DJI hat sich als Anbieter ziviler Drohnen und diversen Kamerazubehörs einen Namen gemacht. Heute launcht der Hersteller mit der Osmo 360 Seite erste 360-Grad-Kamera, die über eine 1-Zoll-360-Grad-Bildgebung und 8K-Video verfügt. Das 183 Gramm wiegende Leichtgewicht ist ab 479,99 Euro direkt beim Hersteller oder bei ausgewählten Handelspartnern erhältlich.
Die Bildgebung der Osmo 360 soll für die schärfsten Fotos sorgen, die derzeit mit einer 360-Grad-Kamera möglich sind. Zudem ist die Osmo 360 in der Lage, ultrahochauflösende Videos mit bis zu 8K und 50 fps aufzuzeichnen. Wer die Konfiguration 8K und 30 fps beim Aufzeichnen wählt, kann bis zu 100 Minuten Videomaterial ununterbrochen aufnehmen. Die Pixelgröße liegt bei 2,4 μm, was ebenfalls für besonders klare Bilder, eine höheren Dynamik und eine bessere Leistung bei schwachem Licht sorgen soll.
Die Osmo 360 verfügt über zwei Objekte, ein vorderes und ein hinteres, zwischen denen ein nahtloser Wechsel möglich ist. Im Einzelobjektivmodus steht euch ein Ultraweitwinkel von 155 Grad zur Verfügung, im Boost-Video-Modus könnt ihr auf ein 170-Grad-Weitwinkel zurückgreifen.
Darüber hinaus verfügt die Osmo 360 über folgende Funktionen und Eigenschaften:
- Unsichtbarer Selfie-Stick: Der unsichtbare Osmo Selfie-Stick verschwindet aus 360°-Videos ohne Bearbeitung und ermöglicht Aufnahmen aus der Third-Person-Perspektive, wie sie normalerweise von einem Kameramann gemacht werden.
- Video mit hoher Bildrate: Wer Videos in 4K aufnimmt, kann auf eine Bildrate von 100fps zurückgreifen.
- Vierfacher Zeitlupenmodus
- Fotos nimmt die Osmo 360 mit bis zu 120 Megapixeln auf.
- Gesten- und Sprachsteuerung für das Starten und Beenden von Aufnahmen.
- HorizonSteady und RockSteady: Mit aktiviertem HorizonSteady bleibt das Filmmaterial stets waagerecht, unabhängig davon, wie die Kamera gedreht wird. Im Einzelobjektivmodus reduziert RockSteady 3.0 effektiv Verwacklungen.
- GyroFrame und intelligentes Tracking: Mithilfe des DJI Mimo GyroFrame lassen sich 360°-Komposition durch die Bewegungssteuerung anpassen. Das intelligente Tracking ermöglicht es, Menschen, Fahrzeuge, Haustiere und mehr zu erfassen und zu verfolgen.
- Unterstützung für plattformübergreifende Bearbeitung in DJI Mimo oder DJI Studio sowie über das Premiere-Plugin auch in Premiere.
- 105 GB integrierter Speicher und bis zu 100 Minuten Akkulaufzeit. Mit dem Osmo 360 Battery Extension Rod könnt ihr zusätzliche 180 Minuten Laufzeit gewinnen. Beim Aufladen der Osmo 360 erreicht ihr nach zwölf Minuten Ladezeit einen Akkustand von 50 Prozent.
- Kompatibel mit Zubehör der Osmo-Action-Serie und dank 1/4-Zoll-Gewinde auch mit weiterem herkömmlichen Equipment.
Ab sofort erhältlich
Die Osmo 360 ist ab sofort im Store von DJI oder bei autorisierten Einzelhandelspartnern erhältlich. Ihr bekommt sie in der Standard Combo für 479,99 Euro, inklusive eines Action-Extreme-Akkus, einer Schutztasche, Ladekabels und Gummischutzes für das Objektiv. Bei weiteres Zubehör, wie etwa den unsichtbaren Selfiestick oder die verstellbare Osmo Schnellwechseladapterhalterung benötigt, bekommt diesem in der „Adventure Combo“, die 629,99 Euro kostet. Weiteres Zubehör ist separat erhältlich.


Im Prinzip ein Hauptkonkurrent zu Insta360 x5.
In manchen Sachen besser, in anderen schlechter.
Mich würde hier interessieren wie gut es wärme ableitet, oder ob es genauso schnell überhitzt.
Zudem scheint das wichtigste Zubehör zu fehlen: Ein Tauchcase für mindestens 40m Tiefe. 360° Kameras sind exakt für Umgebungen gedacht, wo man die Perspektive nicht vorher vernünftig wählen/planen kann. Und das ist in allen Wasserumgebungen der Fall.
