Tile Slim: Hätte ich damit mein Portemonnaie wiedergefunden?

So funktioniert der schlanke Bluetooth-Tracker

Es ist mittlerweile genau drei Wochen her, seit ich an einem Montagmorgen zur Arbeit fahren wollte und mein Portemonnaie nicht mehr gefunden habe. Es war nicht in der Jackentasche, nicht im Rucksack und es lag auch nicht an einer der sonst üblichen Stellen. Aufgrund eines langen Wochenendes hatte ich es tatsächlich am vorherigen Donnerstag zuletzt bewusst in der Hand gehabt.

Ich kann es an dieser Stelle kurz machen: Bisher ist es nicht wieder aufgetaucht. Glücklicherweise kam es, obwohl ich den Verlust erst nach einigen Tagen bemerkte, nicht zu Abbuchungen vom Konto. Zudem war nur noch etwas Kleingeld im Portemonnaie, trotzdem war der Aufwand und auch die Kosten enorm.


Mit dem nächsten Portemonnaie soll mir das hoffentlich nicht mehr passieren. Und um auf Nummer sicher zu gehen, versuche ich es jetzt einfach mal mit ein bisschen smarter Technik. Ab sofort kommt ein Tile Slim zum Einsatz, ein kleiner Bluetooth-Tracker in Kreditkarten-Form mit einem sehr interessanten Konzept.

Tile Slim bietet einen sehr kompakten Formfaktor

Um die kompakte Bauweise zu ermöglichen, ist der Tile Slim mit einem fest verbauten Akku ausgestattet, der nicht gewechselt werden kann und bis zu drei Jahren Laufzeit bietet. Auch wenn hier Elektroschrott anfällt – für den Einsatzzweck im Portemonnaie sicherlich nicht die schlechteste Lösung – zumal sich die Kosten für den Tile Slim mit 21,99 Euro in Grenzen halten.

Allerdings sollte man sich vor dem Kauf im Klaren darüber sein, wie genau Tile Slim funktioniert. Der mit einer Bluetooth-Reichweite von bis zu 61 Metern ausgestattete Tracker und die dazugehörige App schlagen nicht sofort Alarm, sobald sich Portemonnaie und iPhone zu weit voneinander entfernen. Stattdessen arbeitet Tile Slim eher passiv.

Das bedeutet: Im Hintergrund wird alle paar Minuten die aktuelle Position des iPhones gespeichert, solange dieses eine aktive Verbindung zum Tile-Tracker hat. Sollte man dann feststellen, dass man den Tile Slim verloren hat, kann man den letzten Standort in der App abrufen und dort manuell suchen – sobald wieder eine Verbindung per Bluetooth hergestellt wurde, kann ein Alarm-Signal abgespielt werden. Hilfreich kann das sein, wenn man etwas in einem Restaurant oder einem bestimmten Ort vergessen oder verloren hat. Verliert man dagegen ein Gegenstand, während man selbst in Bewegung ist, sieht es zunächst einmal schlecht aus.

Andere Tile-Nutzer helfen automatisch und anonym bei der Suche

Markiert man den Tile-Tracker als verloren, kommen zudem andere Nutzer der App mit ins Spiel, die als anonyme Sucher helfen. Sobald sie den verlorenen Gegenstand „entdecken“, wird automatisch im Hintergrund die Position aktualisiert und man wird über den Fund benachrichtigt. So kann man sich möglicherweise an einem anderen Ort auf eine erneute Suche begeben. Bei uns hier in Bochum soll es laut Angaben in der Tile-App über 100 Nutzer in der Nähe geben.

Zusätzlichen Komfort gibt es mit Tile Premium. Für 34,99 Euro kommt man unter anderem in den Genuss der intelligenten Benachrichtigungen. In diesem Fall bekommt man eine Push-Mitteilung, sobald man mit dem iPhone einen neuen Geofence betritt und keine aktive Verbindung mehr zum Tracker besteht. Das kann durchaus schon mal eine Entfernung von 200 bis 500 Meter sein. Praktisch: Für bestimmte Orte kann man die Alarme deaktivieren – so benötige ich beispielsweise keinen Hinweis, wenn ich mein Portemonnaie mit dem Tile Slim im eigenen Zuhause liegen lasse.

Klar ist: Die Tile-Produkte bieten aufgrund der Funktionsweise keinen absoluten Schutz – eine exakte GPS-Position mit Live-Aktualisierung bekommt man nicht. Das wäre bei einem Produkt in Kreditkartengröße so aber auch gar nicht machbar. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man so im Fall der Fälle etwas größere Chancen hat, einen verlorenen Gegenstand doch noch wieder zu finden.

Ich werde einen solchen Ernstfall in den kommenden Tagen einfach mal selbst ausprobieren und ein Paket mit einem aktivierten Tile-Tracker quer durch Deutschland schicken. Ich bin sehr gespannt, ob das Paket auf seinem Weg durch Deutschland durch andere Tile-Nutzer aufgespürt werden kann.

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Kommentare 12 Antworten

  1. Da bin ich ja immer noch sehr auf die AirTags gespannt. Das ist das Geräte Aufkommen ja deutlich höher (quasi fast jedes iOS Gerät) und damit sollte eine schnelle und genaue Positionierung möglich sein.

    1. Das wird in der Tat spannend. Wobei hier der Formfaktor wohl zunächst nicht Portemonnaie-tauglich sein wird. Aber vielleicht überrascht uns Apple ja doch noch einmal 🙂

  2. Tile Slim hat mein Portemonnaie immerhin schonmal lokal wiedergefunden. Es steckte zwar korrekt im Rucksack, aber im falschen Fach. Auch das hatte schon Nerven gerettet. 🙂

    1. Tile Slim kann man nicht nachladen, das ist richtig. Aber nur so bekommst du den Formfaktor hin. Die anderen Tiles haben eine Knopfzelle, aber selbst die ist zu dick.

      Auf der anderen Seite reden wir hier über 20-25 Euro gerechnet auf 2,5 bis 3 Jahre.

      1. @gemini: Ja, oder den Führerschein, Personalausweis oder Zutrittskarte für Büro, Fitnessstudio oder 1.000 andere Dinge auch.

  3. Und wie ist das nun mit der Benachrichtigung?
    Die slim liegt (laut App) noch zu Hause.
    Ich seit einer Stunde auf der Arbeit. Wann sagt mir die App, dass ich mein Portemonnaie vergessen habe? Bisher sagt die App nur (nachdem ich sie auf gemacht habe)tile kann nicht gefunden werden.
    Ich habe das Abo auch abgeschlossen und alle Benachrichtigungen aktiv.

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