Kuo: Nur noch das iPhone Pro wird den neuesten Chip bekommen

Apple könnte seine Strategie langfristig ändern

Bisher konnte man sich stets darauf verlassen, dass selbst die günstigsten iPhone-Modelle eine exzellente Performance bieten. Immerhin hat Apple selbst Einsteiger-Modelle, wie etwa das iPhone SE, zuletzt mit dem neuesten Chip ausgestattet. Das könnte sich mit der kommenden Generation ändern.

Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hat nun verlauten lassen, dass Apple wohl nur noch das iPhone 14 Pro und Pro Max mit einem neuen A16 Chip ausstatten wird, während die „normalen“ iPhone 14 Modelle weiterhin mit dem A15 Prozessor auskommen müssen. Immerhin: Hier soll der Arbeitsspeicher von 4 auf 6 GB gesteigert werden.


Warum sich Apple dafür entscheidet? Sicherlich wird die Chip-Krise ihren Beitrag dazu geleistet haben, allerdings geht Kuo noch einen Schritt weiter. Apple könnte die Gelegenheit nutzen und die Pro-Modelle mit dem besseren Chip attraktiver machen. Kuo rechnet damit, dass der Anteil der Pro-Modelle so von 40 bis 50 Prozent auf 60 Prozent steigen könnte. Sollte das eintreffen, könnte Apple seine Strategie sogar langfristig umstellen.

Aus meiner Sicht hätte eine solche Entscheidung zumindest im ersten Moment keine Auswirkungen. Ein etwas aufgebohrter A15 Chip im iPhone 14 wäre immer noch mit der schnellste Chip, den es derzeit auf dem Smartphone-Markt gibt. Spürbare Auswirkungen dürfte es wohl erst am Ende der Lebenszeit geben, wenn die Pro-Modelle einer Generation vielleicht noch ein zusätzliches Software-Update erhalten.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Die meisten iPhone-Käufer/innen wird es nicht stören – wissen Sie doch oft gar nicht, welcher Prozessor drin steckt.
    Nicht-Pro-Käufer, die enger im Thema sind werden schon eher überlegen: Dann warte ich vielleicht noch 1 Jahr länger und bekomme einen neuen Prozessor. Und je mehr die Presse das Thema bekannt macht, desto Mehr werden diese Überlegung wohl machen.

  2. Für mich ist der Chip immer wichtig gewesen. Wenn ich das neueste Modell kaufe, will ich auch den neuesten Chip. Damit man lange Softwareupdates bekommt.
    Das SE (2016) hatte ich viele Jahre.

    1. Für Nutzer wie dich lohnt es sich ja auch nach vielen Jahren dann mal wieder ein neustes Gerät zu kaufen. Jünger, die jedes Jahr das neuste Gerät brauchen, kann es egal sein weil sie die Geräte sowieso nichtmal ansatzweise auslasten.

  3. Die käufer der hardware werden, wenn sie sich ein iFon kaufen, genau wissen und schauen, welches teil es sein soll. Ich habe im bekanntenkreis mehrere käufer, hier vor allem weibliche, die auf die „hauptsache Apple“ gucken und keine ahnung von den übrigen und inhaltlichen kriterien haben.
    Da spielt der preis und das aussehen mehr rolle.

    Und andere wiederum, die sich „wenn Apple dann das beste“ kaufen. Ich bin näher an der zweiten gruppe. 🤷‍♂️

    Ich denke es wäre eine gute strategie(r) seitens Apple das so durchzuführen, ja.

  4. Solange sich das in den Preisen widerspiegeln würde, wäre das in Ordnung. Nur glaube ich… wird das nicht passieren. Apple weiß zu gut, dass die Masse sich nicht wirklich für den Prozessor entscheidet, sondern wir oben erwähnt das Aussehen und kundenwirksam andere Features den Kauf anreizen. Und die wenigen, die sich wirklich für den Prozessor interessieren, drängt man gleichzeitig in die Pro-Ecke und bietet keine Alternativen mehr an.
    Dadurch kann man gleich zweimal die Gewinnmarge erhöhen.
    STR

  5. Zumeist reicht mir leistungstechnisch immer das Standardmodell. Aber egal ob ich einen „aufgemotzten“ alten Chip bekommen würde oder nicht, wenn ich das neueste Modell kaufe erwarte ich auch das neueste Equipment und keines aus der „Mottenkiste“. In meinen Augen macht Apple sich damit nicht attraktiver sondern zeigt seinen Kunden ziemlich deutlich was man von ihnen hält. Und das ist in meinen Augen falsch, denn es gibt keine „guten und schlechten Kunden“, es gibt nur „Kunden“. Es sei denn das sich die Preisdifferenz so deutlich zeigt wie das ZB bei RAM Aufrüstung beim IMac der Fall ist. Alleine der Glaube daran ist nicht vorhanden.

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