ENERQi: Unsichtbares kabelloses Ladepad bei Indiegogo eignet sich auch für dicke Tischplatten

Bis zu 4 cm dürfen die aufzuladenden Geräte entfernt sein.

Qi- bzw. Wireless Charging, oder auch als kabelloses Laden bezeichnet, ist in aller Munde. Auch die neueren iPhone-Generationen und die zweite Generation der Apple AirPods unterstützen diese neue Technologie. Die entsprechenden Zubehörprodukte jedoch erfordern oftmals einen direkten Kontakt des Geräts mit der Ladefläche, beispielsweise in Form eines kreisrunden Ladepads. 

Das momentan bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo um Unterstützer suchende Projekt ENERQi hingegen wartet mit einer besonderen Neuerung auf: Das kabellose Ladepad ist für die Verwendung auf Tischen gedacht und erlaubt dabei das Anbringen des Ladepads unter Tischplatten mit einer Dicke von bis zu 4 cm – und das bei einer maximalen Leistung von 10W. 

Das Team von ENERQi aus Los Angeles in den USA brauchte zum Zustandekommen ihres Projekts lediglich etwa 4.500 Euro – mittlerweile haben mehr als 2.500 Supporter das Projekt bei Indiegogo unterstützt, so dass nun, etwa 43 Stunden vor Ende der Kampagne, schon mehr als 295.000 Euro in den Topf gewandert sind. Das entspricht knapp 6.700 Prozent des eigentlich geplanten Ziels.

Anbringung erfolgt per Klebepad oder kleinen Schrauben

Das Konzept dieses neuen kabellosen Ladepads ist deshalb so originell, weil es dem Nutzer erlaubt, das knapp 16 cm im Durchmesser messende und 2,2 cm hohe Pad unterhalb einer beliebigen Fläche, beispielsweise dem Schreib- oder Nachttisch, anzubringen – und das ohne anstrengendes Bohren von größeren Löchern in die Möbeloberfläche. Das ENERQi Ladepad kann bei maximaler Leistung von 10W samt Fast Charge unterhalb von jeglichen Oberflächen mit einer Dicke von bis zu 4 cm mittels Klebepad oder kleinen Schrauben angebracht werden. Ich habe gerade interessiert nachgemessen: Meine Schreibtischplatte von IKEA misst gerade einmal 3,2 cm und wäre für ENERQi daher problemlos geeignet. Die Stromversorgung funktioniert übrigens über einen USB-C-Port. 

Das ENERQi Ladepad lässt sich aktuell noch zu einem vergünstigten Indiegogo-Preis von 61 Euro bei weltweitem Versand erstehen, die Auslieferung soll voraussichtlich im Mai 2019 erfolgen. Zusätzlich erhältlich ist auch ein ENERQi Nano-Ladepad, das immerhin noch Distanzen von 1,5 cm überbrücken kann, und ab 43 Euro erhältlich ist. Beide Produkte sind in schwarzer und weißer Variante erhältlich und können auch in kombinierten Paketen bei Indiegogo geordert werden. 

Kommentare 9 Antworten

    1. Air Power sollte ja auch die Feldausrichtung der Geräte automatisch anpassen und zentrieren. Das wollten sie durch das überlagern vieler verschiedener Antennen erreichen.

      Auf normalen Pads ist es immer ein sehr großes Glücksspiel, ob du eine Apple Watch genau richtig platzierst. Gab glaub ich berichte, dass es mit manchen besser ging als anderen.

      Deswegen hat die Watch ja auch normalerweise eine magnetische Fixierung der Ladeantenne.

  1. Der Energieverlust durch die Übertragung des Stroms bei normalen Qi Ladeplatten ist ja schon nennenswert, aber ich will nicht wissen was bei der Strahlung durch solch dicke Platten verloren geht…
    Mal ganz von Sicherheits- und Risikobedenken abgesehen.

    1. Der Verlust wird zu verschmerzen sein. Des weiteren braucht es eine CE Zertifizierung wenn es hier verkauft werden will. Welche Bedenken hast du denn?

  2. Mit Herzschrittmachern hat sowas nichts zu tun und wird keinerlei Pribleme mit sich bringen – schon allein, weil Qi durch Geräterkennung aktiviert wird.

    Aber die Effizienz wird aufgrund des üblichen Abstandsquadratsgetzes grottenschlecht sein. Naja zahlt dann seine 5-7 kWh mehr im Jahr.

    Also wieder mal ein verstecktes Abo 😉

      1. Du kannst es ja selbst überschlagen.
        Ich habe sogar eher konservativ gerechnet, da ich nur jeden zweiten Tag lade.
        ____
        Wenn du es per Kabel lädst, dann wird ein XS Max bei 2A und 5V etwa 2h brauchen. Das wären zwar bereits mehr als 7kWh – wir gehen aber mal davon aus, dass die Verluste gering sind. Davon ziehen wir pauschal 20% wegen der Ladekurve und Kitzelstrom ab.
        Es bleiben also ca. 5,6kWh – was im Durchschnitt (bei 30cent in 2019) 1,70€ ergibt.
        ____
        Wenn du ganz normal per einfacher Qi und minimaler Entfernung ohne Hülle laden würdest, spricht man von idealen Effizienzwerten von 60-70%.
        Das beinhaltet ausschließlich die Übertragung selbst – keine Regulierung aufgrund von Temperaturschwankungen oder minimale Abweichungen vom Zentrum oder dünne Hüllen. Realistischer (aber auch eher optimistisch) sind also etwa 50%.

        Damit wären wir also schon bei extra 5,6kWh für eine tägliche Qi Ladung. (Hier wird natürlich auch der extra Zeitaufwand und der resultierende Eigenverbrauch des Transformators nicht mitgerechnet.)

        Nun erhöhen wir die Entfernung von durchschnittlich 5mm auf bis zu 45mm. Auch hier rechne ich mal konservativ und denke nicht, dass es jeder ausreizt. Also sagen wir 25mm Entfernung zwischen den Antennen.

        Bei Induktion wird das Feld ganz normal mit Abstand abfallen (Resonanzübertragung als Alternative kommt zwar mit Entfernung besser zurecht, hat jedoch trotzdem eine Effizienz von 15% bei dieser Dicke).

        Der Ladestrom wird 5fach abfallen, wenn man die selbe 7,5W Ladeleistung ansetzt. Von den üblichen 0,8-1A auf 0,1-0,2A.
        Das senkt die Übertragungseffizienz auf bestenfalls die Hälfte. (Auch hier – erhöhte Ladedauer und/oder stärkere Leistung ist uns hier egal. Die Produzenten sind sowieso durch den Qi Standard und MFI Zertifizierung begrenzt.)

        Also hast du bei deinem täglichen Laden mit diesem Indigogo Gerät und optimistischen Zuständen voraussichtlich 11kWh mehr(!) Verbrauch als wenn du am Kabel laden würdest. Also 3,30€ im Jahr 😉

        Das Gute an Physik ist, dass sie auch dann für dich gilt, wenn du nicht daran glaubst.

        1. Muss die Rechnung nach unten berichtigen, da ich danach in die Beschreibung geschaut habe.

          Sie wollen Resonanzübertragung verwenden. Damit kann man bestenfalls von 20% Effizienz ausgehen.
          Vorteil ist jedoch, dass der Ladestrom doppelt so hoch sein wird und das Aufladen dementsprechend „schneller“ ist. (Was hierbei sowieso über 6h bei einer Vollladung bedeutet.)

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