Thermomix TM7: Zehn Tops und Flops der neuen Generation

Thermomix TM7: Zehn Tops und Flops der neuen Generation

Ein kleiner Vergleich mit dem Vorgänger TM6

Vor etwas mehr als zwei Jahren ist ein praktischer Helfer in unsere Küche eingezogen: Der Thermomix TM6 von Vorwerk. Auch wenn er mittlerweile nicht mehr ganz so häufig im Einsatz ist, greifen wir doch regelmäßig auf seine Dienste zurück. Sei es für den fantastischen Käsekuchen oder einfach nur eine klassische Bolognese oder eine leckere Erbsensuppe, ab und zu zaubern wir auch mal ein Risotto.

Natürlich könnte man all das auch ganz ohne eine teure „Küchenmaschine“ machen, das steht außer Frage. Insbesondere in einem Haushalt mit zwei Kindern ist so ein Thermomix eine enorme Erleichterung, weil man sich eben nicht komplett auf die Kochtöpfe konzentrieren muss, sondern nebenbei problemlos andere Dinge erledigen kann.


Nun hatte ich die Möglichkeit, zumindest für ein paar Wochen einen neuen Thermomix TM7 auszuprobieren. Dieser kann für schlanke 1.549 Euro ausschließlich direkt bei Vorwerk bestellt werden, die Lieferzeit wird derzeit mit 18 Wochen angegeben. Welche besonderen Punkte euch nach Erhalt des Thermomix TM7 erwarten, habe ich für euch herausgefunden.

Top: Neues Design mit großem Display

Die größte Veränderung ist definitiv die Optik. Der neue Thermomix TM7 sieht deutlich moderner aus, als sein Vorgänger. Dafür sorgt nicht nur das schwarze, leicht zu reinigende Gehäuse, sondern vor allem das riesige Display. 10 Zoll ist es groß, es lässt sich per Multi-Touch bedienen und von Krümeln oder Wassertropfen nicht irritieren. Der neue Mixtopf ist zwar etwas schwerer, lässt sich aber leichter auseinander bauen – einem neuen Mechanismus sei Dank.

Flop: Wegfall des praktischen Drehknopfs

Auf ein Bedienelement, das seit jeher zum Thermomix gehört, muss man allerdings verzichten: Der praktische Drehknopf fällt weg. Für manuelle Änderungen, etwa das Einstellen der Zeit oder der Temperatur, war das eine richtig tolle Lösung. Für mich ist die manuelle Einstellung solcher Daten über das Touch-Display deutlich weniger intuitiv.

Top: Neuer Motor ist sehr leise

Daran habe ich mich in den über zwei Jahren gewöhnt: Das Surren des Thermomix TM6, wenn dieser seine Arbeit verrichtet und beispielsweise kontinuierlich mein Risotto rührt. Umso überraschender ist die Lautstärke des Thermomix TM7, denn der ist in den unteren Stufen quasi nicht zu hören. Man hört im Prinzip nur noch das Blubbern der kochenden Tomatensoße, sonst nichts. Das ist für mich eines der Highlights und definitiv ein Grund, der auch ein Upgrade rechtfertigen würde.

Flop: Keine smarte App-Anbindung

Eine richtige smarte App-Anbindung gibt es leider immer noch nicht. Natürlich lässt sich der Thermomix TM7 wunderbar über das integrierte Display steuern. Aber wenn man mal auf dem Sofa oder der Terrasse sitzt, dann weiß man eben nicht, wie lange der aktuelle Arbeitsschritt andauert. Und man kann auch nicht einfach die Kochzeit noch ein bisschen verlängern, wenn man gerade nicht zum Gerät kann.

Top: Gefahr von Verbrennungen reduziert

Das neue Topf-Design bietet einen großen Vorteil: Das Gehäuse des TM7-Mixtopfs bleibt kühl. So kann man ihn problemlos mit beiden Händen anfassen, ohne Verbrennungen zu riskieren. Genau deswegen fällt auch das um 700 Gramm höhere Gewicht (2,1 statt 1,4 Kilogramm) für mich nicht so sehr…ins Gewicht. Aufpassen muss man nur, wenn man den Deckel des Mixtopfs anhebt – aber das gilt für alle Geräte dieser Art.

Flop: Kein größerer Mixtopf

Eines der größten Mankos ist aus meiner Sicht, insbesondere als Vater einer vierköpfigen Familie, die Größe des Mixtopfs. Diese ist unverändert geblieben und beträgt weiterhin nur 2,2 Liter. Das ist bei einer Nudelsoße, bei der es ja zusätzlich noch Nudeln gibt, kein Problem. Bei einem vollständigen Gericht, wie etwa der Erbsensuppe, kann es mit dem Sattwerden aber sehr knapp werden. Immerhin: Es gibt keine baulichen Einschränkungen mehr, prinzipiell ist ein größerer Mixtopf also denkbar. Hoffentlich sieht Vorwerk das ähnlich.

