TEO: Eine Lifestyle-Banking-App versucht sich im App Store

Vor einem Jahr hätte ich mich noch gefreut

Schon vor einiger Zeit hat sich TEO (App Store-Link) angekündigt, nun ist die Banking-App endlich für das iPhone erschienen. Die kostenlose Anwendung will das Online-Banking modern machen, kann meiner Meinung nach aber auch gegen grundlegende Probleme im Finanzsektor nicht ankommen. Das ist schade, denn auf den ersten Blick macht TEO einiges her. Und auch das Versprechen der Entwickler klingt klasse:

Bisher war Online-Banking eintönig. Mit TEO kommt endlich Farbe ins Spiel. Dank smarter Banking-Funktionen wie Multi-Banking für Bankkonten und Kreditkarten unterschiedlicher Banken und virtueller Sparboxen für neue Wünsche ist Finanzmanagement endlich spielend einfach. Dazu kommt der exakt auf dich zugeschnittene Lifestyle-Bereich „Meine Welt“. Hier findest du maßgeschneiderte Gutscheine zum Sparen, exklusive TEO Angebote namhafter Partner und spannende Artikel, passend zu deinen ausgewählten Interessen.

Doch bereits nach der Registrierung musste ich feststellen: TEO kann aus technischer Sicht nicht mehr als bekannte Player auf dem Markt, etwa Outbank, das bis vor ein paar Monaten ein echter Liebling meinerseits war. Auch mit TEO kann ich keine Verbindung zu meinem Sparda-Konto herstellen, denn auch mit der neuen App kann mangels HBCI-Anbindung keine Verbindung zur Bank hergestellt werden.


‎TEO - Das neue Multibanking
‎TEO - Das neue Multibanking

Seit der Einführung von PSD2 macht Multi-Banking keinen Spaß mehr

Und das, was bisher so spielend einfach möglich war, geht nach der Einführung von PSD2 eben nicht mehr so einfach: Eine App mit mehreren Konten nutzen. Bei mir war das mein privates Konto bei der Sparda, ein privates Konto bei der Commerzbank, ein Sparkonto sowie unser Geschäftskonto bei der Postbank.

Mit der Sparda-Bank kann aktuell keine Drittanbieter-Software mehr eine Verbindung herstellen. Die Postbank scheitert alle paar Tage am eigenen BestSign-Verfahren und bei der Commerzbank muss jeder einzelne Login mit der hauseigenen App autorisiert werden. Zumindest das funktioniert aber zuverlässig, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Online-Banking mit mehreren Konten im Jahr 2020 absolut keinen Spaß mehr macht – und daran kann auch das neue TEO nichts ändern.

Wobei mehr Sicherheit ja zunächst einmal nichts schlechtes ist. Solange aber jeder sein eigenes Süppchen kocht, kommt dabei so eine Grütze heraus, wie es aktuell der Fall ist. Und das ist sehr bedauerlich, denn mit Sicherheits-Verfahren wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung haben bereits zahlreiche Technik-Anbieter gezeigt, dass es einen sehr gut funktionierenden Weg gibt.

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Kommentare 29 Antworten

  1. „denn mit Sicherheits-Verfahren wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung haben bereits zahlreiche Technik-Anbieter gezeigt, dass es einen sehr gut funktionierenden Weg gibt“ … äh… Genau das machen die Banken doch, wenn sie bei jedem Login neben den Login Daten nach einer zusätzlichen Autorisierung per App oder SMS Code fragen… was genau soll uns das also sagen?

    PSD2 ist doch per se gut. Einige Banken sind einfach schlecht. Mit der ING und 1822direkt (Sparkasse) hat Outbank 0 Probleme. Muss man sich einmal mit 2FA einloggen und der Client wird sich dann gemerkt. Von da an läuft es wie vorher. Die anderen Banken müssten technisch nur mal mitziehen…

  2. Ich sehe das genauso.

    Zudem muss ich sagen, dass ich meine bankverbindungen auf ein minimum reduziere und nicht zwei private Konten sowie ein zusätzliches sparkonto bei einer anderen bank oder sparkasse aufmache…
    Unübersichtlicher gehts wohl kaum,- doch, geht: ein drittes privates kto. und ein privates zweites sparbuch.

