autos lässt sich nicht meckern: Der Kleine surrt zügig durch die Wohnung, und schafft sogar mit etwas Anlauf niedrige Türschwellen. Die Reifen sind leicht gummiert und mit etwas Profil versehen – auf Teppich fährt es sich damit sehr bequem. Lediglich bei hoher Geschwindigkeit und glattem Boden wie PVC oder Laminat driftet der Mini gelegentlich mehr, als er eigentlich soll. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist die teils empfindliche Steuerung nach links und rechts: Das Auto schlägt schon bei kleinen Kippbewegungen des iPhones oder iPads stark ein, daran muss man sich erst gewöhnen.

Insgesamt jedoch lohnt sich der Kauf des Bluetooth-Mini Coopers, insbesondere zu diesem aktuellen Preis von Gravis – den OVP von knapp 60 Euro ist der kleine Flitzer meiner Ansicht aber nicht wert. Zwar hätte ich mir einige Zusatzfunktionen wie Blinker oder Tagfahrlicht mit kleinen LEDs am Mini Cooper gewünscht, aber auch so überzeugt das Fahrzeug mit einer stabilen Bluetooth-Verbindung und einem flotten Antritt. Wer statt des Mini Coopers lieber einen schnittigen Sportwagen bevorzugt, findet bei Gravis derzeit auch noch einen roten Ferrari von Silverlit inklusive Blinker- und Fahrlicht zum selben Preis von 24,99 Euro (Produkt-Link). Bei Amazon wird für den Ferrari momentan 57,08 Euro (Amazon-Link), für den Mini Cooper 48,64 Euro (Amazon-Link) fällig.

Anzeige

Kommentare 6 Antworten

  1. Schön geschrieben:-)
    Alles was man wissen muß aufgeführt.
    Hätte Spaß beim lesen, auch wenn das Teil nix für mich ist.

  2. Ich hatte den Mini auch bestellt. Habe ihn wieder zurückgeschickt, da er für mich in Verarbeitung und Handling nicht zugesagt hat. Mit dem Originalpreis von fast 60,- hatte ich ein weitaus besseres Produkt erwartet.
    Nun habe ich den Ferrari geordert. Mal sehen was der so drauf hat 😉

    In punkto Bluetooth hat das Auto bei mir stets die Verbindung verloren, wenn ich durch die doch sehr schlechte Steuerung vor die Wand oder andere Gegenstände gefahren bin.
    Die Sensorensteierung hat bei mir gar nicht funktioniert!!!

    1. Ich bin bei meinen ersten Testfahrten so einige Male gegen Wände oder Möbel gefahren – Bluetooth-Verbindungsabbrüche konnte ich allerdings nicht ein einziges Mal beobachten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 appgefahren.de