Go Dance: Frustrierendes Rumgezapple vor dem iDevice

4 Kommentare zu Go Dance: Frustrierendes Rumgezapple vor dem iDevice

Videospiele, in denen es um körperlichen Einsatz geht, sind spätestens seit Wii Sports, der PS3 Move und Kinect für die Xbox sehr beliebt – auf den iDevices geht es jetzt mit Go Dance los.

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Die App Go Dance (App Store-Link) ist dank ihres Universal-Charakters sowohl fürs iPhone, als auch für das iPad und den iPod Touch geeignet, und nimmt auf dem jeweiligen Gerät etwa 72 MB in Anspruch. Leider ist das 1,99 Euro teure Go Dance bislang nur in englischer Sprache verfügbar, eine deutsche Lokalisierung ist noch nicht in Sicht.

Das am 12. September veröffentlichte Spiel macht von der integrierten Kamera eurer iDevices Gebrauch, und soll so die eigenen Dance-Moves kontrollieren, während man sich zu treibenden Beats bewegt. Zu Beginn ist es jedoch erst einmal vonnöten, ein eigenes Konto zu erstellen, das unter anderem für Online-Battles notwendig ist. In zwei Spielmodi, Single oder Battle, kann man sich in Go Dance beweisen.

Anfangs stehen dem Gamer zwei Musiktracks zur Verfügung, LMFAO „Party Rock Anthem“, sowie Nicki Minaj „Super Bass“. In einem In-Game-Shop lassen sich, wie sollte es auch anders sein, weitere Songs, darunter „Levels“ von Avicii, kaufen. Der Shop ist gespickt mit weiteren Upgrades, unter anderem für den Gamer-Avatar, Hintergründe im Game-Screen oder Battle-Tickets. Bedenkt man, dass für einen neuen Song 50 Sterne auf den Tisch gelegt werden müssen, die wiederum gegen bares Geld von 99 Cent im In-Game-Store gekauft werden können, ahnt man schon, auf was es hinaus läuft.

Man merkt, hier hat SEGA ganze In-App-Arbeit geleistet. Auch das eigentliche Gameplay hat zumindest mich nicht wirklich überzeugt. Zwar wirkt alles bunt und ansprechend designt, allerdings funktionierte die Kalibrierung mit meiner iPad-Kamera mehr oder weniger gar nicht. Es gilt, das iDevice in einem Abstand von etwa 2 m aufzustellen und sich davor zu postieren. Danach soll eine Pose eingenommen werden, bei der die beiden Arme  in einem 90°-Winkel nach oben gestreckt werden, um Kamera und Person aufeinander abzustimmen.

Hilfe, die Kalibrierung mag mich nicht!

Trotz peinlich genau eingehaltener Position vor dem Screen hatten wohl nur die Nachbarn etwas zu lachen, sollte man mich vor dem Fenster gesehen haben. Nachdem die Arme langsam lahm wurden, aber immer noch keine Erkennung erfolgte, ließ ich die Arme sinken – und der Titel startete plötzlich. Die Verrenkungen, die auszuführen sind, wirken eher lächerlich und folgen viel zu schnell aufeinander, als dass sie präzise ausgeführt werden können. Richtige „Beinarbeit“ war auch nicht festzustellen – bislang dachte ich, dass diese Extremitäten durchaus im Tanz eine Rolle spielen. Ich habe mir den Scherz erlaubt und einfach wie bei einem Popkonzert mit den Armen in der Luft gewedelt – und erhielt prompt Wertungen wie „Awesome!“ – das sollte alles aussagen über die Qualität dieses Spiels.

Fasst man also alles zusammen, kann ich nach meinen Erfahrungen mit Go Dance nur von einem Kauf abraten. Auch wenn die Entwickler von SEGA mit einer Game Center-Anbindung und einer AirPlay-Funktion aufwarten, die es möglich macht, das Game auch an einem größeren Fernseher zu spielen, war zumindest ich von der Kalibrierung und den überteuerten In-App-Käufen sehr enttäuscht. Vielleicht habt ihr ja andere Erfahrungen mit Go Dance gemacht? Schreibt eure Meinung doch einfach in die Kommentare.

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