    Ich habe mit EINEM Konto (unterteilung in visa-, Verrechnung- und girokonto) bei der Comdirect null probleme und nutze zum spass dann neben der originalApp auch noch Outbank.

  3. Ich sage nur N26. Das ist eine gut funktionierende 2-Faktor-Authentifizierung. Was sich die anderen Banken da ausgedacht haben, ist doch maximal ein schlechter Witz…

  4. Das ist ja peinlich!
    Die Startfinanzierung erhielt die COMECO von den Sparda-Banken.
    Ausgerechnet diese Bank funktioniert mit der Software TEO nicht!?

    1. Der Artikel verbreitet veralteten Nonsense. Z.B. funktioniert die Sparda BW bestens damit auch mit Secure App und bewirbt die App sogar.
      ABER: Die App strotz vor Werbung. Deshalb schwer handlebar. Ich rate ab, noch hat die

  5. Meine Welt: „Spare Geld mit maßgeschneiderten Gutscheinen und Vorteilen“ – hä??? 🥴 (App-Store)
    Wie kommen die zu den Infos, mich mit „maßgeschneidertem“ Müll zu bespammen? Das nennt sich dann auch noch „Lifestile“ – bei einer Banking-App? 😳 Nee Danke. Ganz und gar nicht meine Welt 👎🏼

  6. So nicht! Stellen sich so die alten Bänker modernes junges Banking vor? Ich bin stocksauer auf meine Sparda und habe heute in einer direkten Mitteilung an meine Bank meinem Frust erst mal Luft gemacht. Finanzverwaltung ist doch keine „Lifestyle Kindergarten“!

    Wenn sich das nicht gaaaanz schnell ändert, dann werde ich die Bank wechseln. Ein weiteres Giro habe ich nur für Testzwecke bereits dafür Online eröffnet, das ging übrigens sehr einfach. Bin gespannt welche Antwort ich bekomme.

  7. Für mich die bis jetzt größte Katastrophe des neuen Jahrzehntes!

    Warum braucht ein Startup meine persönlichen Daten und kennt dann auch noch meine Kontodaten!? Am besten soll ich noch all meine Verträge und Versicherungen über die App verwalten damit die mich noch besser mit Werbung nerven können.
    Apropos Werbung, wie kann eine seriöse Bank ein Unternehmen finanzieren das so viel Werbung in eine Banking Anwendung packt, ich bin entsetzt, vor allem das in der Kontoübersicht die Inapp Gutscheinkäufe beworben werden ist eine absolute Frechheit, geht’s noch bei euch?
    Und dann natürlich noch die unübersichtliche Aufmachung, statt Gesamtsaldo den es nun nicht mehr gibt muss ich unübersichtlich hin und her wischen. Dafür gibt es lauter Mist den kein Mensch braucht, Finanzwetter, Gutscheinmanager, Sparbox usw.
    Mein Vater der mit 73 Jahren die bisher übersichtliche Sparda Anwendung nutzt wird sich über den Lifestyle Bullshit bestimmt freuen wie ein Schnitzel.
    Ich für meinen Teil werde mich nach über 30 Jahren nun auf die Suche nach einer neuen Bank begeben, Kontomanagement durch Werbeanbieter mit InApp Käufen, die Sparda sollte sich was schämen!!!

  8. @Baldiger Ex-Sparda-Kunde
    Ich kann Ihnen zu 100% beipflichten. Die Sparda-Bank Augsburg fährt momentan ein Kunden-Vertreibungsprogramm: Gleichzeitig die Kontoführungsgebühren von 0,00€ auf 3,95€ erhöhen und dann das online-Banking durch die TEO – Zumutung ersetzen. Ich war auch 30 Jahre Kunde, bei mir hat die Vertreibungsstrategie gewirkt. Aber wahrscheinlich werden sie jetzt als Ersatz für die vergraulten treuen Altkunden hunderttausende junger Hipster-Kunden dazugewinnen.

