Die großen Namen aus Hollywood haben offenbar einen neuen Angstgegner ausgemacht. Und der heißt nicht etwa Netflix gegen Disney oder umgekehrt, sondern schlicht YouTube. Einem aktuellen Bericht zufolge könnte die Antwort der klassischen Streaming-Anbieter überraschend simpel ausfallen: kostenlose Abos, mit denen sich Zuschauerinnen und Zuschauer erst einmal ganz ohne Kreditkarte anlocken lassen.
Gleich mehrere Anbieter experimentieren mit Gratis-Modellen
Wie Business Insider berichtet, denken sowohl Disney als auch Paramount derzeit ernsthaft darüber nach, werbefinanzierte Gratis-Stufen in ihre bestehenden Abo-Angebote zu integrieren. Warum? Weil man mehr Reichweite generieren, zusätzliche Werbeeinnahmen erschließen und aus neugierigen Erstbesuchern langfristig zahlende Kundschaft machen möchte. Auch bei Netflix ist das Thema längst kein Tabu mehr. Co-CEO Greg Peters ließ Mitte Juli durchblicken, dass ein kostenloses Angebot zumindest in bestimmten Märkten durchaus Sinn ergeben könnte.
Bei Disney soll sich laut Berichten sogar bereits ein hochrangiger Manager öffentlich zu diesem Thema geäußert haben. Adam Smith, seines Zeichens Chief Product & Technology Officer des Konzerns, habe im Rahmen einer internen Streaming-Veranstaltung über mögliche Inhalte innerhalb eines kostenlosen Tarifs gesprochen.
Während YouTube mit seinem Gratis-Angebot immer weiter wächst, sowohl bei der Nutzungsdauer als auch beim Marktanteil, wollen die großen Streamer nicht mehr untätig zuschauen. Ein Gratis-Angebot lockt neue Nutzer und Nutzerinnen, die langfristig zum Bezahl-Abo bekehrt werden sollen. Ob und wie das Konzept aufgeht, zeigt die Zeit.
(Titelbild ist KI-generiert)
