Smarter Coffee Machine: Cooles Küchen-Gadget oder kleine Mogelpackung?

Eine Kaffeemaschine mit WLAN-Anbindung – das mussten wir uns unbedingt genauer ansehen. Wir stellen euch die Smarter Coffee Machine vor.

Smarter Coffee Machine

Wir sind nun wirklich nicht die größten Kaffeetrinker, bei uns im Büro stehen Wasserkocher und Tee im Mittelpunkt. Für unseren Test habe ich die Smarter Coffee Machine daher kurzerhand nach Hause geschleppt, wo sie seitdem ihre Dienste verrichtet. Kurz und knapp erklärt: Es handelt sich um eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk und WLAN-Anbindung inklusive eigener App. Und genau diese App macht die Kaffeemaschine für uns interessant.

Die Einrichtung der Kaffeemaschine könnte einfacher nicht sein, auch wenn es einen kleinen Stolperstein gibt: Im App Store ist die alte App des Herstellers weiterhin verfügbar, für die Smarter Coffee Machine benötigt man aber die ebenfalls kostenlos erhältliche iPhone-App Smarter 2.0 (App Store-Link). Da die App mittlerweile komplett auf Deutsch lokalisiert wurde, ist die Einbindung der Smarter Coffee Machine in das heimische Netzwerk kein Problem. Ebenfalls eine nette Idee. Die Frontblenden der Maschine lassen sich tauschen, es stehen schwarze, rote oder beige Blenden zur Auswahl.

Nach drei Reinigungs-Durchgängen kann es dann auch schon losgehen: Nachdem man die Kaffeebohnen in einen kleinen Behälter an der Oberseite eingefüllt hat (alternativ kann der Filter auch mit gemahlenem Kaffee befüllt werden), stellt man über die App die gewünschte Stärke des Kaffees und die Anzahl der Tassen ein. Die Bohnen werden mit etwas Lärm gemahlen, direkt danach wird der Kaffee gebrüht. Ist alles fertig, gibt es eine kleine Nachricht auf dem iPhone und einen Piepton an der Kaffeemaschine.

Smarter Coffee Machine wird mit Updates weiter verbessert

Ob der Kaffee schmeckt oder nicht, hängt natürlich in erster Linie von der Kaffeesorte ab. Zudem sollte man schauen, welcher Mahlgrad und welche Stärke man persönlich favorisiert, das sollte man aber nach wenigen Anläufen rausbekommen haben.

Aber was bietet die Smarter Coffee Machine denn nun für Extras über die App? Während man die Grundfunktionen auch über Tasten direkt an der Kaffeemaschine steuern kann, bietet die App zwei interessante Zusatzfunktionen: Der Aufwachmodus brüht zunächst einen Kaffee und weckt den Nutzer dann mit einem Wecker – ist die Tür zum Schlafzimmer allerdings nicht geschlossen, dürfte man wohl schon vom Mahlen geweckt werden. Im Hausmodus wird dagegen Kaffee gebrüht, wenn man (zusammen mit dem entsprechend konfigurierten iPhone) nach Hause kommt und eine kurze Info-Nachricht bestätigt.

Mit der Smarter Coffee Machine ist mir übrigens etwas passiert, das ich nie für möglich gehalten hätte: Ich habe ein Firmware-Update für meine Kaffeemaschine durchgeführt. Mit diesem Update wurde es ermöglicht, die Smarter Coffee Machine auch ohne die Karaffe und den Tropfschutz zu verwenden. Das ist praktisch, wenn man nicht gleich eine ganze Kanne, sondern vielleicht nur eine Tasse Kaffee wünscht. Ist der Tassen-Modus aktiviert, sollte man aber aufpassen, dass man auch nur dann Kaffee brüht, wenn ein entsprechender Behälter unter der Kaffeemaschine steht – sonst gibt es eine große Sauerei.

Ob man so etwas wie die Smarter Coffee Machine braucht oder nicht, das muss wohl jeder Nutzer für sich selbst entscheiden. Viele Kaffeemaschinen bieten ja auch ohne App-Anbindung einen Timer-Modus. Zumindest aber kann man für Staunen sorgen, wenn man frischen Kaffee für den Besuch direkt vom Sofa im Wohnzimmer aus kocht und dann nur noch in der Küche abholen muss. Aber ist das einen saftigen Aufpreis wert?

