IKEA Symfonisk im Test: Das können die Tischlampe und der Regallautsprecher

Inklusive Videovorstellung

Die Kooperation von IKEA und Sonos trägt nun erste Früchte. In Kürze gehen der Regallautsprecher sowie die Tischlampe inklusive Lautsprecher in den Verkauf. Wir durften die neuen Lautsprecher schon einige Wochen ausprobieren und möchten euch heute mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Der Lieferumfang

Wenn ihr euch für einen Symfonisk-Lautsprecher entscheidet, bekommt ihr neben dem Speaker auch ein Stromkabel und ein optionales Ethernet-Kabel. Ein Leuchtmittel für die Tischlampe ist nicht mit dabei, der Regallautsprecher, der ja auch an der Wand befestigt werden kann, kommt ohne Halterung daher. Zusätzliches Zubehör muss separat gekauft werden.

So sehen die Lautsprecher aus

Werfen wir zuerst einen Blick auf das Äußere. Beide Symfonisk-Produkte sind in der Farbe weiß und schwarz verfügbar. Der Regelspeaker ist sehr einfach gestaltet und verfügt auf der Front über einen Stoffbezug. Hier sind auch die Steuerungstasten angebracht. Dieser Lautsprecher kann im Hoch- und Querformat aufgestellt werden und verfügt über Gummifüße, um einen sicheren Stand gewährleisten zu können.

Die Tischleuchte verfügt neben den drei Steuerelementen am Standfuß über einen Drehschalter an der rechten Seite. Mit diesem könnt ihr das Leuchtmittel an- und ausschalten. Als Sockel kommt hier E14 zum Einsatz, hier könnt ihr eine herkömmliche Lampe einschrauben oder auch smarte Leuchtmittel von IKEA selbst, Hue, Osram, Innr und Co.

Die Verarbeitung ist bei beiden Symfonisk-Lautsprechern sehr gut.

Die technischen Daten

Der Regallautsprecher ist 10 x 15 x 31 Zentimeter groß, ist 2,16 Kilogramm schwer und kann mit bis zu 3 Kilogramm belastet werden. Die Symfonisk-Tischlampe, bestehend aus Lautsprecher und Lampenschirm, misst in Kombination 21,6 x 21,6 x 40,1 Zentimeter und wiegt 3,28 Kilogramm. Der Lampenschirm ist aus mundgeblasenem Glas gefertigt und in schwarz oder weiß getönter Farbe verfügbar – passend zu den beiden Farbvarianten.

Die Einrichtung der Symfonisk-Lautsprecher

Nachdem ihr einen geeigneten Aufstellort gefunden oder den Regalspeaker an die Wand geschraubt oder aufgehängt habt, erfolgt die Einrichtung über die Sonos-App (App Store-Link, auch für Android). Wer schon ein bestehendes System hat, muss in den Einstellungen die neuen Lautsprecher manuell hinzufügen und wird das Prozedere kennen.

‎Sonos Controller
‎Sonos Controller
Entwickler: Sonos, Inc.
Preis: Kostenlos

Wer mit der Sonos-App erstmals einen Lautsprecher einrichtet, wird Schritt-für-Schritt angeleitet. Ihr müsst eine Verbindung herstellen, die Speaker mit dem WLAN (nur 2,4 GHz Netze) oder Ethernet verbinden und könnt diese dann Räumen zuordnen. Das ist wirklich alles sehr einfach und funktioniert problemlos.

iOS-Nutzer bekommen mit TruePlay eine Möglichkeit geboten, die Audioausgabe auf die Akustik des entsprechenden Raums anzupassen. Die Tuning-Funktion misst mithilfe der iPhone-Mikrofone, wie der Klang von Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen im Raum reflektiert wird und optimiert das Sounderlebnis. Für Android ist diese Funktion leider nicht verfügbar. Da man diese Einrichtung pro Lautsprecher aber nur einmal durchführen muss, kann man einen iPhone-Freund fragen, ob er mal eben mit seinem Gerät durch den Raum spaziert.