  9. TEO ist für Apple iPad Nutzer eine Katastrophe. Nichts funktioniert. Nach Anruf bei der verlinkten Hotline komme ich bei derSpardabank in Baden-Württemberg heraus obwohl ich die Spardabank in Nürnberg angewählt hatte. Dann erfahre ich von derHotline dass es für ipad’s gar nicht funktioniert.
    Hätte man mal auf der Homepage drauf verweisen können bevor man die normale App löscht.
    Ein Dickes Lob an die Entscheider und Entwickler – so schafft man Kundenzufriedenheit :-(.

  10. Werbe versiffte möchtegern Teenie App. Heute installiert da die sparda App dazu geraten hatte. Wahnsinn wie wenig Seriosität TEO darbietet. Schockiert war ich über die Geschenksymbole zw den Kontobuchungen welche bei abtippen zu werbe Rabatt Aktionen führen.

  11. Ich bin auch Sparda-Kunde und finde die Teo App eine Katastrophe. Ich will mit meiner Banking-App mein Konto verwalten, Überweisungen machen und Kontoauszüge ausdrucken. Ich will damit nicht backen, heimwerken oder Lotto spielen. Die App ist ein Witz. Die alte Sparda-App war einwandfrei und es gab eigentlich keinen Grund, dass sie zu einem Kasperletheater mutiert.

  12. Demnächst ehemaliger Sparda BW-Kunde

    Da ich schon vor Monaten gezwungen wurde, meine bisher einwandfrei funktionierende Sparda-App auf das unsägliche TEO umzustellen, wird mir jetzt auch schon durch ein Auswahlfenster dieser Werbemist beim Online-Banking per Computer aufs Auge gedrückt. Sollte das demnächst auch nur noch per TEO möglich sein, war es das mit der Sparda endgültig. Es ist eine absolute Unverfrorenheit, Kunden zu zwingen, einen derartigen Müll zu nutzen und gleichzeitig die Kontoführungsgebühren von 0 € auf fast 5 € zu erhöhen. Das alles ist „Lifestyle“ wie ich ihn mir seit Jahren wünsche! Gewiss gibt es derzeit andere Sorgen und Themen, und ein Kontowechsel macht zusätzliche Arbeit, aber die leiste ich in dem Fall dann doch gerne.

  13. Heute war ich mal wieder am Rande eines Nervenzusammenbruchs, geschlagene 1 Stunde habe ich gebraucht um eine einfache Überweisung zu tätigen, es klappt nichts. Diese App ist nur Schrott und ich werde die Bank wechseln, denn TEO und Corona ist einfach Zuviel

  14. TEO – Was soll dieser Mist? Um mein Online-Banking bei SPARDA zu machen, muss ich durch eine zusätzliche Anwendung. Nach einer solchen Datensammlung in einer Anwendung würdne sich NSA und China die Finger lecken.
    Das Outfit? Wie für ein Teenie-Zimmer gemacht. Der seriöser Banking-Anwender ist doch schlichtweg veräppelt.
    Ich werde TEO niemals nutzen. Wenn mich die SPARDA (BaWue) dazu zwingen will, werde ich sofort alle SPARDA-Konten auflösen.
    Im Übrigen: die SPARDA Bank verlangt ab September Kontoführungsgebühren. Ich verwette mein letztes Hemd, dass – wenn alle Kunden erst mal eingefangen sind – TEO nicht mehr kostenlos ist.

  15. Schlechteste jemals getestete App , Eine Zumutung sowas überhaupt anzubieten. Die Sparda Bank vergraul damit ihre Kunden. Auch ich werde mir nun leider eine neue Bank suchen.

  16. Nutzer älterer Android-Smartphones werden von der Sparda einfach herausgekickt, denn die TEO-App funktioniert erst ab Version 7 und eine rein webbasierte Verwendung (TEO Web) funktioniert nicht auf dem Smartphone, was mit dem alten Sparda-Homebanking ohne Probleme ging.
    Nach Abschaffung der kostenfreien Mastercard und des Sparda-Depots muss ich mich vermutlich bald mit Gruseln nach fast 25 Jahren von meiner Hausbank verabschieden….
    Muss das sein??

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