Echo Studio: Unser erster Eindruck des neuen Amazon-Lautsprechers

So gut klang Alexa noch nie

Ich muss an dieser Stelle einfach mal ehrlich sein: Die bisherigen Echo-Lautsprecher haben zum Teil einen ganz ordentlichen Klang geliefert, spätestens in Verbindung mit dem Echo Sub. Grandioses Klanggefühl wollte bei mir aber auch mit dem 129,99 Euro teuren Subwoofer nicht so wirklich aufkommen, insbesondere im Vergleich zu den Alexa-Lautsprechern von Sonos oder dem tollen Bose Home Speaker 500.

  • alle Details rund um den neuen Echo Studio (Amazon-Link)

Auch gegen den HomePod hat Amazon mit seinen Echo-Lautsprecher bisher keine Chance gehabt, zumindest wenn man die klanglichen Qualitäten vergleicht. Ich darf an dieser Stelle vorwegnehmen: Mit dem Echo Studio wendet sich das Blatt zugunsten von Amazon. Apple muss zukünftig vor allem in Sachen Sprachassistent und Software liefern, um weiter eine Chance zu haben.

Ist der Echo Studio wirklich so gut wie Amazon behauptet?

Bevor ich euch meine Eindrücke rund um den Echo Studio mitteile, möchte ich noch einmal mit einem Zitat von Amazon einsteigen, das ich bereits gestern mit euch geteilt habe. Falls es euch noch in Erinnerung ist, könnt ihr den folgenden Absatz einfach überspringen:

Solch einen Echo haben Sie noch nie gehört. Echo Studio erzeugt eine immersive, dreidimensionale Klanglandschaft und umgibt Sie mit Audio in Studioqualität aus jeder Richtung. Bitten Sie Alexa einfach, einen Song, Interpreten oder Genre zu spielen und nehmen Sie nie gehörte Details in Ihrer Lieblingsmusik wahr. Zudem können Sie den Wetterbericht abfragen, Wecker stellen und kompatible Smart Home-Geräte steuern, ganz einfach per Sprachbefehl.

Meine Eindrücke rund um den Echo Studio fangen dieses Mal schon an der Bürotür an. Als mir der Kurierdienst den Karton in die Hand gedrückt hat, war ich bereits vom hohen Gewicht überrascht. Ein Blick in die technischen Daten verrät: Mit 3,5 Kilogramm ist der Echo Studio kein Leichtgewicht, der HomePod ist ein ganzes Stückchen leichter. Und mit 17,2 x 14,2 Zentimeter auch eine Ecke kleiner als der 20,6 x 17,5 Zentimeter große Smart Speaker von Amazon.

Die nächste Überraschung gab es beim Auspacken. Amazon will den Echo Studio als Premium-Produkt verkaufen und hat den Lautsprecher im Karton in eine schützende Tasche aus Stoff gepackt. Das verändert natürlich die Qualität des Speakers nicht, sorgt aber definitiv für einen hochwertigen Eindruck. Dieser setzt sich übrigens beim Design des Echo Studio fort. Auf der Oberseite gibt es die bekannten vier Bedientasten sowie einen LED-Ring im XXL-Format.

Was danach kommt, überrascht dann weniger: Nachdem man den Echo Studio mit einem Euro-Netzkabel mit dem Strom verbunden hat, startet der gewohnte Installationsprozess. Hier verhält sich der Echo Studio wie jeder andere Lautsprecher, und auch bei ihm kann man im Anschluss einen Equalizer mit drei Reglern für Bass, Mittelbereich und Höhen den eigenen Vorstellungen entsprechend anpassen.

So gut klingt der neue Echo Studio

Aber wie klingt er denn nun, der Echo Studio? Mir geht es hier gar nicht um die von Amazon angepriesenen Spielereien wie 3D-Musik, sondern um einfache Songs von Streaming-Diensten wie Spotify – denn genau das spiele ich auch im Alltag ab. Und was soll ich sagen: Der Echo Studio stellt alles in den Schatten, was Amazon bisher an eigenen Alexa-Lautsprechern auf den Markt gebracht hat.

