Lenovo X1: Neuer Saug- und Wischroboter im Test

Die App ist etwas träge

Der Markt der Saugroboter wächst und wächst. Auch Lenovo spielt mit und bietet mit dem Lenovo X1 seit kurzer Zeit ein eigenes Modell an. Ich habe das Gerät im Alltag ausprobiert und möchte alle Vor- und Nachteile auflisten.

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Was mir relativ schnell aufgefallen ist: Der Lenovo X1 ähnelt den Geräten der Marke 360 sehr stark. Womöglich sind einige Bauteile aus der gleichen Fabrik. Die Ladestation ist zum Beispiel identisch und auch die App ist baugleich.

Starten wir aber mit den technischen Fakten: Der 3,68 Kilogramm schwere Roboter ist 35 x 35 x 10 Zentimeter groß. Die Staubkammer ist mit 585 Millimeter erstaunlich groß, dafür ist der Wassertank mit 170 Millimeter etwas kleiner. Mit 55 dB (schwächste Saugstufe) kann der Roboter sehr leise saugen. Die Arbeitszeit liegt bei 110 Minuten, das ist etwas wenig. Mit 2200 pa gibt es aber eine starke Saugleistung.

Optisch ein Klassiker

Der Lenovo X1 ist nur in einer schwarzen Variante verfügbar und ist ein klassischer Sauger. Oben findet ihr zwei Knöpfe (Power und Ladestation) und zudem den Laser-Distanz-Sensor. Rechts ist die Seitenbürste angebracht, unten in der Mitte die Hauptbürste. Beide können leicht entfernt und gereinigt werden. Insgesamt gibt es 22 Sensoren, die Objekte und Abgründe erkennen.

Gut: Das Netzkabel verfügt über einen deutschen Stecker. Dabei könnt ihr das 150 Zentimeter lange Ladekabel in der Ladestation aufwickeln und nach rechts oder links ausführen. Der X1 dockt übrigens immer rückwärts an.

LenovoCleaner X1-App ist etwas träge

Wie gesagt: Die Ähnlichkeit zu den 360-Saugern ist nicht zu leugnen. Auch bei der iOS-App (App Store-Link) setzt man auf das gleiche System. Ob es hier eine Art Baukasten zu kaufen gibt oder ob Lenovo freundlich bei 360 angefragt hat, weiß ich nicht. Aber die App an sich ist gut gemacht, wobei bei Lenovo die Geschwindigkeit zu wünschen übrig lässt. Die Ladezeiten müssen optimiert werden.

‎Lenovo Cleaner X1
‎Lenovo Cleaner X1

Ansonsten könnt ihr in der App Räume einzeichnen und umbenennen, gespeicherte Karten auswählen, NoGo-Zonen hinterlegen und zudem auch NoGo-Wischzonen einrichten. Etwas doof gelöst: Da der Roboter ja rückwärts einparkt, müsst ihr diesen erst von der Ladestation lösen, um den Wischmopp hinten anzubringen.

In der App könnt ihr dann Zeitpläne anlegen, wobei auch mehrere möglich sind. Demnach könnt ihr die Reinigungsintervalle für jeden Raum individuell bestimmen und wählen, ob nur gesaugt oder auch gewischt werden soll. In der „History“ könnt ihr alle Saugvorgänge mit ein paar Statistiken einsehen. Ebenso könnt ihr den Lenovo X1 manuell zu einer Punktreinigung schicken. Updates lassen sich per App schnell und einfach einspielen.

Beachten solltet ihr, dass sowohl die App als auch das Sprachpaket nur in englischer Sprache verfügbar ist. Die Bedienungsanleitung ist hingegen in deutscher Sprache vorliegend, allerdings ist die Übersetzung wirklich grausam – schlechter als Google Translate. Da die Funktionen weitestgehend selbsterklärend sind, kann man das soeben noch verkraften. Ein paar Grundkenntnisse der englischen Sprache sind definitiv von Vorteil.