Große Ähnlichkeiten mit Kaffeemaschine von Medion

Denn mit einem Preis von rund 245 Euro ist die Smarter Coffee Machine sicherlich kein Schnäppchen, auch wenn vergleichbare Maschinen mit einigen Extra-Features, wie etwa diese Kaffeemaschine von Philips, mit Preisen von knapp 200 Euro ebenfalls nicht ganz günstig sind.

Bei meiner Recherche rund um die Smarter Coffee Machine bin ich allerdings auch auf die Medion MD15486 gestoßen. Abgesehen von einem leicht abweichenden Bedienfeld und etwas anderen Farben sieht die Kaffeemaschine exakt wie die Smarter Coffee Machine aus: Der Bohnenbehälter, das Rädchen für die Mahlstufen, der Wassertank für zwölf Tassen, der Tropfschutz und sogar der Filter scheinen absolut identisch.

Genau wie die Smarter Coffee Machine bietet auch die Kaffeemaschine von Medion drei Stärkegrade, eine Warmhaltefunktion und einen Timer. Medion bietet seine Kaffeemaschine im eigenen Online-Shop für 79,95 Euro an. Das heißt im Umkehrschluss: Für ein paar Extras per App zahlt man bei der Smarter Coffee Machine einen saftigen Aufpreis von weit über 150 Euro, denn ansonsten scheint es keinen sichtbaren Unterschied zwischen beiden Maschinen zu geben.

Smarter Coffee Machine Medion

Kommentare 14 Antworten

  1. Zitat:
    „Ob der Kaffee schmeckt oder nicht, hängt natürlich in erster Linie von der Kaffeesorte ab“

    Nicht ganz falsch aber:

    Es kommt in erster Linie auf das verwendete Gerät also die Maschine/Brühgruppe an. Die Sorte der verwendeten Kaffee Bohnen kommt nämlich in Billigmalwerken bzw. Brühgruppen nicht vollständig zur Entfaltung!

  2. Eine Filter-Kaffeemaschine für 249 €uro? Da kann man bereits ein Einsteigermodell eines Kaffeevollautomaten kaufen. Und selbst damit schmeckt der Kaffee um länger besser.

    @ZweiPadMakko: Da gebe ich dir vollkommen Recht??

  3. Hallo @ all,
    kann mir bitte jemand sagen, ob diese Maschine eine Alternative zu einem Vollautomaten ist. Stehe nämlich gerade vor einer Neuanschaffung. Aufgrund gestiegenem Kaffeekonsums in der ganzen Familie ist meine Nespresso mittlerweile extrem zu teuer geworden!
    Freue mich auf eure Anregungen!?

    1. Na auf alle Fälle zuerst mal nicht den Super-Automaten von da oben.
      Für den Preis (ok, man muss vielleicht noch 50 Euro drauflegen), bekommt man schon die Einstiegsmodelle bei den Kaffeevollautomaten. Wir haben eine von DeLonghi für 280 gekauft und sind zufrieden. Für das was sie gekostet hat, ist sie gut und brauchbar.
      Es kommt dann auch noch auf den Kaffee drauf an, der verwendet wird. Nur die Maschine allein, ist es nicht.

  4. Ich bin mit der EQ 7 von Siemens schon viele Jahre zufrieden. Ich überlege mir nun die EQ 9 zu kaufen. App-Anbindung wird bei Bosch immer wichtiger. Es gibt mittlerweile Waschmaschinen und Trockener sowie Kühlschränke und Spülmaschinen etc. mit WLAN und App-Steuerung. Das ist mir schon fast zu viel. 🙂

  5. Ich als Kaffeeliebhaber mache einen weiten Bogen um Vollautomaten, Kapselsxsteme etc. Nur eine Kolbenmaschine kann mich zufrieden stellen. Und ist die mal in Revision: dann halt eine Cafetiere auf dem Herd.

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