In der Sonos-App gibt es dann diverse Möglichkeiten. Ihr könnt eure Lautsprecher sortieren und Räume und Gruppen anlegen, die Musikdiesnte Amazon Music, Apple Music, Deezer, Spotify, Soundcloud, YouTube Music, Audible und mehr hinzufügen und nutzen. Natürlich steht mit TuneIn auch eine Radio-App zur Nutzung bereit. Innerhalb der Sonos-App könnt ihr dann Musik abspielen, Radiosender starten und mehr.

In den Einstellungen könnt ihr zudem eine Lautstärkebegrenzung festlegen oder im Equalizer den Bass oder Treble in drei Stufen anpassen. Optional lassen sich zwei gleiche Lautsprecher auch als Stereo-Paar in einem Raum konfigurieren, um einen noch besseren Klang zu erzeugen. Beachtet hier: Es können nur zwei Tischlampen oder zwei Regallautsprecher als Stereo-Paar angelegt werden. Eine Tischlampe und einen Regalspeaker kann man nicht als Stereo-Paar koppeln.

Alexa und Google Assistent nutzen

Beide Symfonisk-Lautsprecher haben keine Mikrofone an Bord. Wer jedoch zum Beispiel einen Sonos One, Echo Dot oder Google Home im Einsatz hat, kann per Sprachbefehl auch Musik auf den Symfonisk-Lautsprechern abspielen. Die Steuerung direkt am Lautsprecher ist über die Steuerelemente ebenso möglich. Ihr könnt die Lautstärke ändern und die Musik starten oder anhalten. Ein Doppelklick spielt den nächsten Song ab, mit einem Dreifachklick springt man einen Song zurück.

Wer im iOS-Kosmos unterwegs ist, kann Musik auch einfach per AirPlay 2 wiedergeben. Dazu müsst ihr einfach auf iPhone und iPad die entsprechenden Lautsprecher aus der Liste auswählen. Ihr könnt natürlich auch mehrere gleichzeitig anwählen und so die Musik bequem in mehreren Räumen starten. Natürlich könnt ihr auch andere AirPlay 2-Lautsprecher ansprechen und so auf noch mehr Lautsprechern Musik abspielen.

Die Soundqualität ist wirklich sehr gut

Kommen wir aber endlich zu dem wohl wichtigsten Aspekt: Wie klingen die beiden Symfonisk-Lautsprecher eigentlich? Auf dem zurückliegenden Event konnte ich einen ersten Eindruck bekommen, bei meinem Test in den eigenen vier Wänden konnte ich noch einmal auf die Details achten.

Die Tischlampe ähnelt sehr stark dem Sonos One, allerdings handelt es sich um eine Neuentwicklung, speziell für die Tischlampe. Hier kommen zwei Class-D Digitalverstärker, ein Hoch- und ein Mitteltöner zum Einsatz. Mein Gehör kann keine echten Unterschiede zwischen dem Klang des Sonos One und der Symfonisk-Tischleuchte ausmachen. Heißt im Umkehrschluss: Der Klang der Tischleuchte ist sehr gut. Ich habe diverse Musikgenres angehört und bin in allen Bereichen sehr zufrieden.

Der Regallautsprecher ist etwas schwächer – das sind aber nur Nuancen. Hier ist der Bass meiner Meinung nach etwas abgeschwächt, insgesamt gibt es aber auch hier einen tollen Klang. Besonders im Stereo-Modus bieten beide Lautsprecher noch einmal eine Aufwertung, optional kann man zwei gleiche Lautsprecher auch als Rear-Speaker definieren und diese zum Beispiel im Heimkino-Setup zusammen mit einer Sonos Beam nutzen. Das hat mir bei einer Demo wirklich sehr imponiert.

