Polaroid Zip im Test: Mobiler Fotodrucker versprüht Retro-Charme

Fotos unterwegs direkt vom iPhone oder Android-Smartphone ausdrucken? Mit Polaroid Zip ist das kein Problem.

Polaroid Zip

Fotos haben wir immer mit dabei. Auf unserem iPhone oder in der Cloud. Ausgedruckt werden heutzutage aber nur noch die wenigsten Bilder. Mit auf eine kleine Zeitreise in eine längst vergessene Welt nimmt uns der Polaroid Zip. Der Fotodrucker des bekannten Herstellers ist bereits seit einigen Monaten auf dem Markt und ab sofort in vier verschiedenen Farben erhältlich. Gedruckt wird auf speziellem Zink-Papier, das ganz ohne Tinte auskommt.


Kommen wir zunächst zu den technischen Details: Der Polaroid ist mit 7,4 x 11,9 x 2,3 Zentimeter kompakt gehalten und wird über ein USB-Kabel aufgeladen. Der integrierte Akku reicht für weit mehr als 40 Bilder, die jeweils eine Größe von 5 x 7,5 Zentimetern haben und dank einer abziehbaren Folie auch aufgeklebt werden können.

Die Kommunikation des Polaroid Zip mit dem iPhone erfolgt via Bluetooth und eine gleichnamige App (App Store-Link), die ebenfalls etwas Retro-Charme versprüht, aber dennoch zahlreiche interessante Funktionen bietet. Neben einigen Filtern und anderen Möglichkeiten zur Bildbearbeitung kann man auch Collagen erstellen oder ein Bild auf mehrere Zink-Papiere verteilen. Es können sogar Sprachnachrichten und versteckte Notizen auf einem QR-Code im Bild versteckt werden.

Die Bildqualität würden wir an dieser Stelle als „retro“ beschreiben. Gegen echte Fotodrucke hat der kleine Polaroid Zip keine Chance, vor allem die Farben wirken auf den kleinen Ausdrucken etwas ausgewaschen. Das dürfte an der verwendeten Technik liegen – das versprüht letztlich aber auch den Charme einer längst vergessenen Zeit.

Polaroid Zip muss immer wieder neue Bluetooth-Verbindung herstellen

Nach kleineren Startschwierigkeiten, anfangs wollten einige alte Bilder aus der iCloud-Fotobibliothek nicht korrekt im Querformat gedruckt werden, funktioniert die App des Polaroid Zip problemlos. Schade ist lediglich, dass die App nicht für das iPad optimiert ist – das wäre sicherlich kein großer Mehraufwand, so könnte man aber noch mehr Nutzer erreichen.

Wirklich gestört hat mich beim Test des Polaroid Zip nur eine Tatsache: Wenn sich der Polaroid Zip nach einigen Minuten automatisch abschaltet, muss man die Bluetooth-Verbindung nach dem nächsten Start in den Einstellungen von iOS immer wieder neu aufbauen, iPhone und Drucker scheinen sich nicht automatisch zu verbinden. Mit Android-Smartphones klappt die erneute Kopplung auch dank NFC etwas schneller, für Apple-Nutzer ist es aber wirklich nervig.

Und dann wäre da ja noch der Preis. Der Drucker selbst kostet 129 Euro und kommt mit 10 Zink-Papieren daher. 50 weitere Foto-Papiere kosten etwa 29 Euro, das macht für einen Ausdruck stolze 58 Cent. Günstig ist das für eine Spielerei dieser Art wirklich nicht. Wie sich der Polaroid Zip in der Praxis schlägt, könnt ihr in unserem Video sehen.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Eigentlich nicht schlecht. Aaaaber: Genial wäre ein Format von 10 x 15 für ein Postkartenformat. Dann könnte man wunderbar in Urlaub eigene Postkarten drucken und versenden. Und ja – der Preis für das Fotopapier dürfte gerne um die Hälfte billiger sein.

    1. Der Drucker sieht echt gut aus. Bildqualität, Verbindung, Layout und Kompatibilität sind klasse. Aber Akku und Ladekabel muss man zusätzlich kaufen. Und er hat das selbe Problem mit Papier und Farbe. Gibt es nur von Canon.

  2. Teures Update eines netten Gimmicks! Die ZINK-Technik ist nicht neu und ich selbst bin seit vielen Jahren im Besitz des Polaroid PoGo. Dieser arbeitet auf die gleiche Art und Weise, kostete mich damals jedoch nur 89,- Euro, hat ein wesentlich wertigeres Gehäuse aus mattschwarz beschichtetem Aluminium und ist zudem PictBridge-fähig, sodass ich direkt via USB von der Kamera drucken kann. Der Neue hat nur noch Bluetooth, was der alte auch schon konnte. Einziges Manko: Der alte PoGo wird vom iOS leider blockiert und ist somit ohne Jailbreak nicht direkt nutzbar (Android wie üblich kein Problem). Ich hatte den Neuen aufgrund der nunmehr gegebenen iOS-Konnektivität ins Auge gefasst, aber ohne PictBridge kommt er für mich nicht in Frage; ich bin nicht gewillt, bei jedem Druck den Umweg über ein drittes Gerät gehen zu müssen.
    Von der Größe her sind die Drucker einmalig klein, da die ZINK-Technologie ohne Farbpatronen oder -bänder auskommt; sie sind wirklich mobil. Ein Canon Selphy wirkt dagegen wie ein Koffer. Die Fotos sind im Gegenzug aber natürlich kleiner. Postkarten oder Reisetagebücher lassen sich damit aber sehr gut bekleben. Die Farbqualität hängt nach meiner Erfahrung sehr am Alter des Fotopapiers. Die ZINK-Papiere gibt es teilweise sehr günstig im Internet, oft aber überlagert wodurch starke Farbstiche und vermehrt Streifen auf den Ausdrucken entstehen. Auch wenn es teurer ist, sollte man Originalpapier vom Fachhändler kaufen und auf das Verfallsdatum achten. Fazit: Durchaus nützliche Spielerei aber im neuen Gewand aus meiner Sicht schlechter und teurer als der Vorgänger. Schade dass hier in den vielen Jahren nicht konsequent weiterentwickelt wurde.

  3. Hallo,

    ich besitze so eine Drucker und bin auch mehr als zufrieden. Was ich aber nicht verstehe ist, wie kommst Du auf 40 Bilder mit einer Akkuladung? Ist das realistisch, ich habe am Wochenende mal so ca. 12 Bilder geschafft, dann war der Akku leer.

    Gruss

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