Netgear AirCard 790: Der mobile LTE-Hotspot unserer Wahl vorgestellt

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Fabian 14. März 2017, 12:21 Uhr

Ein zweites Netz immer mit dabei haben? Ab und an kann das nicht schaden. Wir setzen dafür auf einen LTE-Hotspot von Netgear.

Netgear AirCard 790 1

Neben unseren iPhones, die mit Vodafone-Verträgen ausgestattet sind, setzen wir in Sachen mobiles Internet zusätzlich auf einen LTE-Hotspot mit einem Datentarif im Telekom-Netz. Das hat gleich mehrere Vorteile: Mit 6 GB Datenvolumen sind wir bei Internet-Ausfällen im Büro oder auf Reisen auf der sicheren Seite. Damit die Daten auch irgendwie auf das iPhone, iPad oder den Mac kommen, haben wir uns in den letzten Wochen mehrere LTE-Hotspots angesehen. Hängen geblieben sind wir beim Netgear AirCard 790.

Ganz einfach ist die Auswahl in diesem Fall aber nicht, denn den HotSpot gibt es in drei verschiedenen Modellen: Netgear AirCard 785, Netgear AirCard 790 und Netgear AirCard 810. Die drei Modelle haben im freien Handel erhebliche Preisunterschiede, los geht es bei rund 105 Euro über knapp 160 Euro bis hin zu 219 Euro.

Die Unterschiede der verschiedenen AirCard-Modelle

Unsere Wahl fiel nicht ohne Grund auf das mittlere Modell "Netgear AirCard 790". Der größte Unterschied zwischen den drei Modellen ist nämlich die maximale Geschwindigkeit: 150, 300 oder 600 Mbit/s. Für den Otto-Normal-Verbraucher sollten selbst die 150 Mbit/s absolut ausreichen, denn das ist erstens mehr als ein normaler DSL-Anschluss bietet und zweitens in den meisten Fällen wohl auch mehr als das mobile Netz überhaupt schafft.

Aus technischer Sicht gibt es zwischen dem günstigen Model und den teureren beiden Geschwistern nur zwei Unterschiede: Netgear AirCard 790 und 810 bieten eine Jump-Boost-Funktion über ein spezielles USB-Kabel, um über den in den LTE-Hotspot integrierten Akku das Smartphone aufladen zu können, quasi als Notstromaggregat. Dafür einen Aufpreis von 50 oder 100 Euro zu bezahlen, finden wir allerdings schon etwas happig. Ein echter Pluspunkt der beiden teureren Modelle ist allerdings der integrierte Touchscreen, der mir durchaus einen Aufpreis wert ist.

Netgear AirCard 790 2

Im Vergleich zur günstigeren AirCard und auch anderen LTE-Hotspots von Marken wie TP-Link oder Huawei, die bei Amazon für rund 80 Euro zu haben sind, bieten die beiden teureren Modelle von Netgear einen entscheidenden Vorteil: Anstatt für die Einstellungen zwei fest verbaute Knöpfe zu nutzen, haben sie eben einen Touchscreen, wie man ihn vom iPhone kennt.

Akkulaufzeit von zehn Stunden mit der AirCard kein Problem

In der Praxis macht sich das wie folgt bemerkbar: Drückt man bei den günstigen Modellen einmal zu viel auf den Button, hat man den gesuchten Menüpunkt übersprungen und muss etliche Male extra auf den Knopf drücken. Nicht nur dank des Touchscreens fühlt man sich im Menü der Netgear AirCard 790 oder 810 gleich deutlich wohler, selbst individuelle Anpassungen wie das Ändern der SSID oder des WLAN-Passworts sind über den integrierten Bildschirm problemlos möglich. Mal eben einen Gastzugang einrichten? Keine große Herausforderung. Insgesamt ist die Bedienung deutlich intuitiver und einfacher.

In der Praxis hat sich der HotSpot Netgear AirCard 790 bei uns in den vergangenen Wochen bewährt. Auch die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von bis zu 11 Stunden konnte fast ausgereizt werden, ein Skitag von 8 bis 17 Uhr habe ich mit dem mobilen Hotspot jedenfalls problemlos bewältigen können. Und wenn es mal eng wird, findet man mittlerweile ja an jeder Ecke eine Möglichkeit, ein USB-Gerät aufladen zu können. Da man bis zu 15 Geräte mit einer AirCard verbinden kann, kommt es auch hier nicht zu Engpässen. Wenn man überhaupt etwas bemängeln will, dann höchstens die lange Startzeit von knapp 30 Sekunden. Allerdings sind andere Modelle hier auch nicht schneller und im Prinzip startet man den HotSpot ja auch nur einmal pro Benutzung.

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Kommentare13 Antworten

  1. Boxi sagt:

    Ich habe mir so ein Teil für den USA-Urlaub geshoppt und musste leider feststellen, dass es nicht im T-Mobile-Netz dort funktioniert. Ich kann daher von Netgear Mobile-Routern nur abraten, zumindest für die Nutzung außerhalb Deutschlands.

  2. maasmeier sagt:

    Ich finde einfache Modelle wie von TP-Link auch sehr gut.

    Die sind sehr Hosentaschen-kompatibel, und das Webinterface ist auch gut per Smartphone zu bedienen.

    Was braucht man mehr?

  3. EiDi sagt:

    Ich nutze den mobilen LTE-Hotspot E5786 von HUAWEI und bin sehr zufrieden. Die Einrichtung war genauso unproblematisch, wie der bisherige Betrieb. Auch die App kann ich nur positiv bewerten. Der Preis liegt allerdings auch im oberen Bereich, bei ca. 170,- €, was etwas abschreckend wirkt.

  4. MisterMurmel sagt:

    Ich frage mich, wie ich und unsere Firma die letzten Jahrzehnte ohne so ein Gerät auskommen konnten?
    Ach und weil Du mögliche Netzausfälle ansprichst: Vodafone und Telekom sind die beiden, wo man das zuletzt öfters mal hörte.

    Wer also braucht soetwas? Pflegedienste, Krankenhäuser, Ärzte … ok. Aber Blogger und Produktangucker?
    Ich weiß ja nicht.
    Schon gewusst? Wer wichtig ist hat ein Handy – wer wirklich wichtig ist hat keines 😉

    • EiDi sagt:

      Leute die mobile Geräte wie das iPad ohne eigenen Karten-Slot nutzen und unterwegs trotzdem das Internet nutzen möchten. Den persönlichen Hotspot des iPhones könnte ich zwar auch nutzen, aber das Datenvolumen im Smartphonetarif reicht mir nur für das Smartphone. Darum nutze ich noch einen Datentarif mit einer weiteren Sim-Karte.

  5. Michael sagt:

    Kann man die Teile auch mit ständiger Stromversorgung betreiben, sozusagen wie einen normalen, nicht portablen LTE Router?

  6. Cofrap sagt:

    Ich habe in Frankreich (Ferienwohnung) sehr gute Erfahrungen mit so einem Gerät gemacht, das wurde vom Vermieter gestellt samt Datentarif.
    Hat gut Funktioniert.

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