Ein kleiner Ausblick

Im Herbst 2019 wird es zudem noch eine kleine Fernbedienung geben, die sehr rudimentär gestaltet ist. Mit dieser lassen sich nicht nur die Symfonisk-Speaker steuern, sondern auch alle anderen Sonos-Lautsprecher. Ihr könnt die Lautstärke ändern und die Wiedergabe steuern. Die Fernbedienung wird 14,99 Euro kosten und muss mit dem Trådfri Gateway gekoppelt werden.

Des Weiteren wird es noch ein größeres Update für die IKEA Home smart App (App Store-Link) geben, damit die Steuerung auch über diese App erfolgen kann. Des Weiteren wird man die neuen Lautsprecher dann auch in Szenarien einbinden können. So könnte man zum Beispiel als Morgenroutine die Musik starten, das Licht anknipsen und die Rollos hochfahren lassen. Auch hierfür wird ein Trådfri Gateway vorausgesetzt. 

‎IKEA Home smart (TRÅDFRI)
‎IKEA Home smart (TRÅDFRI)

Das Preis- Leistungsverhältnis ist unschlagbar

Die Qualität der Produkte habe ich gerade mit meinem Test bestätigt. Doch auch der Preis ist ein wichtiges Kriterium. Der Regallautsprecher kostet 99 Euro, die Tischlampe ist mit 179 Euro etwas teurer. Ich finde beide Preise gerechtfertigt. Mit der verbauten Technik und Expertise von Sonos und dem Design von IKEA hat man meiner Meinung nach eine perfekte Kooperation auf die Beine gestellt und tolle Produkte entwickelt. Und das ist ja erst der Start, weitere Produkte sollen folgen.

Für den Regalspeaker gibt es Lautsprecherhaken, damit man den Lautsprecher zum Beispiel an der KUNGSFORS Stange oder Wandgitter befestigen kann. Die Haken werden 6,99 Euro kosten. Zusätzlich gibt es noch eine Wandhalterung, der auch eine Gummimatte beiliegt, die oben auf dem Lautsprecher abgelegte Gegenstände vom wegrutschen hindert. Hier ruft man einen Preis von 9,99 Euro auf.

Mein Fazit zu den Symfonisk-Lautsprechern

Ich finde die Kooperation zwischen IKEA und Sonos wirklich großartig. IKEA sorgt für das Design und hält den Preis klein, Sonos liefert die passende Expertise im Audiosegment. Die neuen Speaker sind sehr empfehlenswert. So kann man sein bestehendes Sonos-System kostengünstig erweitern oder jetzt den Start in das Multiroom-Audio wagen.

Im Video könnt ihr die Symfonisk-Lautsprecher im Detail sehen, zudem seht ihr die Einrichtung in der Sonos-App. Ab Anfang August werden die neuen Symfonisk-Produkte dann lokal und online verkauft. Sobald der Online-Verkauf startet, sagen wir noch einmal Bescheid. Wer Interesse an den Lautsprechern hat und Wartezeiten vermeiden will, sollte direkt zum Start zuschlagen – es ist davon auszugehen, dass das Interesse groß ist.

Kommentare 9 Antworten

    1. Einfach die Lautsprecher auswählen. Mit AirPlay 2 kannst du alle mit AirPlay 2 kompatiblen Lautsprecher koppeln und gleichzeitig Musik abspielen. Z.b: Sonos One, HonePod und Ikea-Speaker.

    1. Ja.
      Wenn du ein Leuchtmittel von Ikea einbaust.
      Du kannst auch eine Hue „Birne“ (Leuchtmittel) einschrauben und die Lampe über Hue steuern.

      Oder eben auch über Home-KIT

    1. Also die Frage ist schlecht gestellt. Ja und Nein. Wenn du 2 Homepods hast, dann Ja. Wenn du 2 Symfobisk hast, dann Ja. Wenn du je 1 hast, dann Nein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de