Top: Eine absolute Geling-Garantie

Dieser Punkt galt auch schon für die vorherigen Thermomix-Generationen, ich erwähne ihn aber an dieser Stelle gerne noch einmal: Die Rezepte und die einzelnen Schritte sind so gestaltet, dass man wirklich nichts falsch machen kann (außer man stellt sich wirklich doof an). Das beste Beispiel aus meinem Alltag ist sicherlich ein Risotto, das im Topf gerne mal anbrennt. Das kann im Thermomix einfach nicht passieren.

Flop: Cookidoo kostet weiterhin Geld

Schade ist dagegen die Tatsache, dass man trotz des hohen Kaufpreises weiterhin Geld bezahlen muss, wenn man auf alle Rezepte aus der Cookidoo-App zugreifen möchte. Knapp 300 Gerichte sind im Basis-Kochbuch kostenlos mit dabei und prinzipiell bietet der Thermomix auch viele manuelle Funktionen, etwa zum Kochen von Reis, für die komplette Vielfalt werden aber noch mal rund 60 Euro pro Jahr fällig.

Top: Endlich eine schnelle Tastatur

Lobenswert ist die generelle Geschwindigkeit der Touch-Bedienung des Thermomix TM7. Das Display reagiert sehr schnell auf Eingaben. Besonders aufgefallen ist mir das bei der Tastatur, die ein ähnlich gutes Erlebnis bietet wie etwa das iPad. Hier hat es bei meinem TM6 oftmals einige Momente gedauert, bis angetippte Buchstaben auch erkannt wurden.

Flop: Startet immer noch ewig

Eine andere Sache verstehe ich dagegen nicht: Der Start des Thermomix dauert weiterhin ewig, rund eine Minute bis man loslegen kann. Auch der TM7 schaltet sich komplett aus und verbraucht im ausgeschalteten Zustand genau 0 Watt. Das ist prinzipiell eine tolle Sache. Zumindest optional hätte ich mir aber einen echten Standby-Modus gewünscht, der dann vielleicht 1-2 Watt verbraucht, aber gleichzeitig dafür sorgt, dass der Thermomix TM7 sofort einsatzbereit ist.

Thermomix TM7

1.549 EUR

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Fabian
Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 14 Antworten

  1. Guck dir mal am Gerät die Öffnungen an, in der die Pins vom Topf reingesteckt werden und zähle mal am Topf und dann am Gerät. Somit sollte ein größerer Topf nicht ausgeschlossen sein ..😅

  2. Die smarte Vernetzung (inkl. Sprachsteuerung) ist ja bereits angekündigt und soll mit einem Update noch dieses Jahr kommen.
    Beim grösseren Topf, der sicher angeboten werden wird darf man über die Handhabung gespannt sein. der jetzige neue ist schon schwerer als der des TM5/6. Und man wird sich den fürstlich bezahlen lassen.
    Das Cookidoo Abo sehe ich etwas gepalten. Kostenpflichtig ist für mich in Anbetracht des Aufwandes und des technischen Hintergrundes ok, der Preis mittlerweile aber ist doch sehr hoch. Aber eben, man muss es nicht nutzen was den Thermomix aber doch doch sehr begrenzt.

  3. Seit der neue Thermomix da ist bekomme ich für meinen TM6 keine Updates mehr das gefällt mir gar nicht weil dafür bezahle ich ja.

  4. Haben uns letztes Jahr den 6er gekauft und im Juni kommt dann endlich der 7er. Übrigens brennt leider auch beim 6er gerne mal was an 🙁

  5. Mich als Repräsentantin ärgert die falsche Aussage, ‚kann ausschließlich direkt bei Vorwerk bestellt werden.
    Was ist mit uns Repräsentanten? Wir beraten, machen, tun und sind für unsere Kunden da. Wir verdienen aber hauptsächlich durch eine Bestellung über uns. Also Bestellung über die Repräsentanten, die auch nach Kauf für die Kunden da sind oder direkt bei Vorwerk.

  6. Mich ärgert der Preis des Abos!
    Mich ärgert das langsame Hochfahren.
    Mich ärgert diese schlecht zu reinigende Plastikhülle.
    Sonderbar finde ich den fehlenden Knopf.
    Tatsächlich fällt mir das situative Kochen welches mir bisher leicht gefallen ist, jetzt schwer.
    Ich bin nur auf das Display fixiert.

    Gut finde ich das kochen der Nudeln mit offenem Deckel.

    Insgesamt gefällt mir der TM6 besser.
    Und der Bosch Cookit auch.

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