Gods vs Humans: Rettet die Menschheit! Zerstört den Götzenturm!

Sich auf eine Stufe mit Gott zu stellen, ist eigentlich schlimmste Blasphemie: Bei Gods vs Humans darf man aber ausnahmsweise so weit gehen.

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Gods vs Humans (App Store-Link) ist eine reine iPad-App, die derzeit zum Preis von 1,79 Euro im deutschen App Store geladen werden kann. Für das in deutscher Sprache erhältliche Game müssen auf euren Tablets etwa 80 MB freigehalten werden – ein Herunterladen aus dem mobilen Datennetzwerk fällt damit leider auch aus.

Ein wenig erinnerte mich Gods vs Humans beim ersten Spielen an den biblischen Turmbau zu Babel: Hier allerdings verschiebt man sich auf die Seite der Götter, die versuchen, den gewaltigen Bauwerken der Menschen den Garaus zu machen. Dabei soll die Menschheit selbst natürlich nicht ausgerottet werden – ein wenig Feingefühl darf es daher schon sein, reine Zerstörung wird in diesem Spiel nicht groß geschrieben.

In insgesamt 70 Leveln muss man sich als Gottheit einer antiken Hochkultur, wie etwa der alten Ägypter, der nordischen oder griechisch-römischen, ordentlich Respekt verschaffen, und versuchen, gegen die törichte Menschheit anzukämpfen. Es gilt in allen Leveln, einen Turmbau mit mehreren Stockwerken zu unterbinden, und sowohl den tragenden Säulen als auch dem groben Fundament Schaden zuzufügen. Die Arbeiter, die stetig bemüht sind, die entstandenen Schäden wieder auszubessern, müssen dazu mit nicht immer fairen Mitteln abgelenkt oder verscheucht werden.

Neben einer Auswahl von Mächten, beispielsweise, um Sandstürme, Regengüsse oder Blitze auf die Arbeiter und ihr Bauwerk loszulassen, muss man sich trotz der Zerstörung immer auf die Vergötterung der Menschen verlassen können. Sind die Arbeiter von zu vielen Naturkatastrophen verärgert, ändert sich ihre Stimmung. Diese wiederum ist zuständig für die Auffüllung des göttlichen Machtbalkens und kann unter Umständen fast zum Erliegen kommen. Mit einer kleinen „Boni“-Auswahl, wie einem Pin-Up-Girl, das durch die Stockwerke stöckelt, wird die Stimmung aber schnell wieder angehoben. Hier gilt es, eine passende Balance zwischen Zerstörung und Besänftigung der Arbeiter zu finden.

Erschwert werden die Missionen in Gods vs Humans durch spezielle Charaktere, die den Göttern bewusst schaden wollen. Dazu zählt in den ersten Leveln der ägyptischen Antike ein Schmied, der, sobald er seinen Helm fertiggestellt hat, Stockwerk für Stockwerk auf das Dach des Turmes klettert. Ist er oben angekommen, ohne dass der Turm mit den entsprechenden Etagen zerstört wurde, ist das Level verloren, und der Gamer muss einen neuen Versuch starten.

Insgesamt könnte man Gods vs Humans als eine Mischung zwischen Tower Defense- und Time Management-Game bezeichnen – mit dem Unterschied, dass hier kein Turm verteidigt, sondern möglichst schnell zerstört werden muss. Nach einigen absolvierten Leveln merkt man, dass der Schwierigkeitsgrad schnell ansteigt, und auch bestimmte Ziele im jeweiligen Level erreicht werden müssen („Zerstöre vier Stockwerke in drei Minuten“). Und auch wenn es keinen Game Center-Support gibt, entschädigt der Verzicht auf In-App-Käufe in Gods vs Humans für einiges. Für Tüftler und Strategen spreche ich daher eine Downloadempfehlung aus – Gelegenheitsgamer könnten durch den schnell ansteigenden Schwierigkeitsgrad ein wenig abgeschreckt werden.

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