Face ID: Apple erlaubt nun doch problemlose Reparaturen durch Dritthersteller

Software-Update ist auf dem Weg

Wer ein aktuelles iPhone 13-Modell sein Eigen nennt und das Display Schaden nimmt, ist auf eine Reparatur angewiesen. Diese lässt sich entweder direkt bei Apple in Auftrag geben, oder kann oftmals auch sehr viel günstiger bei Drittanbietern unternommen werden.

Bisher hatte Apple dies aber deutlich erschwert: Beim eigenmächtigen Austausch eines Displays wurde die Face ID-Funktion zerstört, es sei denn, man transferiert einen winzigen Mikrocontroller vom Original-Display zum neuen Screen. Dies fanden Reparatur-Experten heraus, wie The Verge berichtet.


Dieser Umstand machte es für kleine und unabhängige Reparatur-Läden umso schwieriger, einen Displaytausch vorzunehmen. Von Apple autorisierte Werkstätten hingegen bekommen Zugriff auf ein Software-Tool, das ein iPhone dazu bringt, das neue Display zu akzeptieren.

Apple hat nun gegenüber The Verge erklärt, man wolle bald ein Software-Update bereitstellen, „bei dem der Mikrocontroller nicht übertragen werden muss, damit Face ID nach einem Bildschirmtausch weiterhin funktioniert“, so The Verge. „Das derzeitige Übertragungsverfahren scheint recht anspruchsvoll zu sein, da es Zeit, spezielle Ausrüstung und die Fähigkeit zum Mikrolöten erfordert. Für viele unabhängige Reparaturwerkstätten, die auf die Reparatur von Bildschirmen als Haupteinnahmequelle angewiesen sind, ist das Verfahren wahrscheinlich unerschwinglich und könnte ihrem Geschäft schaden.“

Auch das bekannte Bastelteam von iFixit hat genau diesen Umstand bereits genauer unter die Lupe genommen. Wie ein Transfer des besagten Mikrocontrollers genau aussieht, könnt ihr euch abschließend in einem Video bei YouTube ansehen.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Sie haben hier kaum etwas erleichtert. Wohl eher ihre eigenen Kooperationsshops gepusht.

    Schön dass die Meldung nicht mehr auftaucht und Facetime funktioniert – der Displaytausch selbst geht aber nur mit Originaldisplay…. welche Apple aber nicht verkauft und ihrem Zulieferer unter Strafe verboten hat diese anderen bereitzustellen.

    Deswegen können Reparaturshops im allerbesten Fall an Refurbished Screens vom Gebrauchtmarkt drankommen – alle „neuen“ stammen aus minderwertiger Qualität als Nachbau.

    1. Wer sagt denn, dass nur Originaldisplays verwendet werden können? Es geht doch offenbar darum, dass der am Originaldisplay verbaute Chip nicht mehr für die Funktionalität von FaceID per Software herangezogen wird. Heißt: Er ist überflüssig. Es kann also jedes passende Display auch ohne Chip, somit wahrscheinlich auch Nachbauten, verwendet werden.

      1. Du hast doch mitbekommen, dass es hier um Reparaturshops und Drittanbieter geht?

        Wer kauft sich ein teures Handy mit HDR Helligkeit und co, um dann beim nächsten Glas Riss mehrere Generationen zurückgeworfen zu werden, weil der frei verfügbare Nachbau nunmal nicht die Qualität des Originals liefern kann?
        Da kannst du bei dieser Art von Kunden nicht mit Ersparnis argumentieren.

        Beim Right to Repair geht es nicht wirklich um Serialisierung der Bauteile – sondern deren Verfügbarkeit(!).

        Die Serialisierung war bloß ein neu hinzugekommenes Mobbing durch die Hersteller, die die Kunden gegen die Anbieter aufgehetzt hat, weil die Störnachrichten den Eindruck unsachgemäßer Reparatur erweckt haben.

      2. Und nein – aktuell geht es darum, dass der Chip nicht mehr getauscht werden braucht (denn dies war auch bei Originalbauteilen notwendig) – nicht dass er gänzlich wegfällt.
        Er wird wahrscheinlich weiterhin verbaut werden und bloß die Serie der MB beim ersten Einschalten kopieren.

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