Samsung Galaxy Fold: Vorab-Tester des faltbaren Smartphones berichten über Display-Probleme

Samsung will trotzdem am Marktstart Ende April 2019 festhalten.

Vor einigen Wochen stellte einer der größten Konkurrenten Apples am Markt für Mobilgeräte, namentlich der südkoreanische Tech-Gigant Samsung, ein innovatives neues Smartphone während einer eigenen Keynote vor – das Samsung Galaxy Fold. Das Gerät soll eine komplett neue Produktkategorie definieren und bietet mit einem faltbaren 7,3-Zoll-AMOLED Infinity Flex Display ganz neue Möglichkeiten der Nutzung.

Im zusammengeklappten Zustand agiert das Galaxy Fold als kompaktes Smartphone, und entfaltet beim Aufklappen das laut eigener Aussage „größte Smartphone-Display aller Zeiten von Samsung – fast wie bei einem Tablet“. Das AMOLED Infinity Flex Display ist rund 50 Prozent flacher als ein typisches Smartphone-Display und wird von zwei verbauten Akkus befeuert, um für genügend Energie sorgen zu können.

Das Samsung Galaxy Fold verfügt über eine speziell an die beiden Displays angepasste Benutzeroberfläche, bei der eine gleichzeitige Nutzung von drei Apps möglich sein soll. Ab dem 26. April dieses Jahres wird das innovative Gerät schon in den USA erscheinen, und das zu einem sagenhaften Preis von 1.980 USD.

Displayschaden nach zweitägiger Nutzung

Wie nun aus einigen Medienberichten, unter anderem von CNBC, deutlich wird, scheinen einige Vorab-Tester des Samsung Galaxy Fold bei der Verwendung Probleme mit dem Display des Geräts zu haben. Einige Nutzer berichten nach nur zweitägiger Nutzung von einer flackernden Bildschirmhäfte oder gleich ganzen Aussetzern des Smartphones. Offenbar gibt es auch einige Tester, die einen Sicherheitshinweis seitens des Herstellers übersehen haben: Eine vorhandene Schutzfolie soll nicht vom Display gezogen werden.

Bei einem Gerät, das in wenigen Wochen am Markt erscheinen und zudem knapp 2.000 USD kosten soll, ist dies ohne Zweifel ein schlechter Start. Laut Samsung verfügt das Galaxy Fold trotzdem über Marktreife und soll weiterhin am 26. April dieses Jahres veröffentlicht werden. Die PR-Abteilung Samsungs aus den USA hat sich auch zur Display-Problematik geäußert und erklärt, dass man dieser Thematik auf den Grund gehen wolle. Zudem sollen baldige Käufer ausdrücklich auf die notwendige Schutzfolie auf dem faltbaren Display hingewiesen werden. Man darf gespannt sein, wie sich das faltbare Smartphone nach dem Marktstart in den Händen der Besitzer im Alltag schlagen wird. 

Foto: Mark Gurman, Bloomberg.com.

Kommentare 30 Antworten

  1. In meinen Augen ist das Produkt noch nicht ausgereift. Ein mutiger Schritt von Samsung. Wenn es blöd läuft und die Displays massenweise ihren Geist aufgeben wird das ordentlich am Image des Konzerns kratzen. Warten wir noch ein paar Jahre auf die frei scalierbaren Holodisplays oder besser noch auf das Brainimplantat 😉

      1. Cintana schon alleine „halbwegs“ ist nicht fertig! Das ist bewusstes abwälzen auf den dummen Käufer…. Ich hoffe die Leute die dafür 2k€ hingelegt haben lernen aus dieser Sache…

        1. Sich mit unnötigen englischen Ausdrücken als „cool“ oder „hip“ darstellen zu wollen, stört mich jedenfalls mehr als mal hier und da ein Rechtschreibfehler…

          1. @mischi: Ob derjenige bewusst cool oder hip wirken möchte oder ob das für ihn einfach normal ist, weißt du nicht. Diese deine Interpretation ist nur in deinem Kopf.
            „Das“ statt „dass“ zu schreiben ist hingegen semantisch falsch. Das ist eine ganz andere Größenordnung als (lediglich deiner Meinung nach) unpassende Synonyme und Anglizismen. Mit anderen Worten: deine Prioritäten sind falsch.

          2. Zudem entwickelt sich Sprache immer dahin wo weniger Aufwand beim sprechen verwendet wird. Ein „Brainimplant“ ist weniger aufwendig als z.B. „Gehirnimplantat“ … bei 55% Abiturrate darf man rudimentäre Englischkenntnisse erwarten. Hat also weniger mit „coolness“ zu tun. Brain ist schlicht geringer im Aufwand als Gehirn und da man in seinen „Kreisen“ verstanden wird … im diese Anti-Haltung, naja besser als gar keine? Hmm, dann besser gar keine.

