Marley Spoon im Test: Rezepte-App liefert Zutaten direkt nach Hause

Mit Marley Spoon versucht sich ein weiterer Anbieter von Kochboxen im App Store. Wir haben den Dienst für euch ausprobiert.

Marley Spoon

In der heutigen Zeit haben manche Menschen so viel zu tun, dass kaum noch Zeit zum Einkaufen und Kochen bleibt. Und dann muss man sich ja auch noch den Kopf darüber zerbrechen, was man überhaupt kochen soll. Wir haben es wirklich nicht leicht. Das Leben leichter machen möchte uns Marley Spoon, das seit einigen Wochen auch im App Store vertreten ist und von Apple bereits als „unser Tipp“ ausgezeichnet wurde.


Ähnlich wie beispielsweise der Branchenprimus „Hello Fresh“ bekommt man auch bei Marley Spoon Kochboxen mit Gerichten für zwei bis vier Tage mit einem Expresspaket bis nach Hause geliefert. Der größte Unterschied: Bei Marley Spoon wählt man nicht eine generelle Kochbox aus, sondern darf aus sieben Gerichten seine persönlichen Favoriten auswählen.

  • Marley Spoon für iPhone & iPad (App Store-Link)
  • 20 Euro Gutscheincode für die erste Bestellung: appgefahren

Das hat für mich einen entscheidenden Vorteil: Bei anderen Anbietern weiß man nie wirklich genau, was man am Ende bekommt. Es besteht immer die Gefahr, dass man ein Gericht überhaupt nicht mag. Oder am Tag davor das gleiche gegessen hat. Diese Gefahr besteht bei Marley Spoon nicht – hier weiß man schon vorher, was genau kommt.

Übersichtliche App mit über 1.000 Rezepten

Die Auswahl der Gerichte über die App ist einfach und ohne große Schwierigkeiten möglich. Lediglich bei der Bezahlung besteht noch ein bisschen Optimierungsbedarf, so wird beispielsweise selbst auf dem kleinen iPhone-Display die Desktop-Seite von PayPal angezeigt – das geht komfortabler.

Die Aufmachung der App ist sehr schlicht und übersichtlich. Im Handumdrehen findet man die Zutaten, Nährwerte und Allergene von Rezepten heraus, zudem sind die notwendigen Schritte zur Zubereitung und die benötigten Küchenutensilien direkt in der App zu finden.

Besonders toll ist der Rezepte-Bereich: Über 1.000 Rezepte aus dem Fundus von Marley Spoon sind innerhalb der App zu finden. Bereits gekochte Rezepte landen automatisch in einem gleichnamigen Menü, zusätzlich können besonders leckere Rezepte als Favorit gespeichert werden. Allerdings gibt es in der App einen großen Minuspunkt, um den sich das Team definitiv noch kümmern sollte: Es gibt keine echten Mengenangaben. Da bei den Kochboxen die Zutaten passend geliefert werden, ist das in diesem Fall kein Problem. Wer allerdings ein Rezept einfach so kochen möchte, muss definitiv gut schätzen können.

Für unseren Test haben wir zwei Kochboxen mit jeweils drei Gerichten ausprobiert. Die Rezepte wie zitroniger Hühnchen-Burger, Blätterteig-Tarte oder asiatisch gebratene Nudeln sind zwar vielleicht keine große Sterneküche und nicht super ausgefallen, sondern eben genau so, dass man sie nach einem stressigen Tag auf der Arbeit in 30 bis 40 Minuten mit frischen Zutaten kochen kann. Die Portionen reichen dabei locker für zwei Personen, oftmals bleibt für den nächsten Tag noch eine kleine Portion übrig. Für Familien gibt es zudem etwas größere Boxen, damit auch zwei bis drei Kinder mitessen können.

Marley Spoon Box

Die Zutaten für die einzelnen Gerichte sind in kleinen Papiertüten verpackt und können direkt in den Kühlschrank verfrachtet werden. Zusätzlich ist im Karton ein extra isolierter Sack enthalten, in dem verderbliche Ware wie Fisch oder Fleisch besonders gekühlt werden. Leider ist dieser Sack, anders als die Papiertüten, nicht entsprechend gekennzeichnet. Bei der ersten Lieferung habe ich ihn gar nicht weiter beachtet, nur um ein paar Stunden später festzustellen, dass der Fisch fehlt. Immerhin: Marley Spoon verspricht, dass die Lebensmittel 24 Stunden ausreichend gekühlt werden.

Etwas schade ist die Tatsache, dass man sich bereits sechs Tage vor der Lieferung für die Gerichte sowie den Liefertermin und Lieferzeitpunkt entscheiden muss. Spontanität ist da kaum möglich und in einer knappen Wochen können sich die persönlichen Planungen ja durchaus mal verändern. Immerhin kann man ein vegetarisches Gericht durchaus mal einen oder zwei Tage nach hinten verschieben, falls man doch was anderes vor hat.

