Jodel: Anonymes soziales Netzwerk zeigt Nachrichten aus der unmittelbaren Umgebung an

Früher hat man Toilettenkabinen mit kleinen Weisheiten oder Fragen an die Allgemeinheit beschmiert – heute gibt es Apps wie Jodel.

Jodel 1Jodel (App Store-Link) ist eine reine iPhone-Anwendung, die sich kostenlos aus dem App Store herunterladen lässt. Die 13,3 MB große App erfordert zur Installation zudem mindestens iOS 7.0 oder neuer, und steht zudem in deutscher Sprache bereit. Die Entwickler von tellM haben auch eine Anpassung an die Displays der iPhone 6-Generation bereits umgesetzt.

Mit Jodel soll es laut Aussage der Entwickler im App Store möglich sein, in Echtzeit zu erfahren, was um einen herum passiert. „Checke die anonymen Nachrichten und Bilder aus deiner Umgebung und verbinde dich mit jedem schnell und einfach, ohne ihn kennen zu müssen.“ – so lautet das generelle Prinzip. Aktuell ist Jodel in 30 Städten von Hamburg bis München verfügbar, die sogenannten „Jodels“, also die in der App geposteten Kommentare, sind auf einen Radius von 10 km beschränkt.

Praktischerweise muss man daher für die Nutzung von Jodel auch keinen Account erstellen oder sich registrieren – jegliche Kommunikation basiert auf Anonymität. Damit man allerdings auch passende „Jodels“ aus der unmittelbaren Umgebung angezeigt bekommt, ist es zwingend notwendig, die Standortdienste zu aktivieren. Selbst wenn man diese einmalig für Jodel einschaltet und sie danach deaktiviert, kann die App beim erneuten Aufrufen nicht mehr genutzt werden.

Mehr als 200.000 Nutzer in Europa machen bereits von Jodel Gebrauch

info6MAYIn meiner Umgebung scheint es noch nicht besonders viele „Jodler“ zu geben – der letzte Eintrag ist schon etwa 7 Stunden her. Prinzipiell ist es möglich, auf die Jodels der User zu antworten, oder diese mit einem Up- oder Downvote zu bewerten. Ab einer gewissen Anzahl von Downvotes wird der Beitrag entfernt, eventuell eingebundene Bilder werden vor der Freischaltung manuell geprüft. Erstaunlicherweise findet man in der App nicht wie anfangs skeptisch erwartet sinnlose Trash-Kommentare, sondern durchaus auch ernstgemeinte Fragen oder gute Wünsche.

Abhängig vom Erfolg Jodels ist jedoch die Anzahl der Nutzer, die das anonyme Netzwerk wirklich verwenden. Denn was ist Sinn und Zweck einer Frage wie, „Wo kann ich hier gut Griechisch essen gehen?“, wenn sich niemand meldet? Aktuell ist Jodel allerdings besonders bei Studenten sehr beliebt und zeigt sich derzeit sogar in den Top 10-Apps in Spanien und Schweden. Laut Information der zuständigen Presseagentur RCKT. „nutzen die App bereits mehr als 200.000 Jodler in Deutschland, Spanien, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden“.

Was haltet ihr von einem anonymen Netzwerk wie Jodel? Könnt ihr euch vorstellen, die App zu nutzen, und wenn ja, wofür? Oder seid ihr bereits aktive User? Wir sind gespannt auf eure Reaktionen in den Kommentaren.

Kommentare 10 Antworten

  1. Die App gibt es schon lange und wird vor allen von Studenten benutzt :). Dementsprechend findet man die meisten User in Studentenstädten – dort überschlagen sich die Nachrichten.
    Tatsächlich ist die Hälfte der Posts wirklich seriös.
    Soweit ich weis gibt es Jodel jetzt nicht nur Deutschland sondern auch Spanien und paar anderen Ländern.

      1. Tut mir leid, nur die ersten paar Absätze 😉 Peinlich, peinlich ?
        War unterwegs und habe wohl beim Überfliegen das Wichtigste ausgelassen.

  2. Jodler für Hamburg!
    Hab nach dem Artikel mal rein geguckt. Mitunter ganz lustig.
    Frag mich nur, da es ja umsonst ist: Zapft die App wohl irgendwelche Infos ab?

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