Neuheiten von Devolo: Neue dLAN-Produkte & neue WiFi-Technologie werden auf der IFA präsentiert

Der Aachener Hersteller Devolo stellt auf der IFA einige neue Produkte und Technologien vor. Wir haben bereits die ersten Infos für euch.

Devolo DLan Grafik

In den vergangenen Monaten sind zahlreiche Mesh-Netzwerk-Lösungen auf dem Markt erschienen, zu nennen sind hier unter anderem Google WiFi oder Netgear Orbi. Letzteres habe ich privat im Einsatz und im neuen Heim um einen zweiten Satelliten ergänzt, ganz zufrieden bin ich mit der Leistung jedoch noch nicht. Allerdings weiß ich nicht, ob die kleineren Probleme und Störungen nicht vielleicht doch am Hybrid-Router der Telekom liegen.


Genau das werde ich demnächst mit dem Devolo dLAN 1200+ ausprobieren. Das schnellste Powerline-Produkt mit integriertem WLAN von Devolo soll in den kommenden Wochen auf den Markt bringen und wird neben dem Basis-Adapter, der an den Router angeschlossen wird, zwei dLAN 1200+ WiFi ac-Adapter beinhalten. So spart man im Vergleich zum Einzelkauf rund 20 Euro, diese Ersparnis macht sich hoffentlich zeitnah im Handel bemerkbar, wo die einzelnen Module aktuell noch etwas günstiger zu kaufen sind.

Während das neue Set sicherlich keine bahnbrechende Erfindung ist, dürfen auch bisherige Käufer des dLAN 1200+ WiFi ac über ein im Oktober nahendes Software-Update freuen, dass die WLAN-Abdeckung im ganzen Haus verbessern sollte. Devolo nennt die neue Technik Smart WiFi und beschreibt die Vorteile wie folgt:

  • Alle WLAN-Geräte werden noch schneller mit dem stärksten WLAN-Zugangspunkt verbunden (Roaming)
  • Schnellere WLAN-Geräte haben Vorfahrt (Airtime Fairness)
  • Smartphone, Tablet, Notebook und alle anderen WLAN-Geräte werden automatisch mit dem besten Frequenzbereich verbunden (Band Steering)

Insbesondere die Roaming-Technik kann man an einem einfachen Beispiel sehr gut erklären: Alle drahtlosen Endgeräte, wie beispielsweise ein iPhone oder iPad, verbinden sich zunächst mit dem aktuell stärksten Zugangspunkt, etwa dem dLAN-Adapter im Erdgeschoss. Bewegt man sich nun durch das Haus, behält das Endgerät die Verbindung zum WLAN-Hotspot solange bei, bis die Verbindung komplett abbricht, selbst wenn mittlerweile ein viel besserer Zugangspunkt verfügbar wäre, etwa im Dachgeschoss.

Devolo schreibt dazu: „Dank Smart WiFi ist damit Schluss: Das WLAN-Roaming passiert ab sofort wesentlich schneller und Endgeräte sind immer mit dem stärksten Hotspot verbunden. Der Wechsel geschieht dabei so schnell, dass der Nutzer unterbrechungsfrei surfen, streamen oder spielen kann.“

devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit Powerline...
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Neues Produkt mit Gigabit-Speed: Die Powerline-Generation dLAN 1000

Wer auf eine WLAN-Verbindung verzichten kann und einzelne Geräte per Kabel in das Heimnetzwerk aufnehmen möchte, darf sich in den kommenden Monate auf eine ganz neue Produktlinke freuen: Die Powerline-Generation dLAN 1000 mit Gigabit-Geschwindigkeit.

Zur Auswahl steht entweder der neue dLAN 1000 duo+ mit einer integrierten Steckdose, damit dir vorhandene Steckdose nicht verloren geht. Dieses Modell kommt im Herbst als Starter-Kit für 99,90 Euro auf den Markt, Einzeladapter kosten 54,90 Euro. Ab Anfang 2018 liefert Devolo zudem den dLAN 1000 mini nach, hier wird auf die integrierte Steckdose zugunsten eines kompakten Designs verzichtet. Mit 89,90 Euro für das Starter-Set und 49,90 Euro für einen einzelnen Adapter liegt die unverbindliche Preisempfehlung hier etwas niedriger.

Devolo Dlan 1000 duo

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Kommentare 18 Antworten

  1. Gestern erst meine bisherigen 500er TP-Link gegen die 1200+ WiFi ac von devolo ausgetausch. Läuft bisher top! Bin sehr zufrieden.

