Prisma: Beliebte iPhone-App verwandelt Fotos in Gemälde

Mit der Gratis-App Prisma könnt ihr eure Fotos wirklich toll bearbeiten. Es gibt aber auch einen negativen Aspekt.

PrismaHabt ihr schon die kostenlose iPhone-App Prisma (App Store-Link) entdeckt? Bestimmt seid ihr über ein angepasstes Bild bei Twitter, Instagram oder Facebook gestolpert, das mit Prisma erstellt wurde. Die Effekte und Ergebnisse sind wirklich klasse, aktuell entwickelt sich Prisma zu einem Hype. Der Download ist kostenlos, nur für das iPhone verfügbar und funktioniert ab iOS 8 oder neuer.


Die kostenlose iPhone-App Prisma nutzt die von Google entwickelte Technik Deepdream. Die Gratis-App spürt sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede im Bild auf und kann so mit mehreren Filtern wirklich tolle Effekte erzielen. Zur Anwendung stehen diverse Kunst- und Foto-Effekte bereit, die die Fotos in einer Art Prisma-Darstellung verwandeln.

Prisma erstellt beeindruckende Kunsteffekte

Prisma bietet aktuell 34 Effekte, mit denen ihr eure Bilder in Kunstwerke umwandelt. So werdet ihr zum Picasso oder Munk, denn mit nur einem Klick könnt ihr genau diesen Stil auf eure eigenen Fotos anwenden. Die Bilder bekommen ein kleines Wasserzeichen und können sofort bei Instagram, Facebook, Twitter und Co. geteilt werden.

Prisma effekte

Die bearbeiteten Bilder sehen wirklich großartig aus. Die Effekte sind neuartig und modern, die Bedienung der App mehr als einfach. Doch wie genau finanziert sich die Gratis-App? Wirft man einen genaueren Blick in die Nutzungsbedingungen, wird schnell klar, dass die Entwickler Geld mit den Fotos seiner Nutzer machen. Alle Fotos werden nämlich auf die Server der Entwickler geladen, um diese dort mit dem entsprechenden Algorithmus zu bearbeiten. Des Weiteren tritt man alle Rechte am Bild ab – aber das kennen wir ja schon von Facebook.

Prisma ist ein Gratis-Download für das iPhone

Wir halten fest: Prisma erstellt wirklich richtig tolle Fotoeffekte und ist zurecht gerade in aller Munde. Wer kein Problem mit den Nutzungsbedingungen hat, kann echt schicke Kunstwerke aus den eigenen Bildern erstellen. Wer nicht alle Rechte abtreten will, sollte Abstand von Prisma nehmen und die Applikation nicht verwenden – gezwungen wird ja niemand zu etwas. Ihr wollt noch mehr Beispiel-Bilder sehen? Dann schaut bei Instagram oder Twitter vorbei.

‎Prisma Photo Editor
‎Prisma Photo Editor
Entwickler: Prisma labs, inc.
Preis: Kostenlos+

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Kommentare 18 Antworten

  1. Habe ich schon seit ein paar Tagen im Einsatz. Liefert wirklich tolle Ergebnisse.

    Ps: Das mit dem Datenschutz ist natürlich so eine Sache. War mir bislang nicht bekannt und wird das weitere benutzen sehr eindämmen.

    1. Nicht alle wollen ihre Fotos verkaufen und nicht alle haben etwas dagegen, wenn schöne Fotos vermarktet werden.

      Man sollte nicht alles von der eigenen prüden Seele ableiten 😉

        1. Schwierige Frage ;). Wenn du selbst keine Rechte an einem (lizensierten) Foto besitzt, dann kannst du es eigentlich auch nicht bearbeiten (das benötigt sogar noch weiterführende Rechte).

          Dementsprechend hätte der Lizenzhalter eine Möglichkeit gegen dich vorzugehen und als Folge auch die Erlöse aus der nachfolgenden Vermarktung durch andere einzusacken (oder beteiligt zu werden). Das Beispiel haben wir ja in Musikstücken auf Youtube (selbst wenn du keine Werbung schaltest, verdient Youtube daran).

  2. Naja ist ja ganz schön mit den Effekten. Aber was nutzt das, wenn ein Grossteil der Bilder nicht bearbeitet werden kann, da die Seiten immer abgeschnitten werden.

  3. Ein Mitarbeiter hat mir auf die Frage, warum die Fotos auf dem Server geladen werden, nur geantwortet: „We don’t save them, don’t worry!“ Nun ja, ich nehme auf jeden Fall Abstand von der App.

  4. Lies doch einfach die agb: da steht explizit, dass sie deine Fotos nutzen dürfen, zwar tausendfach relativiert, aber sie dürfen und wollen es. Wie soll sich sowas sonst finanzieren 😉

  5. Appgefahren hat mal wieder nicht richtig recherchiert. 2 Minuten und die Antwort sieht so aus:
    Instead, you hereby grant to Prisma a non-exclusive, fully paid and royalty-free, transferable, sub-licensable, worldwide license to use the Content that you stylize on or through the Service.

    Man tritt also keine Eigentumsrechte ab, sondern gewährt Prisma kostenlose Nutzungsrechte

  6. Man muss nicht jeden (angeblichen) Hype mitmachen und schon gar nicht mit einer lebenslangen Lizenz für die Nutzungsrechte an meinen Werken. Und die Ausgabe auf dieses blöde Instagram Format zu reduzieren ist nicht zeitgemäß um ein Hype zu sein.

    1. Genauso gut kannst du behaupten, dass alles bei Facebook, Google und Apple an die amerikanischen Geheimdienste geht. Die Mail.ru Group ist Russlands größter Software Investor und steckt fast überall drin. Dass Bild nur mit Prominamen hantieren kann, ist auch wohl jedem klar ;)) (Putin hat da nichts zu suchen.)

      Es sagt aber nichts Konkretes aus (auch nicht, dass da selbstverständlich viele Oligarchen mit drin hängen, die überall zu finden sind, wo Geld fließt).

      Viele Software Firmen erhalten Finanzspritzen aus dem Militär- und Sicherheitsbereich, weil sie meist elegantere Programmlösungen entwickeln, als wenn man es auf der Staatsebene versuchen würde.

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