Snap stellt „Specs“ vor: Eine neue AR-Brille für 2.295 Euro

Snap stellt „Specs“ vor: Eine neue AR-Brille für 2.295 Euro

Leichtes, anpassbares Design

S/W-Bild einer Person mit langen Haaren, die die Snap Specs trägt

Snap hat auf der AWE USA 2026 seine neueste Augmented-Reality-Brille namens „Specs“, ein tragbarer Computer in Brillenform, vorgestellt. Mit einem Preis von 2.295 Euro inklusive rückerstattbarer Anzahlung will das Unternehmen Maßstäbe setzen und überholt damit Konkurrenten wie Apple, dessen erste AR-Brille erst Ende 2027 erscheinen soll.

Die Specs bestehen aus dem Schweizer TR90-Polymer, das Snap als „Kunststoff-Titan“ bezeichnet und leicht, robust und ideal für langes Tragen sein soll. Erhältlich in zwei Rahmengrößen – 47 mm mit 132 Gramm und 52 mm mit 136 Gramm – lässt sich die Brille durch austauschbare Korrekturgläser individuell anpassen und sogar mit anderen teilen.


Die Brille ist mit zwei Vollfarbkameras, zwei Infrarot-Computer-Vision-Kameras und 6-Achsen-IMUs ausgestattet. Zwei Snapdragon-Chips steuern die Gläser und die Computer-Vision. Das 51-Grad-Sichtfeld wird durch ein Stereo-Waveguide-Display mit automatischer Tönung unterstützt, das Snap mit einem 115-Zoll-Bildschirm aus drei Metern Entfernung vergleicht. Miniaturprojektoren mit LCoS-Technologie projizieren die Bilder direkt auf das Display.

Intuitive Steuerung und lange Akkulaufzeit

Snap Specs von der Seite gesehen
Die Snap Specs sollen auch Filme abspielen können.

Für ein natürliches Erlebnis sorgen Stereolautsprecher für räumlichen Klang und ein Mikrofonarray für Spracherkennung. Die Brille unterstützt Hand-Tracking für Gestensteuerung sowie Sprachbefehle. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu vier Stunden bei gemischter Nutzung und einem magnetischen Ladekabel, das auch während des Tragens funktioniert, ist die Brille alltagstauglich. Das mitgelieferte Ladeetui verlängert die Nutzungsdauer auf bis zu 20 Stunden.

Die Specs ermöglichen das Ansehen von Filmen, Videos und Fernsehsendungen, das Casting auf Bildschirme, das Schreiben auf einem Whiteboard und die Nutzung der Snapchat-Lenses. Über USB-C lässt sich die Brille als externes Display mit Computern, Smartphones oder Spielekonsolen verbinden.

Auf der AWE USA 2026 zeigte Snap-CEO Evan Spiegel Erlebnisse, die Entwicklerteams mit dem sogenannten „Lens Studio“ geschaffen haben. Die Brille nutzt Snapchat-Linsen, die virtuelle Objekte platzieren, Minispiele ermöglichen oder bei Heimwerkerprojekten helfen. Das Lens Studio erhält agentische Entwicklungsfunktionen und Integrationen für Claude Code, Codex und Cursor. Entwickler und Entwicklerinnen können auf APIs von OpenAI und Gemini für KI-gestützte AR-Erlebnisse zurückgreifen.

Markteinführung und Verfügbarkeit

Die Specs von Snap können ab sofort auf der Website des Unternehmens zu Preisen ab 2.295 Euro vorbestellt werden und kommen im Spätherbst 2026 in den USA, Großbritannien und Frankreich auf den Markt. Snap ist damit anderen Tech-Giganten wie Apple voraus, dessen Smart Glasses, aber ohne integriertes Display und limitiert auf KI-Anwendungen, wohl erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden. Ein abschließendes Video zeigt euch die AWE USA 2026-Keynote in voller Länge.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 4 Antworten

  1. Schaut doch einfach mal beim Optiker rein, dann seht ihr was für Modelle immer mehr in Mode kommen… Ihr könnt nicht einfach von euren Geschmack ausgehen. Die Brillen werden aktuell immer Dicker und Voluminöser.

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