Auch wichtig ist das editieren der Videos. Es muss eine Streamingfunktion haben mit low res live stream zur Auswahl der Perspektiven und Einstellungen. Denn du willst sicher nicht mit den Originaldateien hantieren, die ewig brauchen.
Hier ist zB auch die Bequemlichkeit der App ein wichtiges Kriterium.
Was kann diese Kamera schlechter, als die Insta360 x5?
Viele kleine und große Feinheiten, die ich gezielt gesucht hab.
Überhitzt viel schneller. Im Sommerhitze wäre Osmo eher eine 30min Kamera, während X5 eine bis zu 2h Kamera ist. Hat natürlich wegen der Größe auch um einen Drittel kleineren Akku/geringere Aufnahmelänge. Vor und Nachteil in einem ist der Mangel an AI-Upscaler. Manche Dinge profitieren davon, andere eher nicht. Kommt auf die Bedingungen an.
X5 macht auch ein Kompromiss bei seinen Linsen. Sehr leicht zu reparieren und günstige Ersatzlinsen bei Schäden – dafür aber keine Feinkalibrierung der Beschichtungen, um Blendeffekte der Sonne zu filtern wie beim Osmo. Muss man abwägen.
Insta360 ist die einzige Firma auf dem Markt, die zudem das flüßige Stitching beherrscht. Andere mögen es zwar auch bewerben – funktionieren allesamt nicht in Realität. Bei X5 kannst du wirklich auch die Ausschnitte als Videos verwenden, die genau auf der Übergangslinie zwischen den beiden Sensoren liegen. Bei Osmo wirst du eine klare verzerrte Linie haben.
Bezüglich der App Vergleiche habe ich mich noch nicht eingelesen, aber da Insta360 auch Jahre gebraucht hat bis sie mobiles Editieren verbaut haben, hätte ich keine hohen Erwartungen an Osmo, was die Nutzbarkeit der ersten Version angeht.
IP68 ist zudem quasi nur wasserdicht auf der Oberfläche.
Ich denke, da ich bisher auch kein Divecase gesehen habe, wird es auch ein noch größeres Stiching Problem bei Unterwasseraufnahme haben (wegen optischer Verzerrung, die nicht berichtigt wird).
Das mit überhitzt viel schneller stimmt nicht pauschal. Ich habe durchaus einige Review-Videos gesehen wo es genau anders rum war, beispiel iphonedo.
Ich habe iphonedo mal angesehen.
Ich würde mal an dieser Stelle so weit festhalten, dass der „Test“ gänzlich ignoriert werden muss.
Ich weiß nicht genau was er falsch gemacht und ob seine x5 vllt komplett defekt war, aber der gesamte „Test“ ist bereits lächerlich, wie sie in einem kühlen Studio drinnen mit ausgeschalteten Bildschirmen daliegen und nicht mal die maximalen Einstellungen nutzen.
Um zu betonen: Kein anderer hatte so ein Ergebnis. Deswegen pauschal X5 hat einen viel bessere Überhitzungstoleranz. Sie läuft bei den selben Einstellungen immer mindestens 10° kälter.
übrigens haben es wohl auch absolut alle Kommentare drunter bemerkt … es ist ganz klar ein gekauftes Review.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
Ich denke, dass die zweite oder dritte Generation, schon einige „Mängel“ beseitigt haben wird. Ich bleibe gespannt.
Thema Ersatzlinsen: Hat DJI besser gelöst. Du bekommst die Linsen zu einem geringeren Preis von DJI selbst getauscht, als du bei Insta für die Ersatzlinsen zahlst. Klar muss ich sie einschicken, dafür kümmert sich jemand professionell drum, dass da kein Staub, Fett etc drin ist.
Du bekommst das erste Set Ersatzlinsen fast immer geschenkt bei X5 (gibt tausende Codes und Pakete, weil sie damit aktiv werben).
Sie sind sehr leicht staubfrei anzubringen – das Set ist schon gut durchdacht.
Sie hatten früher bei X4 auch ein Einlieferservice. Haben aber verstanden, dass Leute mit Actioncameras wahrscheinlich keine paar Wochen ohne auskommen wollen, weil sie irgendwo mitten auf der Reise an einen Felsen drangekommen sind. Es ist wie gesagt ein Kompromiss jederzeit auf Reisen deine Kameralinsen reparieren zu können. Und da sie recht empfindlich sind, haben es die Nutzer so gewünscht.