Mophie Juice Pack Access: Akkuhülle mit Qi Charging für das iPhone XR ausprobiert

Integrierter Akku mit 2.000 mAh

Gerade jetzt in den Sommermonaten muss das iPhone einiges aushalten, und das nicht nur aufgrund der hohen Temperaturen. Die Tage sind lang und ereignisreich, Reisen, Ausflüge und sportliche Aktivitäten stehen an. Damit der Akku des iPhones dabei nicht schlapp macht, kann man zu Powerbanks oder auch Akkuhüllen greifen. Letztere sind aufgrund ihrer direkten Verbindung zum iPhone im Alltag die bessere Wahl, wenn das Smartphone nebenbei auch noch genutzt und nicht nur aufgeladen werden soll. 

Mit dem Mophie Juice Pack Access gibt es seit einigen Monaten eine Schutzhülle samt integriertem Akku, der sich drahtlos per Qi aufladen lässt. Auch das iPhone selbst wird beim Einstecken in die zweiteilige schwarze Hülle kabellos geladen. Erstmals auf der CES 2019 in Las Vegas vorgestellt, ist das Mophie Juice Pack Access mittlerweile auch flächendeckend in Deutschland erhältlich, so unter anderem zu einem Preis von etwa 85 Euro für das iPhone XR, iPhone XS und iPhone XS Max bei Amazon.

Mit dem kleinen Buckel auf der Rückseite erinnert das Juice Pack Access schon fast ein wenig an die Akkuhülle von Apple, die es für das iPhone 6 und 7 gibt. Auf den ersten Blick fällt aber bereits ein großer Unterschied auf: Die Unterkante des iPhones, also dort wo Lautsprecher, Mikrofon und Lightning-Port sitzen, bleiben von der Hülle ausgespart.

Der Saft aus dem Akku wird nämlich nicht über den Lightning-Anschluss übertragen, stattdessen bedient sich das iPhone über die drahtlose Qi-Technik an der zusätzlichen Energie. Und so soll man die Akkulaufzeit des iPhones auf bis zu 31 Stunden verlängern können, normal sind beim iPhone Xs Max laut Apple bis zu 15 Stunden bei kontinuierlicher Videowiedergabe. Aufgeladen werden kann das Mophie Juice Pack Access übrigens direkt mit einer handelsüblichen Qi-Ladestation oder alternativ mit einem beiliegenden USB-C-Kabel.

Mit einem internen verbauten Akku von lediglich 2.000 mAh ist das Mophie Juice Pack Access allerdings auch kein Bolide, wenn es um möglichst viel Akkupower für unterwegs geht. Zum Vergleich: Im 149 Euro teuren Smart Battery Case von Apple ist von einer verlängerten Nutzungsdauer von 37 Stunden die Rede, die Kapazität beträgt 2.738 mAh bei zwei verbauten Zellen.

Gewicht von 103 Gramm und Dicke bis zu 1,7 cm

Ich habe daher das Mophie Juice Pack Access in den letzten Wochen ausprobiert, um meine eigenen Erfahrungen mit dem Akkucase mitteilen zu können. Verarbeitungstechnisch gibt es, wie man es von Mophie-Produkten gewohnt ist, keinerlei Beanstandungen zu machen. Das zweiteilige Case ist mattschwarz und mit einer leichten, samtweichen Gummierung überzogen, so dass es sehr gut und griffig in der Hand liegt. Bedingt durch die breite Öffnung an der Unterseite des Cases kann jederzeit ein Lightning-Kabel angeschlossen werden, und auch die Lautsprecher sind bei meinem Exemplar für das iPhone XR jederzeit zugänglich. Über kleine Aussparungen oder geformte Buttons können auch die Tasten an den Seiten des iPhones problemlos bedient werden, gleiches gilt auch für die Rückseitenkamera. Für selbige wurde ein besonders großer Ausschnitt geschaffen, damit das auftragende schwarze Case nicht für unschöne Schatten oder Lichtreflexe auf Fotos sorgt.

Mit einem Eigengewicht von 103 Gramm sorgt das Mophie Juice Pack Access bei meinem iPhone XR für ein Gesamtgewicht von 297 Gramm auf der Waage. Dieser massiven Auswirkung sollte man sich bewusst sein, wenn man sich für ein solches Akkucase entscheidet. Am breitesten Punkt ist das Juice Pack Access zudem etwa 1,7 cm dick, so dass es nicht mehr in alle engen Hosentaschen passen dürfte. 

Entscheidend ist aber auch hier die Leistung im Alltag – wie viel mehr Kapazität für das iPhone kann ich aus dem Akkucase herausholen? An dieser Stelle folgt zumindest für mich die Enttäuschung dieses Produkts: Legt man ein vollständig entladenes iPhone XR in das Juice Pack Access ein, wird es über die kabellose Ladefläche im Case bei 5W Ladeleistung binnen 1 1/2 Stunden lediglich auf 40 Prozent geladen, ehe der Akku schlapp macht – und das beim bloßen Aufladen ohne gleichzeitiger Verwendung des Smartphones. Hier hätte zumindest ich mir von einem Produkt, das aktuell für mehr als 80 Euro über die Ladentheke wandert, ein wenig mehr Power gewünscht. 

Als Notfall-Akku, wenn das iPhone besonders lange aushalten soll, ist das Mophie Juice Pack Access daher weiterhin eine gute Empfehlung und bietet angesichts der Konkurrenz von Apple im direkten Vergleich zwar eine etwas niedrigere Akkukapazität, aber auch einen deutlich günstigeren Preis (85 Euro vs. 149 Euro). Wer jedoch sein iPhone unterwegs mit möglichst viel Akkupower aufladen will, sollte weiterhin zu einer Powerbank greifen. Diese sind mit Kapazitäten von 10.000 mAh oder deutlich mehr schon zu Preisen um 20 Euro erhältlich, beispielsweise von Anker (Amazon-Link).



Kommentare 1 Antwort

  1. Das ist ja viel zu dick. So einen Klopper schleppt man bei den Temepraturen ungern durch die Gegend. Gibt es keine Batterycases ohne Qi Standard, die wirklich dünn sind?

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