Katastrophen-Warn-Apps: „Nicht stören“ verhindert Gefahrenhin­weise auf dem iPhone

Stiftung Warentest hat Warn-Apps untersucht

Die Unwetterkatastrophe in weiten Teilen von NRW und Rheinland-Pfalz hat vielen Menschen ihr Hab und Gut gekostet. Und schnell wurden Rufe laut, dass unsere Warnsysteme nicht richtig funktionieren und die Einführung eines Cell Broad­cast wünschenswert sei.

Die Stiftung Warentest hat aufgrund der Geschehnisse mehrere Katastrophen-Warn-Apps untersucht und die Funktionen im Detail vorgestellt. Mit dabei sind die Apps NINA, Katwarn, Biwapp, WarnWetter und Meine Pegel. Und bei allen Apps gilt: Solange das iPhone im „Nicht stören“-Modus ist, gibt es keine einzige Meldung. Solche Meldungen könnten im Notfall Leben retten, allerdings wird „Nicht stören“ gerne nachts genutzt, damit der Schlaf nicht gestört wird.


Verwunderlich: Obwohl iOS sogenannte „Kritische Hinweise“ erlaubt, hat bisher keine App diese Funktion integriert. Hier kann man in den Einstellungen nämlich aktivieren, das eine Warn-App auch dann Benachrichtigungen schicken und Töne abspielen kann, wenn das iPhone im „Nicht stören“-Modus oder stummgeschaltet ist. Diese Funktion muss von Apple für die jeweilige App freigeschaltet werden.

Immerhin: Auf Nachfrage der Stiftung Warentest wird NINA diese Funktion „im nächsten Release“ veröffentlichen. Auch Biwapp wird diese Option voraussichtlich mit dem nächsten Update anbieten. WarnWetter überdenkt die Notwendigkeit dieser Funktion neu und bei Katwarn sei diese Option nicht geplant.

‎KATWARN
‎KATWARN
Entwickler: CombiRisk GmbH
Preis: Kostenlos
‎BIWAPP
‎BIWAPP
‎DWD WarnWetter
‎DWD WarnWetter
Preis: Kostenlos+
‎Meine Pegel
‎Meine Pegel

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Kommentare 14 Antworten

  1. Das ist auch gut so, bzw. ich hatte vor Jahren Nina nach einer Testphase wieder gelöscht. Ninas Definition von „Gefahren“ war mir dann doch zu grob. Hat sich das geändert?
    Die App hat i.d.R. mehrmals pro Woche Alarm geschlagen (im Büro :-/), weil es irgendwo 20 km entfernt etwas regnet und/oder ein Windchen weht.
    Gibt es eine solche App, die ernsthaft nur tatsächliche Gefahren, die mich betreffen (nicht irgendwo in der gröberen Region) meldet?

    1. Du kannst in den Einstellungen festlegen, ab welcher „Gefahrenstufe“ Du gewarnt werden willst, auch mit unterschiedlichen Tönen. Nur die Hochwasserwarnung bietet nur eine Stufe. Mich stört eher die fehlende oder schlechte Aussagekraft der Meldungen und die nicht funktionierenden Links..

      1. ..Den Radius um Dein „Gebiet“ kannst Du auch voreinstellen. Ich nutze die Ortungsdienste nicht, sondern habe die für mich interessanten Orte per Eingabe gewählt.

    1. Die, aus Kostengründen, die letzten 20 Jahre suggestive abgeschafft worden sind und in vielen Orten/Stadtteilen gar nicht mehr vorhanden sind bzw. nicht mehr funktionieren.

  2. Dann sollte man bei Nina auch die Möglichkeit haben einzustellen welche Meldungen den Schlaf stören dürfen. Tagsüber interessiert es mich wenn es gewittert, wenn ich schlafe juckt mich das nicht. Hoffe das wird berücksichtigt sonst heißt es adieu!

    1. Die Möglichkeit hat man. Du kannst für jede Meldungskategorie (Unwetter, Hochwasser, Katastrophenmeldungen) individuell einstellen, welcher Ton abgespielt werden soll und ob die Meldungen der jeweiligen Kategorie den Nicht-Stören-Modus überschreiben dürfen. Zumindest ist das auf Android so, was iPhones angeht habe ich leider keine Infos.

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