Abo in Marley Spoon kann einfach bearbeitet & beendet werden

Genau wie die anderen Anbieter arbeitet Marley Spoon mit einem Abo-Modell. Ganz so strikt ist das aber nicht: Lieferungen können bis zu acht Wochen im voraus geplant und ganz einfach übersprungen werden. Und wenn man überhaupt keine Kochboxen mehr erhalten will, kündigt man einfach auf Knopfdruck und löst sich damit sofort von sämtlichen Verpflichtungen.

Günstig ist der ganze Spaß letztlich nicht unbedingt: Die normale Kochbox von Marley Spoon mit drei Gerichten für zwei Personen kostet inklusive Lieferung 48 Euro, das sind 16 Euro pro Tag oder 8 Euro pro Portion. Bei vier Gerichten pro Box reduziert sich der Preis auf 6,90 Euro pro Portion. Wer selbst im Supermarkt einkauft, kommt definitiv günstiger weg.

Falls ihr Marley Spoon einfach mal ausprobieren wollt, müsst ihr aber nicht so viel bezahlen. Mit dem Gutscheincode „appgefahren“, den ihr bei der Bestellung innerhalb der App oder auch direkt auf der Startseite von Marley Spoon eingeben könnt, spart ihr bei der ersten Bestellung 20 Euro.

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Kommentare 11 Antworten

  1. Habe bei Marley Spoon 3 Mal jeweils 4 Gerichte bestellt. Das Hackfleisch war bereits am Tag nach der Lieferung schlecht, obwohl das MHD laut Aufkleber weitere 2 Tage anzeigte.
    Noch schlimmer: im Gegensatz zu Hello Fresh und Cook Fresh sind die Zutaten nicht nach Gericht portioniert, sondern alles zusammen bzw. alles durcheinander. Bei allen 3 Bestellungen haben jeweils mehrere Zutaten gefehlt. Unser Fazit daher: Marley Spoon kann nicht ansatzweise mit Cook Fresh und Hello Fresh mithalten.

    1. Da scheint aber etwas schief gelaufen zu sein bei dir. Zum Hackfleisch kann ich generell nichts sagen, aber was die einzelnen Mahlzeiten angeht, war bei mir alles ordentlich in den einzelnen Papiertüten verpackt und zugeklebt. Lediglich die „verderblichen“ Waren wie Fleisch oder Quark waren „durcheinander“ in dem extra Kühl-Sack.

      1. Ja, es ist schief gelaufen aber eben leider nicht nur einmal. Die dritte Bestellung haben wir nur deshalb getätigt, um den Gutschein aufzubrauchen, den es aufgrund der Reklamationen für die ersten beiden Bestellungen gab, ansonsten hätten wir kein drittes Mal bestellt. Auch die dritte Lieferung war leider unvollständig. Die Zutaten mögen hochwertig sein. Das nützt aber nichts, wenn einem das Koch-Erlebnis nachträglich vermiest wird, weil Zutaten fehlen.
        Außerdem: Der Mitbewerb schafft es schließlich auch, die Zutaten für verschiedene Gerichte getrennt zu verpacken (auch die gekühlten Sachen), so dass man bei 4 Gerichten nicht alles erstmal aufreißen muss.

        1. Also sorry. Aber bei Hellofresh wird nichts nach Gerichten verpackt. Bei Kochzauber auch nicht. Wo bitte wird das so gehandhabt???

  2. Lustig ? hab ich gestern und vorgestern bereits ausprobiert. Alle Zutaten waren frisch. Biologisches Obst/Gemüse/Quinoa/etc und z.B. Borgmeier Hähnchenbrust aus dem Paderborner Land ? also keine Aldiware. Alles sehr gut gekühlt und verpackt. Ich bin davon begeistert und werde wohl noch mal bestellen. Ich habe noch 25€ Gutscheine, falls jemand Interesse hat und es auch ausprobieren möchte ?

  3. Frisch ist sicher anders… Aber, -denkste, das proboere ich, bevor ich sage wie ich es einschätze.
    Köln ist nicht verfügbar. „Leider zur Zeit nicht…“ Sorry. Köln ist 4. Großstadt. Das ist so, als würde Köln im Wetterbericht beim ZDF fehlen… ???

    1. Das mit der Frische würde ich nicht unbedingt sagen. Ob jetzt beispielsweise eine Tomate vom Großhandel zum Supermarkt geliefert und dort am nächsten Tag von dir gekauft wird, oder ob eine Tomate vom Großhandel am nächsten Tag per Paket zu dir kommt, macht ja nun keinen Unterschied.

      Dass Köln nicht dabei ist, wundert mich jetzt aber schon…

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