Selbst vor einem Sonos One oder HomePod braucht sich der Echo Studio nicht verstecken, wobei man hier schon ganz genau hinhören muss, um Unterschiede zu bemerken. Der Sonos One hat vielleicht den klarsten Klang, HomePod und vor allem Echo Studio bringen dafür etwas mehr Wumms mit. Gleichzeitig schafft es Echo Studio aber, dass die Wiedergabe nicht vom Bass selbst dominiert und ruiniert wird. Erst bei maximaler Lautstärke kommt der Echo Studio bei einigen Liedpassagen etwas ins Schwanken.

Im direkten Vergleich mit dem HomePod hat der Echo Studio am Ende einen ganz entscheidenden Vorteil (mit dem man natürlich etwas anfangen können muss): Alexa bietet einfach deutlich mehr Möglichkeiten als Siri. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber in Sachen Sprachassistent ist der Echo Studio dem HomePod meiner Meinung nach haushoch überlegen. Und spätestens, seit es den Apple Music Skill für Alexa gibt, kann man auch verschmerzen, dass der Echo Studio kein AirPlay mit an Board hat. Aus Sicht eines Apple-Nutzers vielleicht die einzige Schwäche dieses hervorragenden Smart Speakers.

Und so kann ich am Ende festhalten: Amazon hat mit dem Echo Studio sehr viel sehr richtig gemacht. Dass der Klang bei maximaler Lautstärke nicht mehr perfekt ist, mag man dem Speaker verzeihen, denn im Alltag wird man ihn ohnehin selten voll aufdrehen. Deutlich ärgerlicher finde ich, dass der Lautsprecher mit dem wirklich guten Preis/Leistungs-Verhältnis erst wieder gegen Ende des Jahres lieferbar ist.

Wir stellen vor: Echo Studio – Smarter High...
  • Immersiver Klang – 5 Lautsprecher für kräftigen Bass, dynamische Mitten und kristallklare Höhen. Dolby Atmos-Verarbeitung verleiht Ihrer Musik Räumlichkeit, Klarheit und Tiefe.
  • Stets bereit – Alexa kann Musik abspielen, die Nachrichten vorlesen und Fragen beantworten.

Kommentare 10 Antworten

  1. Mal eine doofe Frage , die sich mir im Alltag teils stellt. Wie sind eure Erfahrungen mit diesen Stoffüberzügen und der Sauberkeit? Ich habe aktuell drei Dots und einen älteren Alexa im Haus und die Teile stauben ja schon ordentlich ein. Die alte Alexa kann ich abwischen, bei den Stoff-Dots sieht es ähnlich unschön aus wie bei meinem Smart-Armaturenbrett. Kann man drüber wischen , bringt eher wenig.
    Ansonsten scheint der Echo Studio aber eine tolle neue Alternative zu sein.

  2. Oder man greift zum Sonos. Ich habe ein Stereo Paar in der Küche und da sammelt sich oft mehr wie Staub auf dem Lautsprecher an – einfach abwischen und fertig. Was noch zu erwähnen ist, meine LS sind in weiß, fast 2 Jahre alt und sehen immer noch wie neu aus!

        1. Nun ja der Pod war lange kein Familienfreund sondern für Singles oder 2income .
          Verlässt man mit seinem IPhone das Haus … Ruhe 😳
          Selbst Radio war mühselig.
          Das konnte Amazon direkt.
          Selbst mein alter Herr < 75 hat das sofort auf die kette gekriegt.
          Jetzt warte ich mal auf die Cyberwoche dann kommt der Amazon Pod

  3. Ich bin absoluter Apple Fan,aber nach diesem Bericht ist die Kaufentscheidung wohl gegen Apple gefallen. Allein weil die Stimmen beim HomePod noch nicht unterschieden werden können.

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