    1. Bis du oder einer deiner Nachbarn merken, dass die Powerline Adapter den Frequenzbereich von VDSL (Vectoring) stören. Dabei musst du oder einer deiner Nachbarn noch nicht einmal selbst einen VDSL Anschluss gebucht haben. Es reicht, wenn der DSLAM auf Vectoring umgestellt wird. Ständige Verbindungsabbrüche sind dann die Folge. Du kennst den Zusammenhang jetzt, aber dein Nachbar wird bis zur Besinnungslosigkeit versuchen den Fehler zu finden. Also hoffe ich, dass du in einem Einfamilienhaus wohnst oder falls nicht, niemand bei euch einen DSL-Anschluss mit Vectoring Technologie hat oder bekommen wird. Bei AVM kann man den Frequenzbereich wenigstens noch deaktiveren, bei Devolo muss man dafür den Support anschreiben und bekommt dann einen inoffiziellen Patch, der natürlich nur unter Windows ausgeführt werden kann.

      1. Durfte mich, zumindest derzeit, nicht betreffen. Auch das Nachbarhaus nicht. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Ich werde auf jeden Fall drauf achten.

  2. Bei der neuen myDevolo App sollte endlich die Zwangsregistrierung rausgenommen werden. Ist nicht nur gegen die Richtlinien von Apple, sondern war bei der alten App besser gelöst. Schade, dass diese nun seit 3 Jahren keine Updates mehr erhält und somit auch unter iOS 11 nicht mehr läuft. Schönen Dank für den Kundenservice, Devolo!!

      1. In vielen Häusern sind die Stromleitungen in Phasen aufgeteilt, zum Beispiel eine Phase für das Erdgeschoss und eine Phase für das Obergeschoss. Damit das Signal von den Powerline Adaptern auf die Phasen „überspringen“ kann, kannst du einen sogenannten Phasenkoppler einsetzen. Je nach Sicherungskasten und Verkabelung kann das auch ohne Phasenkoppler funktionieren, die Verbindung wird dann aber meist stark eingeschränkt, was man hiermit wieder beheben kann.

  3. Könnte ein wenig OT sein, aber trotzdem mal ne Frage in die Runde: ich baue gerade ein Haus bzw. lasse bauen und wir kriegen natürlich auch Netzwerkanschlüsse. Kann ich eigentlich jeden Repeater mit Netzwerkanschluss direkt an die Netzwerkdose anklemmen und dieser Repeater stellt dann vor Ort ein WLAN zur Verfügung? Also quasi als Hotspot, ohne dass er ein bestehendes Signal aufnimmt und verstärkt?

    1. Was du benötigst ist kein Repeater, sondern ein ganz normaler Access Point. Wobei die heutigen Geräte schon teilweise keinen Unterschied mehr machen und mehrere Funktionen haben. Du könntest auch eine ausgemusterte FritzBox als WLAN AccessPoint verwenden und an eine deiner Netzwerkdosen anschließen. Die Konfiguration deiner Geräte ist entscheidend: Wenn du nicht irgendeines dieser neuartigen „Mesh-Systeme“ verwendest, die sich größtenteils selbst konfigurieren, und du lieber eigene Geräte verwenden möchtest, solltest du allen deinen AccessPoints in der Wohnung dieselbe SSID vergeben. Und dasselbe Kennwort. Aber unterschiedliche Kanäle. Dann verbinden sich deine Geräte immer automatisch mit dem „besten“ WLAN. So zumindest die Theorie. Achte noch darauf, dass alle deine Netzwerkkomponenten wie Router, Switches, usw. das IGMPv3 Protokoll unterstützen (weil Multicast heißt nicht automatisch, dass die Geräte auch dieses „neuere“ Protokoll unterstützen). Falls du nämlich mal vorhaben solltest einen Entertain Receiver irgendwo anzuschließen.

      1. So sieht es aus. Nur leider muss man dann beachten, dass die Geräte ziemlich lange mit dem vorherigen WLAN-Hotspot verbunden bleiben, wenn man sich durch das Haus bewegt. Genau das geht Devolo ja mit dem Update an.

          1. Danke! Hat mir sehr geholfen. 2.4 und 5 hatte ich bisher getrennt. Werde ich morgen also alles zu einer SSID zusammenlegen.

  4. Leider ist bis heute, Mitte 2018 keinerlei Info mehr seitens Devolos zu bekommen, beim Support nur ausweichende Antworten, keine echten Infos geschweige denn eine Vage Info ob oder wann das Update kommt. Ich kan nur hoffen, das es keine Täuschung von Käufern war, die sich aufgrund der Ankündigung für Devolos entschiede haben. Nicht sehr Kundenorientiert nichtmal Infos zum weiteren Verlauf zu geben !

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