Eyes – The Horror Game im Test: Aaaaaahhh, mein Blutdruck steigt!

Fiese, gruselige Horror-Games sind ja eigentlich nicht so wirklich mein bevorzugtes Genre. Aber was tut man nicht alles für die Appgefahren-Community?

Eyes – The Horror Game (App Store-Link) ist eine Universal-App für alle iPhones, iPads und iPod Touch, die am 3. April im deutschen App Store erschienen ist. Für kleine 89 Cent könnt ihr euch das unheimliche Vergnügen auf eure iDevices laden – aufgrund der App-Größe von 53,5 MB kann es sein, dass das Spiel nicht mehr aus dem mobilen Datennetzwerk, sondern nur aus einem WLAN-Netz geladen werden kann.

Da ich zugegebenermaßen ein kleiner Angsthase bin und nicht wirklich auf diese Art von Grusel und Psychoterror stehe, habe ich das Spiel ganz bewusst ohne Kopfhörer und bei Tageslicht am lichtdurchfluteten Schreibtisch angespielt. Man mag mich für eine Memme halten – egal. Die Entwickler empfehlen für ein maximales Gruselerlebnis jedoch das Spielen bei völliger Dunkelheit und mit Kopfhörern. Danke, nein, ohne mich.

Die Geschichte zu Eyes – The Horror Game ist schnell erzählt. Man befindet sich in einem düsteren, unübersichtlichen Haus, und muss laut Anweisung dort eine bestimmte Anzahl an Geldsäcken finden, einsammeln und danach das Haus durch den Haupteingang verlassen. Ein klassischer Einbruch, wenn man so möchte. Damit es der Spieler etwas einfacher hat, werden die Geldsäcke durch ein kleines, blinkendes Licht illuminiert. Eine handgezeichnete Karte, die man sich zwischendurch immer wieder ansehen kann – allerdings ohne die eigene Position darauf zu markieren – hilft bei der Orientierung.

Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Eine wirklich unheimliche Geräuschkulisse, bei der der Wind jaulend und seufzend durch die Ecken fegt, knarzende Dielenböden, quietschende Türen, das Getrappel von Schuhen und tickende Standuhren, sorgen für steigendes Unbehagen. Schon aufgrund dieser Atmosphäre stellen sich dem Spieler langsam aber sicher die Nackenhaare auf. Die Sicht ist wie in einem Nebel, mehr als ein paar Meter kann man nicht in die grau-schwarze Dunkelheit hineinsehen. Was erwartet mich am Ende des Flures? Was versteckt sich hinter der Tür? Ist da jemand hinter mir?

Hau ab, solange du noch kannst

Leider hat das Haus auch noch eine einzigartige Bewohnerin, einen Poltergeist. Dieser gilt es durch flüchten und verstecken unbedingt aus dem Weg zu gehen, sonst ist das Spiel schon nach kurzer Zeit vorbei. Über das Erscheinungsbild und die Ankündigung dieser Figur lasse ich mich daher nicht aus, um euch die Spannung nicht zu verderben. Mein Blutdruck ist, soviel kann ich sagen, aber um einiges angestiegen.

Gesteuert wird der eigene Charakter mittels eines virtuellen Joysticks am linken unteren Bildrand: Das funktioniert gut, aber leider nicht immer perfekt, besonders, wenn man hektisch auf der Flucht ist. Mit Fingerwisch-Gesten über den Screen kann man die Perspektive verändern und sich umsehen. Sofern man danach überhaupt noch ein Verlangen hat. Gerade auf dem etwas größeren Screen des iPads wirkt Eyes – The Horror Game noch unheimlicher, und lässt schon nach kurzer Spieldauer das Adrenalin durch den Körper schießen.

Leider ist die eigentliche Spieldauer ein wenig zu kurz geraten – stundenlang wird man sich mit Eyes – The Horror Game nicht beschäftigen können, und das trotz drei unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Immerhin verstecken sich die einzusammelnden Geldsäcke immer an verschiedenen Stellen im Haus, so dass für etwas Abwechslung gesorgt ist. Auch zufällig platzierte Augensymbole an den Wänden lassen den Einbrecher für kurze Zeit mit den Augen des Poltergeists sehen – dieses Feature verwirrt und hilft gleichzeitig bei der Planung der weiteren Plünderung. Für ein wenig Nervenkitzel zwischendurch sollte der mit 89 Cent sehr günstige Titel aber auf jeden Fall ausreichen. ZU viel Adrenalin ist ja auch nicht gut. Und jetzt Licht aus und Kopfhörer auf.

Kommentare 4 Antworten

  1. ich hätte das spiel lieber nem kollegen gegeben sowas will ich nich in der hand haben…
    versteh auch nicht was die leute sich daran erfreuen von einem Computer/Film oder ähnlichem so verängstigt zu werden… wollen die was beweisen?

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