          3. Wenn man englische Begriffe nutzt, dann sollte man sie auch richtig benutzen können. „Gehirnimplantat“ wird korrekt mit „brain Implant“ übersetzt. Wer das nicht macht oder wer selbiges verteidigt, dokumentiert seine Reflektionsfähigkeit.

          4. @Thomas: Da bin ich absolut Deiner Meinung. Ich mag Englisch sehr, habe einen C2-Schein von der Cambridge University, und ich mag auch Deutsch sehr. Beide sehr elegante Sprachen, beide nicht meine Muttersprache, beide habe ich erst mühsam nachträglich gelernt. Auch ich bin Fan davon, Sprachen grundsätzlich nicht zu vermischen und bemühe mich stets das zu tun.
            Jedoch, wie geschrieben: bevor man sich über Vermischungen aufregt, gibt es höher priorisierte Fehler. Dass statt das (oder andersherum) tut richtig weh im Auge, weil man erst überlegen muss, was ausgedrückt werden soll. Das ist bei einem Anglizismus nicht der Fall.
            Speziell das dass-das-Thema hatten mischi und ich erst vor ein paar Tagen, weswegen ich überhaupt darauf eingegangen bin.

  2. Da ist eine Folie drauf, die man abmachen kann, aber nicht abmachen soll?
    Nachdem es Usus ist genau das bei elektronischen Produkten zu machen?
    Spricht wirklich für durchdachte Entwicklung…

  3. Wo sitzen die betroffenen und selbstredend neutralen Tester noch? Ach ja, in den USA 🇺🇸. Hmmm…..ein Schelm, wer Böses dabei denkt…🤔

  4. Der ganze Shitstorm ist mal wieder komplett sinnlos aus dem Kontext genommen worden.

    Die dargestellten Geräte sind allesamt die Vorserie – sie hat keine vollwertige Fertigungsweise und Verpackung. Sie wurde ausschließlich an Techblogger verschickt.

    Es wurde ihnen zwar erklärt, dass die Folie ein integraler Bestandteil des Bildschirms ist, es fehlte aber der Sticker in der Verpackung (für Konsumenten), welcher nochmal explizit davor warnt irgendetwas zu entfernen.

    Da Techblogger nunmal so sind, haben sie schon am nächsten Tag alles vergessen und einen Shitstorm aufgesetzt durch eigenhändig zerstörte Geräte.

    Samsung ist mir als Firma zwar eher egal, aber so einen Unsinn haben sie mit ihrem Gerät nicht verdient.

    Wenn man die Geräte nicht zerstört, scheint der Display problemlos die angegebenen 10k Biegungen zu überstehen.

    1. Es sind auch mehrere Geräte nach wenigen Tagen defekt gewesen bei denen die Folie NICHT entfernt wurde.
      Dazu ist die Folie auch noch extrem anfällig für Kratzer aber man darf das Display ja nicht selber mit anderen Folien schützen, austauschen kann man die vorinstallierte Folie aber auch nicht – ein Geniestreich!

      Und so dumme Aussagen wie „so wie Technlogger nunmal sind“ zeigt nur dass du keine Ahnung hast wovon du redest, selbst der Praktikant bei The Verge hat mehr Sachverstand als deine Wenigkeit 😉

      1. 1. In allen Fällen war die Folie beschädigt. Die die sie entfernt haben, hatten einen sofortigen Defekt. Einer hat sein Handy bis zum geht nicht mehr misshandelt und hatte drinnen richtige Dellen (und die Arroganz sich zu beschweren). Der einzige interessante Fall einer Bloggerin, wo noch alles in Ordnung war, aber irgendwie Staub unter die Folie gekommen ist, wird gerade untersucht.
        Alle haben berichtet, dass das Abziehen der Folie viel schwieriger war als es normal sein sollte – auch manche haben kurz danach aufgehört und hatten erst tage später Defekte.
        Wie gesagt: Sie waren fast ausschließlich selbst Schuld.

        2. Es handelt sich um dünnes Plastik als Trägermaterial für das Display darunter. Selbstverständlich wird es Kratzeranfällig sein – das sollte jedem Amateuer bewusst gewesen sein, welcher das Ding zum ersten Mal abbiegen sah. Deswegen hat Samsung es ja auch nach innen gepackt und nicht nach außen wie manch andere. Es ist nicht gerade das erste Plastikdisplay, das die Konsumenten sehen.

