Auch in Mexiko wurden von offizieller Stelle Sachspenden für die Erdbebenopfer in der Türkei gesammelt. Da eine Journalistin allerdings vermutete, diese Spenden würden die Türkei niemals erreichen, versah sie ihre Spenden mit AirTags. Und tatsächlich: Die Gegenstände kamen nie in der Türkei an.
In einem auf YouTube veröffentlichten Video enthüllte die Journalistin Pamela Cerdeira, dass ihre beiden Spenden, ein Sack Reis und eine Packung Toilettenpapier, Mexiko Stadt niemals verlassen haben. Die Journalistin gibt an, im Vorhinein skeptisch gewesen zu sein, ob die Spenden, die sie mexikanischen Beamten übergeben wollte, tatsächlich den Erdbebenopfern in der Türkei zugute kommen würden. Darum habe sie beide Pakte mit jeweils einem AirTag ausgestattet, bevor sie sie spendete.
Über die „Wo ist“-App bestätigte sich dann ihre Vermutung: Die Gegenständen waren nicht in der Türkei gelandet, sondern in Mexiko Stadt geblieben. Zwar waren die Spenden getrennt worden, aber die Stadt selbst hatten sie nicht verlassen. Die Journalistin machte sich auf den Weg, um die Spenden aufzuspüren.
Dank der „Wo ist“-App fand sie heraus, dass beide Gegenstände auf verschiedenen Märkten gelandet und dort weiterverkauft worden waren. Cerdeira begab sich an den Ort, an dem der Sack Reis lokalisiert worden war, um ihn abzuholen, doch man ließ sie nicht in das Gebäude. Im Falle des Toilettenpapiers konnte sie mithilfe des AirTags nachweisen, dass das Paket weiterverkauft worden war.
Ob es sich um einen Einzelfall handelt, bleibt abzuwarten. Wenn ihr Spanisch sprechen könnt, könnt ihr euch den ganzen Bericht hier ansehen. AirTags werden also mittlerweile nicht mehr nur zum Finden verlorener Gegenstände oder zum Verhindern von Autodiebstählen eingesetzt, sondern auch im Enthüllungsjournalismus.
Zeigt aber auch wieder die Grenzen auf, denn obwohl man weiß wo sich die Gegenstände befinden,bekommt man sie trotzdem nicht wieder…
Meine AirPods Pro konnten an einer Adresse lokalisiert werden,aber die Staatsanwaltschaft hat letztlich das Verfahren eingestellt (zu geringer Wert,kein öffentliches Interesse der Nachverfolgung).
Und dies zeigt wieder mal die Schwachstellen unseres Justizsystems. Nicht die Grenzen der Technologie