Die Reinigung an sich ist gut. Die meisten Saugroboter liefern eine maximale Saugleistung von 2000 pa. Der Lenovo X1 bietet mit 2200 pa eine Schippe mehr. Die Staubkammer ist mit einem HEPA-Filter ausgestattet, der entfernt und mit Wasser gereinigt werden kann. Die Kammer sitzt wirklich sehr fest im Roboter – das ist sehr positiv, da dann möglichst wenig Feinstaub entweichen kann. Wer übrigens die maximale Stufe wählt, liegt schnell bei 90 dB Lautstärke.

Auch hier gilt: Die Wischfunktion ist okay, ersetzt aber nicht das manuelle Wischen. Für eine solide Grundreinheit kann man die Funktion nutzen. Da der Wassertank jedoch im Vergleich zu anderen Modellen eher klein ist, kann man so nur kleinere Flächen reinigen. Eine Wasserkontrolle gibt es hier nicht, allerdings dosiert der X1 das Wasser gut, zu feucht wird es nicht.

Bei der Reinigung hier im Büro ist mir aufgefallen, dass sich der Lenovo X1 häufiger verirrt und festgefahren hat. Gleichzeitig reinigt hier auch der iRobot i7+, der deutlich weniger manuell umgestellt werden muss. Aber generell gilt: Gegenstände, Socken, Kabel und Co sollten vor der Reinigung vom Boden entfernt werden.

Mein Fazit ist durchaus positiv

Der Lenovo X1 reinigt gut und liefert eine starke Saugleistung. Der Wassertank ist nicht ganz so groß, fürs schnelle Wischen aber okay. Die App ist manchmal zu träge, zudem ist alles nur in englischer Sprache verfügbar. Für mich ist der Lenovo X1 ein verbesserter 360 S7.

Der Preis liegt bei rund 400 Euro. Aktuell könnt ihr den Lenovo X1 Saug- und Wischroboter bei Gearbest für 391,30 Euro (zum Angebot) kaufen, wenn ihr den Gutschein GBLENOVOX1 verwendet. Der Versand erfolgt schnell aus einem EU-Lager.

Zum Vergleich: Der 360 S7 liegt bei 345 Euro, der Roborock S5 Max bei 455 Euro und der Roborock S6 bei 510 Euro. Obwohl mir die App bei 360 immer gut gefallen hat, ist sie bei Lenovo zu langsam. Genau aus diesem Grund würde ich eher zu einem Roborock oder 360 greifen.

Kommentare 4 Antworten

    1. Roborock S5 wäre ne Option. Liegt aktuell bei 333 Euro. Eventuell auf Angebote warten. Ansonsten ist der 360 S5 ne Option, kann aber nicht wischen. Dafür kostet er nur 264 Euro. (Preise von Gearbest)

    2. Roborock S5: Hab ich im Angebot für knappe 300€ aus einem EU Lager bekommen und ist Roborock rockt einfach 😉

      Vorteile:
      – ERSATZTEILE! Sehr viele Ersatzteile und vor allem gibt es hier auch den Akku!!!
      – annähernd perfekte Navigation und gute Saugleistung
      – riesiger Akku mit super langer Laufzeit (und somit auch erhöhter Lebenszeit)
      – tolle App, inkl. Alexa, Siri und vermutlich Google Support (Hey Siri, saugen!), festgelegte Saugzeiten funktionieren natürlich auch
      – App ist deutsch und der Roboter redet auch deutsch
      – es kommt jetzt ein Softwareupdate mit Einzelraumreinigung und nochmals verbesserter Navigation, dann gibt es keine 4x4m Reinigungsquadranten mehr sondern er reinigt lange Flächen in einem Zug und pro Raum die REinigungsrichtung an (zick zack hoch runter oder rechts links, je nach Raumgegebenheit damit er lange, schnelle Bahnen fahren kann)

      Die Wischleistung ist wie bei allen nur ein Hinterherziehen eines feuchten, kleinen Lappens.

  1. der Lenovo erinnert mich innen wie außen stark an den S5, mit dem wir insgesamt gut zufrieden sind !

    der größte Schwachpunkt bleibt dabei – für uns – die Entleerung des Staubbehälters; das ist einfach extrem unhygienisch, dieses Ding auszuklopfen.

    mittlerweile gibt´s hierfür ja deutlich bessere Lösungen, aber die entsprechenden Roboter schwächeln dann wiederum in der eigentlichen Reinigung – bringt dann auch wieder nix

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