        3. Wenn es darum geht, dass Abstand und Biegekurve sorgfältig ausgetestet wurden, kannst du nicht davon ausgehen, dass du einfach mal sämtliche Kalibrierung ignorieren kannst und die Dicke und Beschaffenheit des Displays durch eine Folie verändern darfst. Folien werden Stresspunkte schaffen, das Display nicht mehr richtig schließen lassen, haben keine angepasste Biegsamkeit und greifen mit ihren Klebstoffen das Plastik an.

        4. Technoblogger sind nunmal so und diese Aussage wird unterstrichen. Sie halten sich nicht an die grundlegenden Nutzerhandbücher und dies wurde in der Hälfte ihrer nachträglichen Entschuldigungen auch betont.
        Versuch mal den Dilettanten zuzuhören, wenn du sie schon anbetest 😉.

    2. Reg, du erzählst völligen Unsinn…. Die Geräte werden schon verkauft… Das heißt! Endgerät! Die Blogger die ein Testmuster erhalten bekommen die nur „umsonst“ für einen ausführlichen test! Da ist nichts mit vor Serien Geräten xD

      1. Alos wenn Release am 26.04. ist, wieso werden sie dann schon jetzt verkauft? Logischerweise handelt es sich somit um Vorverkaufsserien…ergo hat Reg „recht“, mehr hat er auch nicht unwichtig und neutral beschrieben.

        1. Ok, für den Kindergarten. Warum sollte samsung „unfertige Geräte“ an die Blogger senden um kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart ganz miese Kritiken zu erhalten…. Macht es jetzt klick? Nichts mit vor Serie…. Das sind die richtigen. Die Leute verpflichten sich sogar die Geräte bis zum Verkauf Start nicht abzugeben/verlaufen etc…

          1. Die Geräte waren Teil der Vorserie und das wurde selbstverständlich auch von den jeweiligen Bloggern hervorgehoben. Da kannst du lange auf deinen Klick warten.

            Es ist absolut gängige Praxis Prototypen an Tester auszuliefern – sogar schon Wochen vor einer Präsentation mit einer Publikationsvereinbarung an einem bestimmten Datum.
            Man will schließlich, dass die Werbung sofort aus jeder Richtung kommt und dadurch den Kaufreiz aufschaukelt.

          2. Jetzt sind wir schon bei Prototypen… Ja, ist ok. Wird liefern Also unfertige Geräte an Blogger aus zum kurz vor dem kaufsstart schlechte PR zu erhalten. Ist ja nicht so das man „Testgeräte“ weit vor dem offiziellen verkaufsstart an ausgewählte Leute „verleiht“ unter Auflagen. Ne samsung macht das kurz vor verkaufsstart. Ja, ganz klar. Wie konnte ich mich nur so irren…. 😆👍🏼

          3. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich jetzt unterrichten soll, was ein technischer Prototyp ist und was die Schritte einer Produktion ausmachen, oder ob du dich eigener Recherche bedienen kannst.

            Wie dem auch sei, ist mir absolut unklar gegen wen du hier überhaupt die Diskussion aufzwingst – hier gibt es nichts zu diskutieren. Die Modelle sind deklarierte Vorserie. Zwing mich nicht mich zu wiederholen.

  5. Früher waren Handy Displays aus Kunstoff… seit dem iPhone 2007 sind Smartphones Display aus Glas… die ganzen faltbare Displays sind jetzt wieder aus Kunstoff… kann mir nicht vorstellen das die Displays eine Zukunft haben… außer die Geräte fallen extrem im Preis was so schnell nicht der Fall sein wird.

    1. Samsung geht es doch des öfteren um den ersten platz… Siehe smartwatch. Hauptsache erster egal wie mies das Produkt ist. Ich aube schon das die das Display in den Griff bekommen, dafür haben sie das Know-how. Hardware ist samsung schon immer Start gewesen. Ich hab nur bammel bei der Software 😄

    2. Kurze Entwicklungszeit 🤔
      8 Jahre war genau dieses Modell in der Ausarbeitung. Du kannst davon ausgehen, dass sie sehr viele Male die Produktion aufgeschoben haben und sich an eigenen Standards gemessen haben.

  6. @Reg:
    Wieso kommt es so rüber, als seist du persönlich angegriffen worden?
    Von welchem „Shitstorm“ schreibst du da?
    Wenn ein Unternehmen (auch Sumsum – welches du ja scheinbar sehr magst) >Shit< auf den Markt bringt, ist Kritik berechtigt und sogar nötig.
    Mich würden eher mal die Quellen deines detailierten "Wissens" interessieren.

    1. Die selben Quellen aus denen du den „Shit“ zu kennen glaubst.
      Dass es ein erneuter Shitstorm ist, sollte wohl für jeden erkennbar sein, oder willst du das mit deinem Kommentar anzweifeln?

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