Mac-App Deep Dreamer: Öffentliche Beta für Foto-Programm von Realmac gestartet

Mit der Open Source-Engine Deepdream hat Google viele Möglichkeiten zur Foto-Bearbeitung geschaffen. Die Entwickler von Realmac nutzen diese für ihre neue Anwendung Deep Dreamer.

Deep DreamerDas Team von Realmac hat in der Vergangenheit bereits Apps wie Clear, Ember, RapidWeaver und Typed in den Mac App Store gebracht. Nun gibt es mit Deep Dreamer eine kostenlose öffentliche Beta ihres neuen Bildbearbeitungs-Programms, das sich nun von der Realmac-Website herunterladen lässt. Die knapp 360 MB große Mac-Anwendung lässt sich bisher nur in englischer Sprache nutzen und kann auch schon für 14,99 USD als Final-Version erstanden werden. Nach dieser Beta-Phase wird der Preis auf 24,99 USD ansteigen.


„Das beste an Deep Dreamer ist die Bearbeitung von eigenen Bildern, und im Verlauf dessen sehen zu können, zu welchen Ergebnissen die Deepdream-Engine imstande ist“, lassen die Entwickler von Realmac in ihrem Blogeintrag verlauten. Deep Dreamer bietet eine Möglichkeit, über eine Drag-and-Drop-Funktion Fotos einzubinden und diese mit mehreren eindrucksvollen Effekten zu versehen. So wird aus einer einfachen Landschaftsaufnahme beispielsweise eine höchst surreal wirkende Ansicht mit abstrakten Tieren, oder ein Architektur-Foto scheint aus tausenden von unheimlichen Augen zu bestehen.

Rendering-Prozess in Deep Dreamer ist sehr rechenaufwändig

Dass diese beeindruckenden Renderings sehr rechenaufwändig sind, sollte jedem klar sein. Auf meinem MacBook Pro aus 2011 mit 8 GB RAM und i7-Prozessor hatte das System ordentlich zu kämpfen, gerade bei größeren Bildern, die mit einer DSLR entstanden sind. Bei älteren Macs und großen Bilddateien sollte man daher schon mehrere Minuten für den Rendering-Prozess einplanen. In einigen Fällen kam es bei mir auch zum Einfrieren eines Prozesses und einem zwangsweisen Beenden der App – bei einer Beta-Version, wie sie Deep Dreamer aktuell noch ist, muss man mit derartigen Problemen aber wohl noch leben. Ein Forum, das die Entwickler ins Leben gerufen haben, bietet jedoch genügend Möglichkeiten, sich dazu auszutauschen.

Neben den vier vorhandenen Effekten, „Impressionistisches Gemälde“, „Augen“, „Tiere“ und „Trippy“ können verschiedene Feinjustierungen mit Layern und Schiebereglern vorgenommen werden. Die fertigen Werke lassen sich als Bild- oder Videodatei exportieren. Um allerdings das gesamte Bild in einer Vorschau ansehen zu können, ist eine Registrierung mit Lizenzcode für Deep Dreamer notwendig – Nutzer der kostenlosen Public Beta sehen nur 2/3 des fertigen Renderings.

Nichts desto trotz ist Deep Dreamer eine wirklich eindrucksvolle App, die mit etwas Geduld fantastisch-surreale Werke aus den eigenen Bildern zaubert. Im Blogeintrag von Realmac lassen sich zudem einige Fotos einsehen, die das Team mit ihrer neuen App erstellt hat, und so erste Eindrücke der Effekte gewinnen. Wer sich für kreative Bildbearbeitung interessiert und einen leistungsfähigen Mac sein Eigen nennt, sollte Deep Dreamer unbedingt ausprobieren.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Habe ich heute mal ausprobiert, in der Tat sehr rechen- und damit zeitaufwändig. Realmac empfiehlt sogar das Rendern über Nacht.
    So weit, so gut. Was mich jedoch am meisten genervt hat und was ein absolutes Nogo ist, dass man in der öffentlichen BETA (!) ein gerendertes Bild nicht insgesamt vernünftig zu sehen bekommt, sonder über einen Link „wenn du mehr sehen möchtest, dann registriere dich hier“ gleich zur Kasse gebeten wird – auch wenn der Preis reduziert ist. Habe das Programm sofort gelöscht.

  2. Habe mir die Previews und Beispielbilder auf der Website angesehen und es überzeugt mich nicht. Alles sehr unruhig und das eigentliche Bildmotiv völlig überdeckend. Eine zusätzliche Nachbearbeitung wo man die gerenderte Textur haben will und wo nicht ist m. E. unumgänlich. Ansonsten schließe ich mich filo22 an.

  3. Realmac war mal eine sehr sympathische Softwareschmiede. Spätestens mit der Preisgestaltung von Ember hat sich das erledigt. Ich finde es nahezu unverschämt, wenn eine App im MAS 50€ kostet, aber außerhalb davon in diversen Bundles für zehn Dollar verkauft wird.

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