Logitech Pop: Kunterbunte Tastatur mit Emoji-Tasten ausprobiert

Besser als ich es erwartet hatte

Als ich die Tastatur zum ersten Mal gesehen habe, war mir direkt klar: Mit diesem Ding würdest du nie arbeiten. Wie soll man auf einer mechanischen Tastatur mit runden Tasten vernünftig tippen? Wie haben die Leute das damals im Schreibmaschinen-Zeitalter hinbekommen? Die Antwort ist eigentlich ganz klar: Es ist einfach eine Frage der Übung und Gewöhnung. Natürlich bin ich von der MX Keys mehr als verwöhnt, aber ich bin auch sicherlich nicht die Zielgruppe, die Logitech mit der Pop-Serie ansprechen möchte.

Trotzdem – oder gerade deswegen – möchte ich mir heute ein Urteil über die neue Logitech Pop Tastatur erlauben, die es ab sofort in drei verschiedenen Farben für 99,99 Euro (Amazon-Link) zu kaufen gibt. Auf Wunsch auch mit der dazu passenden Maus, von der ihr aber Abstand nehmen solltet. Warum? Das lest ihr später in diesem Artikel.


Legen wir aber erst einmal mit der Tastatur los. Diese ist leider nur ohne Nummernblock erhältlich, wobei das für die angesprochene Zielgruppe wohl nicht der entscheidende Faktor ist. Umso gelungener ist die Präsentation im Karton: Die Tastatur ist noch einmal in dünnem Papier eingewickelt, die zusätzlichen Emoji-Tasten stecken einsatzbereit daneben.

Insgesamt acht verschiedene Emoji-Tasten stehen zur Auswahl

Genau diese Emoji-Tasten sind neben dem allgemeinen Design der Logitech Pop die große Besonderheit. Neben einer Haupt-Emoji-Taste lassen sich vier weitere, einzelne Emojis am rechten Rand der Tastatur platzieren. Wer besonders oft ein lachendes Gesicht mit weinenden Augen, einen Daumen nach oben oder ein Herz in seinen Chats verwendet, kommt so noch etwas schneller zum gewünschten Emoji.

Nach der Kopplung über Bluetooth oder den mitgelieferten drahtlosen USB-Adapter muss die Logitech Pop noch konfiguriert werden, damit die Emoji-Tasten korrekt funktionieren. Und hier wird es dann etwas unübersichtlich: Nachdem ich vor einiger Zeit für meinen M1-Mini und die Nutzung der MX Master 3 Maus die neue Software Logi Options+ installiert habe, muss für die neue Pop-Tastatur die „alte“, aber erst kürzlich aktualisierte Logi Options App installiert werden. Hinzu kommt die Installation von Logi Bolt für die Kopplung mit dem Bolt-Adapter. Am Ende ist das alles keine große Schwierigkeit, aber mit Sicherheit auch keine Glanzleistung.

Aber wie sieht es denn nun um das Tippgefühl der für Mac und Windows geeigneten Logitech Pop Tastatur aus? Das ist, ganz einfach gesagt, wirklich gewöhnungsbedürftig. Die Tastatur unterscheidet sich grundlegend von dem, was ich in den letzten Jahren genutzt habe. Besonders auffällig: Die runden Tasten und der irrsinnig lange Weg der einzelnen Tasten bis zum Anschlag. Schon fast beruhigend: Das klassische Geräusch einer Tastatur, wie man sie von vor 20 oder 30 Jahren kennt. Klar ist: Ich werde die Logitech Pop sicherlich nicht für meinen Büro-Alltag nutzen. Ich bin mir aber ebenso sicher, dass man mit der Tastatur ziemlich flott und gut tippen kann, wenn man sich ein wenig an das komplett andere Feeling gewöhnt.

Mehrere Sachen sind mir noch aufgefallen, hier im Schnelldurchgang: Die Escape-Taste hat eine Chrom-Optik, was ziemlich klasse aussieht. Befeuert wird die nicht beleuchtete Tastatur drei Jahre lang von zwei AAA-Batterien, zudem kann der USB-Adapter im Batteriefach verstaut werden. Die Diktat-Taste neben F12 kann durch eine fünfte Emoji-Taste ersetzt werden und mit F1 bis F3 kann man schnell zwischen drei verschiedenen Geräten wechseln, etwa zwischen Mac und iPhone. Die Positionierung der FN-Taste zwischen Steuerung und Option ist etwas befremdlich und kann leider nicht geändert werden.

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Die Logitech Pop Mouse ist definitiv nicht zu empfehlen

Passend zum Design der drei Tastaturen bietet Logitech zum Preis von 39,99 Euro (Amazon-Link) auch eine kompakte, drahtlose Maus an. Die Batterielaufzeit ist mit zwei Jahren sensationell gut, das Scrollrad kann bei längeren Dokument automatisch in einen schnellen Modus wechseln. Allerdings gibt es auch zwei große Probleme.

Zunächst einmal finde ich die Pop Maus viel zu flach. Die ähnlich große Logitech MX Anywhere 3 ist ähnlich kompakt gestaltet, liegt aber deutlich besser in der Hand. Bei der Logitech Pop Maus ist das K.O.-Kriterium für mich aber ganz klar das Fehlen der Vor- und Zurück-Taste, die normalerweise mit dem Daumen bedient wird und vor allem im Web-Browser unverzichtbar ist. Nur um eine Seite zurück zu gehen, muss man mit der Logitech Pop Maus jedes Mal den Mauszeiger zum Zurück-Button des Browsers bewegen und klicken. Das fühlt sich an wie in den 90er-Jahren.

Daher fällt mein Fazit wie folgt aus: Wenn euch eine der drei Logitech Pop Tastaturen optisch zusagt und ihr die Emoji-Buttons für eine tolle Sache haltet, könnt ihr durchaus zuschlagen. Ihr müsst euch aber auf ein vollkommen anderes, klassisches Tippgefühl einstellen. Dieser Artikel ist natürlich auf der Pop-Tastatur geschrieben. Einen großen Bogen sollte man meiner Meinung nach aber um die Maus machen – die passt zwar optisch prima, Formfaktor und Funktionalität sind aber zu schlecht.

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